Zum Inhalt springen

EMA im Viewer planen (MVP)

Einbruchmeldeanlage (EMA) · 6 Min · Aktualisiert 30. August 2026

Mit dem EMA-Reiter im Viewer planst du Öffnungs- und Raumüberwachung einer Einbruchmeldeanlage: PlanWerke schlägt je Perimeter-Öffnung Magnetkontakte (je Flügel einen, abgeleitet aus der Öffnungsbreite) und je Raum Bewegungsmelder vor – gegliedert in Sicherungsbereiche (je Geschoss) und Meldergruppen (VdS-orientiert nach DIN VDE 0833-3 / EN 50131). Das funktioniert auf IFC-Modellen (Türen/Fenster aus IfcDoor/IfcWindow, Räume aus den IFC-Spaces) und auf 2D-Plänen: Trägt das PDF Vektordaten (CAD-Export) oder ist der Plan ein DWG/DXF, erkennt die Automatik Türen (und Fenster, bei DWG/DXF auf Fenster-/Glas-Layern) direkt aus der Zeichnung; bei gescannten Plänen markierst du die Öffnungen, Räume laufen wie gewohnt über „Schritt 2 – Räume“.

  1. 1
    Grundlage laden
    Der EMA-Reiter folgt demselben geführten Ablauf wie BMA und Sprachalarm – die Ablaufleiste führt; fehlen Maßstab oder Räume, zeigt das Panel die beiden Voraussetzungen als Hinweis („Länge kalibrieren“ bzw. „Räume öffnen“ in den Räume-Reiter, wo die geteilten Raum-Werkzeuge liegen, aus denen die Bewegungsmelder entstehen). Bei einem IFC-Modell sind Maßstab und Öffnungen automatisch erfüllt (Türen/Fenster aus IfcDoor/IfcWindow). Ein PDF aus dem CAD (mit Vektordaten) erfüllt den Öffnungs-Teil von selbst: Die Automatik findet Türen an ihren Schwenkbögen und Fenster an den Scheibenlinien der Fassade, samt Einstufung innen/außen. Zusätzlich – oder bei gescannten Plänen als Grundlage – markierst du Öffnungen von Hand: Die EMA-eigene Karte „Öffnungen markieren“ steht im EMA-Reiter über der Platzier-Palette; über das Häkchen lässt sich eine Öffnung als innenliegend kennzeichnen, und eine Markierung hat im Umkreis von 0,7 m Vorrang vor dem Auto-Fund (so übersteuerst du einzelne Stellen gezielt). Beide Markier-Modi – Öffnungen wie Räume – enden automatisch, sobald du auf einen anderen Reiter wechselst; danach trifft ein Klick wieder die gesetzten Geräte.
  2. 2
    Automatisch platzieren
    Beim Platzieren steht oben der Bestand als eine Zeile mit den Plan-Symbolen nach VdS 2135 (MK Magnetkontakt, IM Bewegungsmelder, EMZ Zentrale, BIS Bedienteil, ÜM Überfalltaster) samt Stückzahl, Summe und Meldergruppen, darunter die Platzier-Palette „Hersteller → Bauteil“ (Zentrale, Bedienteil und Überfalltaster tragen „nur manuell“ – die Automatik setzt sie nie; der Überfalltaster gehört verdeckt an den gefährdeten Arbeitsplatz, nach Abschnitt 6 der DIN VDE 0833-3 nur in eigene Überfall-Meldergruppen und mit Überfallalarm nur als Fernalarm); „Automatisch platzieren“ klebt fest am unteren Panelrand. Magnetkontakte: je Perimeter-Öffnung ein Kontakt JE FLÜGEL – die Flügelzahl leitet die Automatik aus der Öffnungsbreite ab (aus dem IFC-Modell bzw. der Vektor-Erkennung; als einflügelig gelten Türen bis 1,30 m und Fensterflügel bis 1,60 m – Planungs-Voreinstellungen nach VdS 2311, 8.2.1.2, keine Normgrenzwerte). Mehrflügelige Öffnungen bekommen ihre Kontakte entlang der Öffnung verteilt („… – Flügel 1/2“) und bleiben in derselben Meldergruppe; sehr breite Öffnungen (Tore, Fensterfronten) kappt die Automatik bei vier Kontakten und nennt sie als Hinweis zur fachlichen Prüfung. Öffnungen ohne bekannte Breite – etwa von Hand markierte – erhalten einen Kontakt. Öffnungen mit IsExternal=false bzw. als innenliegend markierte werden übersprungen, ohne gepflegtes Property gilt die Öffnung als Perimeter-Kandidat zur fachlichen Prüfung. Bewegungsmelder: fallenmäßig entlang von Fluren/Verkehrswegen (ein Melder je Reichweiten-Abschnitt), schwerpunktmäßig aus Raumecken Richtung Raummitte – die Überwachungsart wird aus Raumzuschnitt und -namen abgeleitet, und je markiertem Raum lässt sie sich in der Raumliste (Räume-Reiter, Auswahl „EMA: Automatisch/fallenmäßig/schwerpunktmäßig“) ausdrücklich vorgeben; die Vorgabe schlägt die Heuristik und wird mit dem Planstand gespeichert. Der Erfassungsbereich jedes Bewegungsmelders wird im Plan angezeigt – Reichweite und Öffnungswinkel kommen aus dem Katalogeintrag des gewählten Typs: Melder mit Blickrichtung als Sektor (die Automatik richtet ihn per Eckmontage aus, manuell gesetzte Melder starten mit Blick Richtung Raummitte), ohne Richtung („Blickrichtung entfernen“) als Vollkreis. Wie beim Erfassungsradius der Rauchmelder endet der Bereich an den Wänden des erkannten bzw. markierten Raums, statt in Nachbarräume zu ragen – ein Vollkreis an der Wand wird so von selbst zum Halbkreis in den Raum. In geknickten (L-förmigen) Gängen werden Melder, die rechnerisch außerhalb des Raums lägen, auf den Raumumriss verschoben; sehr große Räume, die mehr als vier Eckmelder bräuchten, werden als Unterdeckung gemeldet – beides erscheint als Hinweis unter dem Planungsergebnis. Dort stehen auch die Meldebereichs-Hinweise nach VdS 2311 (Meldergruppen über mehr als 5 Räume oder 400 m²) und – bei VdS-Grad-Vorgabe – die benannten offenen Punkte der Grad-Maßnahmen nach DIN VDE 0833-3 (z. B. Verschlussüberwachung), die die Automatik nicht setzen kann.
  3. 3
    Manuell verfeinern
    Im Umschalter auf „Manuell“ stellen: Die Geräteart wählst du am Plan-Symbol („Geräteart zum Setzen · VdS 2135“: MK, IM oder EMZ – die Wahl springt auf ein passendes Katalog-Modell; eine aufklappbare Zeichenübersicht zeigt alle EMA-Sinnbilder der Richtlinie). Doppelklick setzt ein Gerät der gewählten Art, Klick wählt aus, Ziehen verschiebt, Entf löscht. An jedem ausgewählten Bewegungsmelder, dessen Katalogeintrag einen Öffnungswinkel kennt, erscheint zusätzlich ein Ring um das Gerät: Bei gerichteter Öffnung zeigt der hervorgehobene Abschnitt, wohin sie gerade blickt – daran ziehst du, um die Öffnung um das Gerät zu drehen; der Erfassungs-Sektor folgt sofort. Ein manuell gesetzter Bewegungsmelder mit Katalog-Öffnungswinkel startet direkt gerichtet: Der Sektor (z. B. 84° bei den Telenot-Raummeldern) erscheint sofort beim Platzieren und blickt Richtung Raummitte, wenn der Melder in einem erkannten bzw. markierten Raum liegt. Auch ein Melder ohne Richtung (Vollkreis, etwa nach „Blickrichtung entfernen“) trägt den Ring: Der erste Zug daran gibt ihm wieder eine Blickrichtung und macht aus dem Vollkreis den Katalog-Sektor. Die Auswahl-Karte im Panel zeigt Reichweite, Öffnungswinkel und Blickrichtung des gewählten Melders; „Blickrichtung entfernen (Vollkreis)“ setzt ihn auf die ungerichtete Anzeige zurück. Manuell gesetzte Geräte bleiben bei einer erneuten Automatik erhalten. Ein Klick auf ein gesetztes Gerät öffnet – auch ohne diesen Modus – den Reiter „Eigenschaften“ mit Geräteart, Typ, überwachter Öffnung, Sicherungsbereich und Meldergruppe, Reichweite/Öffnungswinkel/Blickrichtung (bei Bewegungsmeldern), Position und Montagehöhe; dort lässt sich das Gerät auch versetzen, umbenennen und löschen.
  4. 4
    Stückliste, IFC und Dokumente exportieren
    Alle EMA-Ausgaben liegen im Export-Dialog der Werkzeugleiste (Gruppe „Einbruchmeldeanlage (EMA)“). Die CSV-Geräteliste führt alle Geräte je Geschoss, Sicherungsbereich und Meldergruppe – zur Übergabe an Errichter und Fachplanung. Daneben steht der IFC-Export für die BIM-Koordination: Magnetkontakte und Bewegungsmelder als IfcSensor (CONTACTSENSOR/MOVEMENTSENSOR), Zentrale und Bedienteil als IfcUnitaryControlElement (ALARMPANEL/CONTROLPANEL), je Bauteil mit der Kennzeichnung „Meldergruppe/Nummer“. „Anlagenbeschreibung (Entwurf)“ erzeugt zusätzlich die Anlage in Textform nach Anhang A der DIN VDE 0833-3 – mit den Projekt-Vorgaben, den offenen Grad-Maßnahmen sowie den Fachplaner-Abschnitten Alarmierung/Intervention und Ferndienste (DIN EN 50710); die von der Norm geforderten Bestätigungen von Errichter, Betreiber und Versicherer bleiben bewusst offene Felder. „Auslegungsbericht (Entwurf)“ ist die Selbstprüfung der automatischen Platzierung als Dokument: Vorgabe und Überwachungsumfang je VdS-Klasse, Öffnungs- und Raumüberwachung je Geschoss, die Auslegung der Zentrale, die offenen Grad-Maßnahmen und die Datenbasis der verwendeten Gerätetypen – ausdrücklich kein Prüf- oder Konformitätsnachweis. „Sicherungskonzept-Fragebogen“ liefert die Entscheidungsvorlage nach 4.4/Anhang B: alle Mindestinhalte als offene Fragen – die Software stellt sie, beantwortet aber keine. „Planungspaket EMA (ZIP)“ bündelt schließlich alles zu einem Dokumentensatz: Deckblatt mit Dokumentenliste und leerem Freigabefeld, Geräteliste, Anlagenbeschreibung, Meldergruppenverzeichnis (CSV und PDF, mit den konkreten Geräten je Gruppe), Sicherungskonzept-Fragebogen, Auslegungsbericht, Anlagenübersicht (Blockdiagramm: Zentrale → Sicherungsbereiche → Meldergruppen, aus derselben Auslegung wie das Verzeichnis) und je Geschoss ein Planblatt – bei kalibriertem Plan mit Originalseite bzw. Vektordaten als maßstäbliches PDF, sonst als Planansicht, die sich ausdrücklich „nicht maßstäblich“ nennt – dazu der Herkunftsnachweis. Ist eine Zentrale platziert, rechnet die Auslegung mit deren Katalog-Kennwerten (Meldergruppen, Gruppen je Erweiterungsmodul). Was im aktuellen Stand nicht erzeugbar ist (etwa Planblätter ohne geladenen Plan), steht benannt auf dem Deckblatt. Der Abschnitt „Platzierte Geräte“ im EMA-Reiter zeigt dieselbe Liste im Panel, mit Sicherungsbereich und Meldergruppe je Gerät.
Zur automatischen Öffnungs-Erkennung auf Vektorplänen (PDF aus CAD sowie DWG/DXF): Sie liest die Tür-Schwenkbögen und Fenster-Scheiben der Zeichnung und prüft jede Fundstelle gegen die Wände (Möbel-Bögen wie Sessel oder Schrankklappen werden verworfen, innenliegende Glaswände zählen nicht als Fenster). Türen ohne Bogen-Symbol – Schiebe-, Falt- und Taschentüren, offene Durchgänge – findet sie nicht; solche Öffnungen bitte von Hand markieren. Eine Schiebetür in der Fassade kann als „Fenster“ erscheinen, der Kontakt-Vorschlag sitzt aber an der richtigen Öffnung. Besonderheit DWG/DXF: Fenster werden nur auf Fenster-/Glas-Layern gesucht (Layername enthält „Fenster“, „Window“, „Glas“ oder „Glaz…“) – ohne solchen Layer bleibt für Fenster das manuelle Markieren. Das Planungsergebnis nennt die Zahl der automatisch erkannten Öffnungen – wie immer als Vorschlag zur fachlichen Prüfung.
Eigene EMA-Gerätetypen (Hersteller-Magnetkontakte, Bewegungsmelder, Zentralen, Bedienteile) pflegst du unter /app/katalog – sie erscheinen dann in der Typ-Auswahl des EMA-Panels. Die Reichweite des gewählten Bewegungsmelder-Typs fließt in die automatische Platzierung ein; zusammen mit dem Öffnungswinkel bestimmt sie außerdem den im Plan angezeigten Erfassungsbereich (ohne belegte Reichweite im Katalogeintrag gibt es bewusst keine Anzeige). Eingebaut wählbar sind neben den generischen Typen die Telenot-Einbruchmelderzentralen „complex 200H“ und „hiplex 8400H“, die Bewegungsmelder-Reihen comstar pro, comstar VAYO pro und histar 1000 sowie die Touch-Bedienteile BT 800 aP und BT 801 uP – alle mit Prospektwerten (Reichweite je Charakteristik, VdS-Klasse, EN-Grad, Artikelnummern im Hinweistext). Alle Raum- und DUAL-Raummelder dieser Reihen tragen den Öffnungswinkel 84° aus den Überwachungs-Diagrammen der Prospekte (Spiegeloptik-Fächer bis ±42°) – der angezeigte Sektor entspricht damit exakt der Draufsicht im Datenblatt; nur die Vorhangmelder (25 m) bleiben ohne Winkelmaß. Neu hinzugekommen sind die 360°-Deckenmelder histar DUAL B360/C360 BUS und die DIS-AM-Reihe (Raummelder 20 m, Streckenmelder 60 m) sowie zwei weitere Gerätearten im Katalog: „Signalgeber“ mit der Telenot-Außensignalgeber-Serie hiflac (kabelgebunden, eigenversorgt, Funk – je in Verkehrsweiß und Graphitgrau) und „Systemkomponente“ mit den kompletten Telenot-BUS-Komponenten und Verteilern (Türmodule comlock 410, Tagalarm TM2/TG1, Ein-Ausgangsmodule MI/MIO, Meldergruppen-/Universal-/Schaltmodule, Verteiler in Federkraft- und LSA-Plus-Technik). Seit August 2026 führt der Katalog außerdem das Telenot-Magnetkontakt-Programm (MK30, MK4, MK5, MK15, die Einbau-Reihe MK6–MK10, Maxi P 1004/P 1005 und die Rolltorkontakte RTK 4/RTK 5 – mit Artikelnummern und VdS-Anerkennung je Eintrag) sowie zwei weitere Gerätearten: „Glasbruchmelder“ mit dem passiven GBS 1, dem aktiven MAGS-S und dem akustischen GS930 und „Körperschallmelder“ mit den Erschütterungsmeldern Aufbau-/Einbau-EM und den Tresor-Körperschallmeldern GM730/GM775. Die vier Katalog-Gerätearten (Glasbruch- und Körperschallmelder, Signalgeber, Systemkomponente) dienen Auswahl und Stückliste – im Plan platzieren lassen sie sich noch nicht.
Die EMA-Planung ist als Beta gekennzeichnet: Sie ist noch in Entwicklung und deshalb in allen Tarifen kostenlos – auch im kostenlosen Tarif. Der EMA-Reiter im Viewer trägt die Kennzeichnung „Beta“. Der Schwerpunkt der Entwicklung liegt derzeit auf der Brandmeldeanlage (BMA); Ergebnisse der EMA-Planung können sich mit kommenden Versionen ändern. Endet die Beta, gehört die automatische Platzierung zum Pro-Tarif – wir kündigen das vorher unter „Was ist neu“ an. Manuelles Platzieren, der Geräte-Katalog und die CSV-Stückliste bleiben in jedem Fall frei.
Ist am Projekt noch kein Sicherungsstandard hinterlegt, fragt PlanWerke ihn vor der ersten automatischen Platzierung kurz ab (bei VdS zusätzlich den Grad Home/A/B/C – er steuert, was die Automatik plant). Vorbelegt ist „privat“ und damit der bisherige volle Umfang; auf Wunsch wird die Auswahl am Projekt gemerkt. Details: „Planungsumfang festlegen“.
Die EMA-Planung ist ein MVP und ein Planungs-Vorschlag: Die Zuordnung Raum→Überwachungsart ist – ohne ausdrückliche Vorgabe je Raum – eine Heuristik; Überfallmeldung, Verschluss-Überwachung und Alarmierungskonzept sind nicht enthalten (die offenen Grad-Maßnahmen werden im Planungsergebnis benannt). Vor der Ausführung fachlich prüfen (DIN VDE 0833-3, VdS 2311).
War das hilfreich?