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Prüfen im Viewer: Norm-Befunde und TAB-Abstimmung

Normen & Prüfung · 4 Min · Aktualisiert 14. Oktober 2026

Rechts in der Icon-Schiene des Viewers gibt es den Reiter „Prüfen“ (Häkchen-Dokument, unterhalb der Gewerke). Er sammelt, was der Viewer ohnehin laufend prüft, an einer Stelle – vorher waren die Befunde über mehrere Panels verteilt. Der Schritt „Prüfen“ in der Ablauf-Leiste und die Pill „Prüfen“ rechts in der Werkzeugleiste führen ebenfalls dorthin.

Die Ampel in der Werkzeugleiste

  • Rot: mindestens ein Norm-Fehler – z. B. ein Raum, dessen Auslegung nicht erfüllt ist, eine doppelt vergebene Meldernummer oder eine unzureichende Wandmontage (DIN 14676-1 Anhang B).
  • Gelb: Norm-Hinweise – prüfwürdig, aber Ermessen der Fachplanung (z. B. fehlende Raumhöhe mit Annahme, übersprungene Räume, Kollisionen zwischen Modellen).
  • Blau: keine Norm-Befunde, aber offene TAB-Abstimmungspunkte – die gibt es praktisch immer, solange eine TAB zugeordnet ist.
  • Grau: weder Befunde noch TAB-Zuordnung.

Abschnitt „Norm-Prüfung“

Die Zeilen sind dieselbe Bewertung, die auch der Validierungsbericht ausgibt – der Reiter rechnet nichts neu, er ordnet nur zu. Rote Zeilen sind objektive Norm-Verstöße, gelbe sind Hinweise. Jede Raum-Zeile nennt den Grund: „Unter DIN-Minimum: 2 von 3 Meldern gesetzt“ oder die Abdeckung in Prozent – unter 99 % der Raumfläche im Erfassungsradius D_H ist ein Fehler, knapp unter 99,9 % ein Hinweis („Melderlage prüfen“). Ein Etikett wie „Neu geplant“ oder „Bestand“ ist dagegen nie der Grund – es beschreibt nur den Lebenszyklus des Raums. Wo möglich, springt „Zeigen“ direkt zum betroffenen Gerät oder in den passenden Reiter (Räume, Kollisionen). Der vollständige Bericht bleibt über „Validierungsbericht öffnen“ erreichbar.

Befunde zur Kenntnis nehmen

Manchen Befund lässt die Fachplanung bewusst stehen – etwa einen Flur mit 99,6 % Abdeckung, der so bleibt, oder eine Nummer, die erst am Ende neu vergeben wird. Damit Ampel und Zähler nicht dauerhaft rot oder gelb bleiben, trägt jeder offene Befund den Knopf „Zur Kenntnis“. Er verschiebt den Befund in den Abschnitt „Zur Kenntnis genommen“ (mit Datum); dort bringt ihn „Wieder öffnen“ zurück. Ampel in der Werkzeugleiste, Zähler an der Icon-Schiene und der Prüf-Stand je Geschoss lassen zur Kenntnis genommene Befunde aus. Verschwindet ein Befund, weil er behoben ist, verschwindet er auch aus der Liste – taucht er später wieder auf, gilt die Kenntnisnahme weiter.

Zur Kenntnis nehmen heißt nicht „erfüllt“: Der Befund bleibt ein Befund und steht unverändert im Validierungsbericht und in der Objekt-Ansicht des Melders. Die Kenntnisnahme wird je Projekt in diesem Browser gemerkt – Teammitglieder und andere Geräte sehen sie nicht; in der Nur-Lese-Freigabe gibt es die Knöpfe nicht.

Abschnitt „TAB-Abstimmung“

Ist dem Projekt im Planungsumfang eine TAB aus dem Katalog zugeordnet, listet der Abschnitt deren Festlegungen als Abstimmungspunkte – gruppiert nach Wirkung: Platzierung (z. B. Meldergruppen-Konventionen), Zentralen-Peripherie (FBF/FAT/FSD, Blitzleuchte, Aufschaltung), Ausgabe & Dokumente (Laufkarten, Feuerwehrplan) und „Zur Kenntnis“ (Instandhaltung, Kosten). Jeder Punkt trägt den Seitenbeleg; als unsicher ausgewertete Punkte und OCR-Quellen sind gekennzeichnet, ausdrücklich nicht geregelte Themen stehen als eigene Liste.

Widerspricht ein ausdrücklich gesetzter Planungswert einer belegten TAB-Angabe, erscheint zusätzlich ein gelber Abweichungs-Hinweis mit Fundstelle. Verglichen werden fünf Angaben: die größte Zahl automatischer Melder je Meldergruppe (aus den im Plan vergebenen Gruppen) sowie Blitzleuchten-Farbe, FSD-Typ, Laufkarten-Format und Laufkarten-Ausfertigung aus dem Planungsumfang (BMA → Einrichtungen für die Feuerwehr und Laufkarten). Der Hinweis lautet etwa „FSD 2 statt FSD 3“ oder „Laufkarten in DIN A4 statt DIN A3“; er stellt eine Inkonsistenz zweier Projektangaben fest („kein Normverstoß – mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen“) und wird nie als Fehler gewertet. Verglichen wird nur gegen ausdrücklich gesetzte Werte, nie gegen Annahmen – Obergrenzen („Laufkarten höchstens DIN A3“) melden nur eine Überschreitung, Untergrenzen („mindestens zweifach“) nur eine Unterschreitung, mehr Ausfertigungen als gefordert sind keine Abweichung.

Fehlt zu einer belegten TAB-Angabe die Projektangabe, sagt der Abschnitt das in einer eigenen Zeile („Nicht verglichen (keine Projektangabe): FSD-Typ, Laufkarten-Format“) – damit „keine Abweichung“ nie mit „passt“ verwechselt wird. Der Projekt-Steckbrief oben im Reiter zeigt die gesetzten Feuerwehr-Angaben als Zeile „Feuerwehr“. TAB-Festlegungen, die ihren Wert nur beispielhaft oder als Sonderfall nennen (etwa „max. 3 Melder je Gruppe im Treppenraum“ oder „ein konkretes Format wird nicht genannt (z. B. A3)“), werden bewusst nicht als Vorgabe gelesen und lösen keinen Hinweis aus.

TAB-Punkte sind bewusst nie rot oder grün: Sie sind Vorschläge zur Prüfung, keine Pass/Fail-Befunde. Ob eine Anschlussbedingung erfüllt ist, kann nur die zuständige Brandschutzdienststelle bestätigen – die Abstimmung bleibt Aufgabe der Fachplanung. Auch „keine TAB im Katalog“ heißt nicht, dass keine Anforderungen bestehen.
  • Ohne TAB-Zuordnung bietet der Abschnitt den Sprung in den Planungsumfang an – dort wird die TAB aus dem Kreis des Standorts vorgeschlagen oder per Suche gewählt.
  • Die Festlegungen werden erst beim Öffnen des Reiters geladen – der Katalog belastet den Viewer sonst nicht.
  • Fällt ein zugeordnetes Dokument bei einer Katalog-Aktualisierung weg, sagt der Reiter das („neu zuordnen“) statt still eine andere Ausgabe zu verwenden.
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