AutoCAD-DXF: deckungsgleich exportieren, in CAD bearbeiten, zurückholen
Die Fachplanung bekommt Grundrisse meist als DWG und liefert ihre Pläne als DWG/DXF zurück. Der Export „DXF (AutoCAD)“ – im Export-Dialog der Werkzeugleiste („Export öffnen“), Gruppe „Plan & Modell“, als empfohlene DXF-Ausgabe markiert – schreibt die Planung so, dass sie in AutoCAD®, BricsCAD und anderen DWG-Programmen ohne Handarbeit ankommt: bei DWG/DXF-Plänen deckungsgleich in den Einheiten und im Koordinatensystem der Original-Zeichnung, jedes Gerät als Block mit Attributen, alles auf dem Layer-Standard PW_*. Dieselbe Datei kann PlanWerke nach einer Bearbeitung im CAD wieder einlesen und mit dem gespeicherten Planstand abgleichen. Der Dialog nennt die Lage der Datei als Hinweis: „Deckungsgleich zur Original-DWG: Geräte als Blöcke mit Attributen, Räume, Kabel – Layer-Standard PW_*. Einfügen mit Basispunkt 0,0, Faktor 1.“, wenn der Plan einen Koordinatenrahmen hat – bei PDF-Plänen „In Metern, Ursprung links unten: Geräte als Blöcke mit Attributen, Räume, Kabel – Layer-Standard PW_*.“ Die bisherige Ausgabe heißt jetzt „DXF (einfach, R12)“ und bleibt für QCAD und LibreCAD erhalten.
Was die Datei enthält
- Format AC1021 (AutoCAD R2007 und neuer) in UTF-8 – Umlaute und das Malzeichen bleiben erhalten; vollständige Sektionen HEADER ($INSUNITS, $EXTMIN/$EXTMAX), TABLES (Layer, Linientypen, Textstil), BLOCKS, ENTITIES und OBJECTS.
- Brandmelder, eigenständige SAA-Lautsprecher, frei gesetzte Zeichnungssymbole nach VdS 2135 und EMA-Geräte – jedes Gerät als ein Block (INSERT) mit Attributen und erweiterten Daten.
- Kabelverläufe als gestrichelte Polylinien auf PW_Kabel mit Etikett (Kabeltyp, Länge) und CAD-Anmerkungen des Viewers auf PW_Anmerkung.
- Markierte Räume als geschlossene LWPOLYLINE auf PW_Raum mit dem Raumnamen als TEXT; Tür-/Fensteröffnungen auf PW_Oeffnung; Ausgänge ins Freie auf PW_Ausgang.
- Reichweitenkreise: Erfassungsradien D_H der Melder auf PW_Melder_Erfassung, Pegelradien der Lautsprecher auf PW_Lautsprecher_Pegel.
- Den Planungshinweis auf PW_Hinweis und eine Legende der verwendeten Zeichnungssymbole als Block PW_LEGENDE auf PW_Legende, rechts neben der Zeichnungsausdehnung.
Layer-Standard
Alle Objekte liegen auf Layern mit dem Präfix PW_, jeweils mit fester Farbe (AutoCAD-Farbindex) und Linientyp – so greifen Layerfilter, Plotstile und Vorlagen in jeder Zeichnung gleich:
- PW_Melder – Farbe 30 (orange), durchgezogen: Brandmelder (Sinnbild + Kennzeichnung)
- PW_Melder_Erfassung – Farbe 31 (hellorange), durchgezogen: Erfassungsradien D_H der Melder
- PW_Lautsprecher – Farbe 3 (grün), durchgezogen: SAA-Lautsprecher (eigenständig)
- PW_Lautsprecher_Pegel – Farbe 73 (hellgrün), durchgezogen: Pegelradien der Lautsprecher
- PW_Zeichen – Farbe 8 (dunkelgrau), durchgezogen: Frei gesetzte Sinnbilder (Handmelder, FBF, BMZ, Module …)
- PW_Hinweis – Farbe 9 (hellgrau), durchgezogen: Planungshinweis (Haftung)
- PW_EMA – Farbe 6 (magenta), durchgezogen: EMA-Geräte (Magnetkontakte, Bewegungsmelder, EMZ, Bedienteil)
- PW_Kabel – Farbe 1 (rot), gestrichelt (DASHED): Leitungswege (Ringleitungen, Linien) mit Etikett
- PW_Raum – Farbe 4 (cyan), durchgezogen: Markierte Räume als geschlossene Polylinie mit Raumname
- PW_Oeffnung – Farbe 5 (blau), durchgezogen: Markierte Tür-/Fensteröffnungen
- PW_Ausgang – Farbe 3 (grün), durchgezogen: Ausgänge ins Freie
- PW_Anmerkung – Farbe 7 (weiß/schwarz), durchgezogen: Gezeichnete CAD-Geometrie und Texte des Viewers
- PW_Legende – Farbe 7 (weiß/schwarz), durchgezogen: Legende der verwendeten Sinnbilder
- Lebenszyklus-Varianten: Für PW_Melder, PW_Melder_Erfassung, PW_Lautsprecher, PW_Lautsprecher_Pegel und PW_EMA gibt es zusätzlich die Layer mit Zusatz _Bestand (Farbe 8, grau) und _Entfall (Farbe 1, rot) – etwa PW_Melder_Bestand und PW_EMA_Entfall; neu geplante Geräte bleiben auf dem Grundnamen.
Blöcke und Attribute
- Ein Block je Zeichnungssymbol nach VdS 2135, benannt PW_VDS_<Nummer> (z. B. PW_VDS_63). Der Block ist 1 × 1 Zeichnungseinheit groß, sein Basispunkt liegt in der Symbolmitte; im Plan wird er auf die Symbolgröße von 0,36 m skaliert.
- PW_SAA_LS ist der Block für SAA-Lautsprecher – ein PlanWerke-eigenes Zeichen, denn die VdS 2135 kennt kein Lautsprecher-Sinnbild; PW_ZEICHEN ist der Rückfall-Block für Geräte ohne Sinnbild.
- Attribute jedes Geräte-Blocks: PW_ID (PlanWerke-Platzierungs-ID, unsichtbar – nicht ändern), NR (Kennzeichnung, z. B. „100/1“ – das einzige sichtbare Attribut), GRUPPE (Meldergruppe), TYP (Gerätetyp), RAUM, GESCHOSS und STATUS (Neu/Bestand/Entfall). Die unsichtbaren Attribute lassen sich mit DATAEXTRACTION oder EATTEXT tabellarisch auswerten – etwa als Melderliste direkt aus der Zeichnung.
- Jeder INSERT trägt zusätzlich erweiterte Daten (XDATA) unter der registrierten Anwendung PLANWERKE: Platzierungs-ID und Gattung (Melder, Lautsprecher, EMA, Sinnbild). Damit bleibt ein Gerät auch dann zuordenbar, wenn ein Attribut im CAD geleert wurde.
- Die Symbolformen sind schematische Zeichnungen von PlanWerke nach dem Vorbild der VdS 2135 – keine offiziellen VdS-Dateien.
In AutoCAD einfügen
- 1ExportierenIm Viewer „Export öffnen“ → Gruppe „Plan & Modell“ → „DXF (AutoCAD)“. Bei DWG/DXF-Plänen liegt die Datei in den Zeichnungseinheiten und im Ursprung der Original-Zeichnung; bei PDF-Plänen in Metern mit Ursprung links unten.
- 2Als Referenz anhängen oder einfügenIn der Original-DWG den Befehl XREF (Anhängen) oder INSERT ausführen, die DXF wählen und Einfügepunkt 0,0, Faktor 1 und Drehung 0 bestätigen – die Planung liegt deckungsgleich auf dem Grundriss. Alternativ die DXF öffnen und die Objekte mit Basispunkt 0,0 in die Zeichnung kopieren (Kopieren mit Basispunkt → Einfügen an Originalkoordinaten).
- 3PDF-Pläne: Maßstab und Lage von HandEin PDF-Plan hat keine Original-Zeichnung, also auch keinen Koordinatenrahmen. Die Datei liegt in Metern; ist die Zielzeichnung in Millimetern, beim Einfügen Faktor 1000 wählen und anschließend mit Verschieben auf den Grundriss setzen.
- 4WeiterarbeitenGeräte als Blöcke verschieben, löschen oder aus der Symbolbibliothek neue einfügen; den Status über das Attribut STATUS (Neu/Bestand/Entfall) pflegen; Räume als geschlossene Polylinien auf PW_Raum zeichnen. Alles andere – Layerfarben, Plotstil, Beschriftungsstile – ist CAD-Sache.
Zurück nach PlanWerke
- 1Datei wählenDie bearbeitete DWG oder DXF bei geöffnetem Plan in den Viewer laden (Datei-Dialog oder Drag & Drop) oder im Layer-Reiter des Viewers (Karte „Zurück aus AutoCAD®“) „Änderungen aus CAD übernehmen“ wählen und die .dxf/.dwg-Datei auswählen. Enthält die Datei PW_*-Blöcke mit PW_ID, wird sie nicht als weiterer Plan geladen und nicht als Hintergrund gezeichnet, sondern mit dem geöffneten DWG/DXF-Plan abgeglichen – der Dialog nennt diesen Plan. Ist noch kein DWG/DXF-Plan geöffnet, wird die Datei selbst zum Plan und alle Blöcke gelten als neu.
- 2Abgleich prüfenDer Bestätigungsdialog zeigt die Stückzahlen und je Gattung die Listen: unverändert, geändert (verschoben oder Status), im CAD gelöscht und im CAD neu. Auf PW_Raum gezeichnete Räume werden als Räume angeboten. Fehlt eine Gattung in der Datei vollständig – etwa EMA-Geräte, die erst nach dem Export geplant wurden –, ist sie nicht zum Löschen vorausgewählt.
- 3ÜbernehmenMit „Übernehmen“ geht der Stand über den normalen Speicherweg: neue Planstand-Version mit Index, Webhook placements.updated für angebundene Systeme – und Rückgängig im Viewer, falls doch etwas nicht passt.
Voraussetzungen: Der Plan braucht einen Koordinatenrahmen (also einen DWG/DXF-Plan, dessen Original-Zeichnung PlanWerke kennt) und einen bekannten bzw. kalibrierten Maßstab. Fehlt eines davon, erklärt der Dialog, warum nichts übernommen wird. Neue Lautsprecher aus dem CAD brauchen einen im SAA-Panel gewählten Lautsprechertyp; neue Melder erhalten die manuell gesetzte Deckenhöhe des Plans.
Räume aus Layer übernehmen
Unabhängig vom Rückweg lassen sich auf DWG/DXF-Plänen Räume direkt aus der Zeichnung übernehmen: Im Reiter „Räume & Rettungswege“ bieten die Raum-Werkzeuge „Räume aus Layer übernehmen“ an. PlanWerke schlägt Layer vor, deren Name nach einer Raum-Konvention klingt (RAUM, ROOM, AREA, RAUMSTEMPEL, A_RAUM, FLÄCHE …); du kannst aber jeden Layer wählen. Geschlossene Polylinien und Kreise des Layers werden zu Räumen, der Raumname kommt aus einem TEXT/MTEXT innerhalb des Umrisses (auf demselben oder einem Stempel-Layer), der Raumflut-Wächter der automatischen Erkennung greift auch hier. Die Räume landen in der gewohnten Raumliste zum Prüfen, Bearbeiten und Bestätigen. Mehr dazu im Artikel „DWG/DXF-Pläne hochladen“.
Symbolbibliothek
Wer im CAD nach dem PlanWerke-Standard zeichnen möchte, lädt die Symbolbibliothek unter /downloads/planwerke-symbolbibliothek.dxf herunter. Sie enthält alle Blöcke PW_VDS_* mit Attributen, den Lautsprecher- und den Rückfall-Block, alle PW_*-Layer mit Farbe und Linientyp sowie eine Legende mit Nummer, Kurzzeichen und Beschreibung je Block – aber keine Geräte. Über INSERT oder das DesignCenter lassen sich die Blöcke in jede Zeichnung übernehmen; ein so gesetzter Block liest sich beim Rückweg wie ein Export von PlanWerke. Die Datei ist ein von PlanWerke erstellter Zeichnungssymbol-Satz nach VdS 2135, keine offizielle VdS-Datei; die Symbolformen sind schematische Darstellungen von PlanWerke.
Grenzen
- Beim Rückweg werden nur Objekte des Modellbereichs gelesen; Objekte im Papierbereich (Layouts) bleiben unberücksichtigt.
- Blöcke, die in anderen Blöcken verschachtelt sind (etwa innerhalb der Legende), werden nicht als Geräte gelesen.
- Höchstens 20 000 Blöcke und 5 000 Räume je Datei werden eingelesen; darüber meldet der Dialog die Kürzung.
- Außer STATUS – und NR bei neuen Blöcken – werden Attributänderungen aus dem CAD nicht zurückgeschrieben; Typ, Raum und Geschoss pflegt PlanWerke aus dem Planstand.
- Neue Lautsprecher aus dem CAD brauchen einen Lautsprechertyp im SAA-Panel; neue Melder bekommen die manuelle Deckenhöhe des Plans.
- PDF-Pläne haben keinen Koordinatenrahmen: Export in Metern mit Ursprung links unten, kein Rückweg.
- Die Dateien wurden mit ezdxf (Audit ohne Fehler) und dxf-parser geprüft; eine Prüfung in AutoCAD selbst war intern mangels Lizenz nicht möglich. Rückmeldungen aus der Praxis sind willkommen.