Zum Inhalt springen

Lautsprecher platzieren & Heatmap lesen

Sprachalarm (SAA) · 5 Min · Aktualisiert 07. August 2026

Im interaktiven Planer stellst du Raum, Lautsprecher-Typ und Zielwerte ein und platzierst Lautsprecher per Klick – oder automatisch im Raster.

  • Lautsprecher-Katalog: generische Decken-, Wand- und Hornlautsprecher mit Kennwerten, plus Hersteller-Platzhalter.
  • Pegel als Canvas-Heatmap mit dB-Legende und min/mittel/max.
  • Abdeckungsgrad und Überlast-Markierung werden direkt angezeigt.

Auf einem Plan im Viewer (SSA-Panel)

Direkt im 3D/2D-Viewer folgt das Sprachalarm-Panel demselben geführten Ablauf wie die Rauchmelder – die Ablaufleiste unter der Werkzeugleiste führt (Maßstab → Räume → Geräte setzen); fehlen Maßstab oder Räume, zeigt das Panel die beiden Voraussetzungen als Hinweis („Länge kalibrieren“ bzw. „Räume öffnen“ in den Räume-Reiter). Es ist genauso aufgebaut wie das BMA-Panel: der Bestand als eine Zeile mit den Bauform-Symbolen (Signalgeber nach VdS 2135, Decke/Wand) samt Stückzahl und Zonen, darunter die Platzier-Palette „Hersteller → Bauteil“ – Chips wählen den Hersteller aus dem Lautsprecher-Katalog, die Kartenliste den Typ (mit Bauform-Symbol, Leistung und Kennempfindlichkeit); die Wahl schaltet das Setzen scharf, „Platzieren beenden“ am unteren Rand beendet es. Der Versorgungsradius steht bei den Kennwerten des gewählten Typs. Beschallungszonen, die Liste der platzierten Lautsprecher und der Export liegen in Aufklapp-Abschnitten; Pegel-Konflikt und doppelte Priorität stehen direkt an der betroffenen Zone. Die Räume sind mit der BMA-Planung geteilt – einmal markiert, gelten sie für beide Gewerke.

Der blaue Versorgungskreis eines Lautsprechers wird – genau wie der Erfassungsradius der Rauchmelder – am Raumumriss abgeschnitten: Statt durch eine Wand in den Nachbarraum zu ragen, knickt er an ihr nach innen. Das setzt einen erkannten Raum voraus (Schritt „Räume“); ohne Raumbindung bleibt es ein voller Kreis.
Montageort Wand: Wähle einen platzierten Lautsprecher aus und stelle ihn im SSA-Panel auf „Wand“ (Wand-Bauformen aus dem Katalog setzen das automatisch). Er hängt sich an die nächste Wand und strahlt als Halbkreis in den Raum – nicht mehr als voller Kreis durch die Wand. Das klappt auch ohne markierten Raum: Er klemmt sich an die nächste erkannte Raumkante oder DXF/PDF-Wandlinie in Reichweite (bis ~4 m). Die Pegel-Heatmap und der Prüfbericht rechnen im Halbraum (hinter der Wand kommt nichts an) und setzen eine realistische Wand-Montagehöhe (~2,3 m) an statt der Deckenhöhe. Beim Verschieben bleibt er an der Wand und richtet sich neu aus; sein 3D-Symbol zeigt die Membran waagerecht in Abstrahlrichtung. „Decke“ stellt den vollen Kreis wieder her.
Auswählen per Klick: Ein Klick auf das Symbol eines Lautsprechers (oder Melders bzw. EMA-Geräts) wählt ihn jederzeit aus – auch ohne aktiven Bearbeiten-Modus – und öffnet rechts den Reiter „Eigenschaften“ mit der Objekt-Ansicht: Typ, Montageart und -höhe, Beschallungszone und 100-V-Linie, Position sowie Herkunft (automatisch oder manuell gesetzt). Von dort lässt sich der Lautsprecher auch versetzen (Koordinaten eingeben oder auf Ziehen umschalten), sein Typ und seine Nummer ändern oder er löschen – ohne vorher „manuell platzieren“ einzuschalten. Das SSA-Panel behält Liste, Automatik, Auswertung und Export.
Auch auf PDF-Plänen platziert der Sprachalarm automatisch, sobald du im Schritt „Räume“ Räume festgelegt hast („Räume automatisch erkennen“ oder „Raum zeichnen“). Platzieren ist – wie bei den Meldern – erst nach Maßstab und Räumen möglich.
Ist am Projekt noch keine Normgrundlage hinterlegt, fragt PlanWerke sie vor der ersten automatischen Platzierung kurz ab – sie setzt Mindestpegel und Abstand über dem Umgebungsgeräusch. Vorbelegt ist DIN VDE 0833-4 (Brandfall), auf Wunsch wird die Auswahl am Projekt gemerkt. Details: „Planungsumfang festlegen“.

Beschallungszonen, Prioritäten & 100-V-Linien

Unter „Beschallungszonen“ legst du im SSA-Panel Zonen an (z. B. „Verkauf EG“, „Lager“, „Ruhebereich OG“): je Zone Name, Signalart (nur Alarm, nur Durchsage oder beides), eine Priorität für konkurrierende Durchsagen (höher gewinnt – doppelt vergebene Prioritäten meldet das Panel als mehrdeutig) sowie optional die Kennzeichnung „Ruhebereich“ und eine eigene Pegel-Obergrenze. Einen platzierten Lautsprecher ordnest du im Modus „manuell platzieren“ über seine Auswahl einer Zone und einer 100-V-Verstärkerlinie (1–8) zu; Zonen und Zuordnungen werden mit den Platzierungen im Projekt gespeichert. Der Akustik-Prüfbericht wertet jede Zone einzeln gegen ihre Zielwerte aus und zeigt die Leistungsbilanz je Linie samt Überlast-Prüfung.

Sicherheit vor Komfort: Eine Pegel-Obergrenze (etwa für Schlaf- und Ruhebereiche) senkt nie automatisch den für die Alarmierung nötigen Mindestpegel. Liegt die Obergrenze unter dem wirksamen Mindestpegel, melden Panel und Prüfbericht den Konflikt – die Auflösung bleibt eine fachplanerische Entscheidung.
Die automatische Lautsprecher-Platzierung ist eine Premium-Funktion – während der SAA-Beta ohnehin in allen Tarifen frei, danach im kostenlosen Projekt (dem ältesten, im Dashboard „Premium frei“) und im Pro-Tarif. Auf den mitgelieferten Beispielen – „Beispielmodell laden“ öffnet den ersten Test-Grundriss, der Pfeil daneben die ganze Liste samt der IFC-Modelle Holzhaus, Hochhaus und Denkmal – ist sie zum Ausprobieren freigeschaltet.
Auch im eigenständigen Planer (/app/sprachalarm, rechteckiger Raum) wirkt die Bauform jetzt: Wand-, Horn- und Säulenlautsprecher werden als Wandmontage gerechnet und versorgen nur einen Halbkreis, während Deckenlautsprecher rund abstrahlen. Neu gesetzte Wandlautsprecher richten sich automatisch von der nächsten Wand weg ins Rauminnere aus (ein Pfeil im Plan zeigt die Achse); die Ausrichtung lässt sich für den ausgewählten Lautsprecher im Feld „Ausrichtung (Wandmontage)“ ändern. Heatmap und Auswertung rechnen im Halbraum mit einer realistischen Wand-Montagehöhe (~2,3 m).
Woher die Kennwerte stammen, weist der Akustik-Prüfbericht seit Neuestem selbst aus: Der Abschnitt „Datenbasis der Lautsprecher“ listet je verwendetem Typ, ob Polardiagramm (breitband und je Oktavband) und Frequenzgang aus dem Datenblatt gepflegt sind oder ob mit generischen Richtwerten der Bauform gerechnet wurde. Der Prüfpunkt „Richtcharakteristik aus Produktdaten (EN 54-24)“ in der Norm-Checkliste besteht nur, wenn für alle verwendeten Typen ein gemessenes Polardiagramm vorliegt – die Berechnung selbst ändert sich dadurch nicht.
Eigene Lautsprecher-Typen pflegst du unter /app/katalog (loudspeaker_models). Neben den EN-54-24-Datenblattfeldern und dem Frequenzgang lässt sich dort jetzt auch die gemessene Richtcharakteristik hinterlegen: ein Breitband-Polardiagramm als Stützstellen „Winkel:Dämpfung“ (z. B. „0:0 30:2 60:6 90:12 180:24“) und – über die Option „Volle Polardiagramme je Oktavband pflegen“ – ein eigenes Diagramm je Oktavband (125 Hz bis 8 kHz, leere Bänder nutzen die generische Bündelung). Das Breitband-Diagramm ersetzt in der Heatmap die vereinfachte Näherung aus dem Öffnungswinkel; die Band-Diagramme wirken im Modus „Frequenzabhängig rechnen“. Bitte nur echte Datenblatt-/Messwerte eintragen – erfundene Kurven verfälschen den Nachweis.
War das hilfreich?