EMA im Viewer planen (MVP)
Mit dem EMA-Reiter im Viewer planst du Öffnungs- und Raumüberwachung einer Einbruchmeldeanlage: PlanWerke schlägt je Perimeter-Öffnung Magnetkontakte (je Flügel einen, abgeleitet aus der Öffnungsbreite) und je Raum Bewegungsmelder vor – gegliedert in Sicherungsbereiche (je Geschoss) und Meldergruppen (VdS-orientiert nach DIN VDE 0833-3 / EN 50131). Das funktioniert auf IFC-Modellen (Türen/Fenster aus IfcDoor/IfcWindow, Räume aus den IFC-Spaces) und auf 2D-Plänen: Trägt das PDF Vektordaten (CAD-Export) oder ist der Plan ein DWG/DXF, erkennt die Automatik Türen (und Fenster, bei DWG/DXF auf Fenster-/Glas-Layern) direkt aus der Zeichnung; bei gescannten Plänen markierst du die Öffnungen, Räume laufen wie gewohnt über „Schritt 2 – Räume“.
Für den schnellen Überschlag ohne Plan gibt es den öffentlichen EMA-Rechner unter planwerke.app/rechner/ema – kostenlos, ohne Anmeldung: Zugänge, Fenster, Flure und Räume je Sicherungsbereich zählen, VdS-Grad wählen, Kennwerte der Zentrale eintragen; der Rechner bildet daraus Magnetkontakte, Bewegungsmelder und Meldergruppen und zeigt den Meldergruppen-Bedarf der Zentrale samt Erweiterungsmodulen als Anlagenschema. Er nutzt dieselbe Grad-Abstufung und dieselbe Meldergruppen-Bildung wie Viewer und Anlagenplaner, rechnet aber mit einem Kontakt je Öffnung und einem Melder je Raum – auf dem echten Plan werden die Zahlen aus Öffnungsbreite und Raumgeometrie genauer.
- 1Grundlage ladenDer EMA-Reiter folgt demselben geführten Ablauf wie BMA und Sprachalarm – die Ablaufleiste führt; fehlen Maßstab oder Räume, zeigt das Panel die beiden Voraussetzungen als Hinweis („Länge kalibrieren“ bzw. „Räume öffnen“ in den Räume-Reiter, wo die geteilten Raum-Werkzeuge liegen, aus denen die Bewegungsmelder entstehen). Bei einem IFC-Modell sind Maßstab und Öffnungen automatisch erfüllt (Türen/Fenster aus IfcDoor/IfcWindow). Ein PDF aus dem CAD (mit Vektordaten) erfüllt den Öffnungs-Teil von selbst: Die Automatik findet Türen an ihren Schwenkbögen und Fenster an den Scheibenlinien der Fassade, samt Einstufung innen/außen. Zusätzlich – oder bei gescannten Plänen als Grundlage – markierst du Öffnungen von Hand: Die EMA-eigene Karte „Öffnungen markieren“ steht im EMA-Reiter über der Platzier-Palette; über das Häkchen lässt sich eine Öffnung als innenliegend kennzeichnen, und eine Markierung hat im Umkreis von 0,7 m Vorrang vor dem Auto-Fund (so übersteuerst du einzelne Stellen gezielt). Beide Markier-Modi – Öffnungen wie Räume – enden automatisch, sobald du auf einen anderen Reiter wechselst; danach trifft ein Klick wieder die gesetzten Geräte.
- 2Automatisch platzierenBeim Platzieren steht oben der Bestand als eine Zeile mit den Plan-Symbolen nach VdS 2135 (MK Magnetkontakt, IM Bewegungsmelder, EMZ Zentrale, BIS Bedienteil, ÜM Überfalltaster) samt Stückzahl, Summe und Meldergruppen, darunter die Platzier-Palette „Hersteller → Bauteil“ (Zentrale, Bedienteil und Überfalltaster tragen „nur manuell“ – die Automatik setzt sie nie; der Überfalltaster gehört verdeckt an den gefährdeten Arbeitsplatz, nach Abschnitt 6 der DIN VDE 0833-3 nur in eigene Überfall-Meldergruppen und mit Überfallalarm nur als Fernalarm); „Automatisch platzieren“ klebt fest am unteren Panelrand. Magnetkontakte: je Perimeter-Öffnung ein Kontakt JE FLÜGEL – die Flügelzahl leitet die Automatik aus der Öffnungsbreite ab (aus dem IFC-Modell bzw. der Vektor-Erkennung; als einflügelig gelten Türen bis 1,30 m und Fensterflügel bis 1,60 m – Planungs-Voreinstellungen nach VdS 2311, 8.2.1.2, keine Normgrenzwerte). Mehrflügelige Öffnungen bekommen ihre Kontakte entlang der Öffnung verteilt („… – Flügel 1/2“) und bleiben in derselben Meldergruppe; sehr breite Öffnungen (Tore, Fensterfronten) kappt die Automatik bei vier Kontakten und nennt sie als Hinweis zur fachlichen Prüfung. Öffnungen ohne bekannte Breite – etwa von Hand markierte – erhalten einen Kontakt. Öffnungen mit IsExternal=false bzw. als innenliegend markierte werden übersprungen, ohne gepflegtes Property gilt die Öffnung als Perimeter-Kandidat zur fachlichen Prüfung. Bewegungsmelder: fallenmäßig entlang von Fluren/Verkehrswegen (ein Melder je Reichweiten-Abschnitt), schwerpunktmäßig aus Raumecken Richtung Raummitte – die Überwachungsart wird aus Raumzuschnitt und -namen abgeleitet, und je markiertem Raum lässt sie sich in der Raumliste (Räume-Reiter, Auswahl „EMA: Automatisch/fallenmäßig/schwerpunktmäßig“) ausdrücklich vorgeben; die Vorgabe schlägt die Heuristik und wird mit dem Planstand gespeichert. Der Erfassungsbereich jedes Bewegungsmelders wird im Plan angezeigt – Reichweite und Öffnungswinkel kommen aus dem Katalogeintrag des gewählten Typs: Melder mit Blickrichtung als Sektor (die Automatik richtet ihn per Eckmontage aus, manuell gesetzte Melder starten mit Blick Richtung Raummitte), ohne Richtung („Blickrichtung entfernen“) als Vollkreis. Wie beim Erfassungsradius der Rauchmelder endet der Bereich an den Wänden des erkannten bzw. markierten Raums, statt in Nachbarräume zu ragen – ein Vollkreis an der Wand wird so von selbst zum Halbkreis in den Raum. In geknickten (L-förmigen) Gängen werden Melder, die rechnerisch außerhalb des Raums lägen, auf den Raumumriss verschoben; sehr große Räume, die mehr als vier Eckmelder bräuchten, werden als Unterdeckung gemeldet – beides erscheint als Hinweis unter dem Planungsergebnis. Dort stehen auch die Meldebereichs-Hinweise nach VdS 2311 (Meldergruppen über mehr als 5 Räume oder 400 m²) und – bei VdS-Grad-Vorgabe – die benannten offenen Punkte der Grad-Maßnahmen nach DIN VDE 0833-3 (z. B. Verschlussüberwachung), die die Automatik nicht setzen kann.
- 3Manuell verfeinernIm Umschalter auf „Manuell“ stellen: Die Geräteart wählst du am Plan-Symbol („Geräteart zum Setzen · VdS 2135“: MK, IM oder EMZ – die Wahl springt auf ein passendes Katalog-Modell; eine aufklappbare Zeichenübersicht zeigt alle EMA-Sinnbilder der Richtlinie). Doppelklick setzt ein Gerät der gewählten Art, Klick wählt aus, Ziehen verschiebt, Entf löscht. An jedem ausgewählten Bewegungsmelder, dessen Katalogeintrag einen Öffnungswinkel kennt, erscheint zusätzlich ein Ring um das Gerät: Bei gerichteter Öffnung zeigt der hervorgehobene Abschnitt, wohin sie gerade blickt – daran ziehst du, um die Öffnung um das Gerät zu drehen; der Erfassungs-Sektor folgt sofort. Ein manuell gesetzter Bewegungsmelder mit Katalog-Öffnungswinkel startet direkt gerichtet: Der Sektor (z. B. 84° bei den Telenot-Raummeldern) erscheint sofort beim Platzieren und blickt Richtung Raummitte, wenn der Melder in einem erkannten bzw. markierten Raum liegt. Auch ein Melder ohne Richtung (Vollkreis, etwa nach „Blickrichtung entfernen“) trägt den Ring: Der erste Zug daran gibt ihm wieder eine Blickrichtung und macht aus dem Vollkreis den Katalog-Sektor. Die Auswahl-Karte im Panel zeigt Reichweite, Öffnungswinkel und Blickrichtung des gewählten Melders; „Blickrichtung entfernen (Vollkreis)“ setzt ihn auf die ungerichtete Anzeige zurück. Manuell gesetzte Geräte bleiben bei einer erneuten Automatik erhalten. Ein Klick auf ein gesetztes Gerät öffnet – auch ohne diesen Modus – den Reiter „Eigenschaften“ mit Geräteart, Typ, überwachter Öffnung, Sicherungsbereich und Meldergruppe, Reichweite/Öffnungswinkel/Blickrichtung (bei Bewegungsmeldern), Position und Montagehöhe; dort lässt sich das Gerät auch versetzen, umbenennen und löschen.
- 4Stückliste, IFC und Dokumente exportierenAlle EMA-Ausgaben liegen im Export-Dialog der Werkzeugleiste (Gruppe „Einbruchmeldeanlage (EMA)“). Die CSV-Geräteliste führt alle Geräte je Geschoss, Sicherungsbereich und Meldergruppe – zur Übergabe an Errichter und Fachplanung. Daneben steht der IFC-Export für die BIM-Koordination: Magnetkontakte und Bewegungsmelder als IfcSensor (CONTACTSENSOR/MOVEMENTSENSOR), Zentrale und Bedienteil als IfcUnitaryControlElement (ALARMPANEL/CONTROLPANEL), je Bauteil mit der Kennzeichnung „Meldergruppe/Nummer“. „Anlagenbeschreibung (Entwurf)“ erzeugt zusätzlich die Anlage in Textform nach Anhang A der DIN VDE 0833-3 – mit den Projekt-Vorgaben, den offenen Grad-Maßnahmen sowie den Fachplaner-Abschnitten Alarmierung/Intervention und Ferndienste (DIN EN 50710); die von der Norm geforderten Bestätigungen von Errichter, Betreiber und Versicherer bleiben bewusst offene Felder. „Auslegungsbericht (Entwurf)“ ist die Selbstprüfung der automatischen Platzierung als Dokument: Vorgabe und Überwachungsumfang je VdS-Klasse, Öffnungs- und Raumüberwachung je Geschoss, die Auslegung der Zentrale, die offenen Grad-Maßnahmen und die Datenbasis der verwendeten Gerätetypen – ausdrücklich kein Prüf- oder Konformitätsnachweis. „Sicherungskonzept-Fragebogen“ liefert die Entscheidungsvorlage nach 4.4/Anhang B: alle Mindestinhalte als offene Fragen – die Software stellt sie, beantwortet aber keine. „Planungspaket EMA (ZIP)“ bündelt schließlich alles zu einem Dokumentensatz: Deckblatt mit Dokumentenliste und leerem Freigabefeld, Geräteliste, Anlagenbeschreibung, Meldergruppenverzeichnis (CSV und PDF, mit den konkreten Geräten je Gruppe), Sicherungskonzept-Fragebogen, Auslegungsbericht, Anlagenübersicht (Blockdiagramm: Zentrale → Sicherungsbereiche → Meldergruppen, aus derselben Auslegung wie das Verzeichnis) und je Geschoss ein Planblatt – bei kalibriertem Plan mit Originalseite bzw. Vektordaten als maßstäbliches PDF, sonst als Planansicht, die sich ausdrücklich „nicht maßstäblich“ nennt – dazu der Herkunftsnachweis. Ist eine Zentrale platziert, rechnet die Auslegung mit deren Katalog-Kennwerten (Meldergruppen, Gruppen je Erweiterungsmodul). Was im aktuellen Stand nicht erzeugbar ist (etwa Planblätter ohne geladenen Plan), steht benannt auf dem Deckblatt. Der Abschnitt „Platzierte Geräte“ im EMA-Reiter zeigt dieselbe Liste im Panel, mit Sicherungsbereich und Meldergruppe je Gerät.