Maßstab kalibrieren
Stimmt der Maßstab nicht (PDF generell, DXF/DWG bei fehlenden Einheiten), kalibrierst du ihn über zwei Punkte mit bekannter realer Länge. Es ist der erste Schritt im geführten Ablauf: Die Ablaufleiste unter der Werkzeugleiste zeigt „Maßstab“ als anstehenden Schritt („Kalibrieren“ startet direkt), und die Fachplanungs-Panels (BMA, Sprachalarm, EMA) zeigen bei fehlendem Maßstab den Voraussetzungen-Hinweis mit „Länge kalibrieren“. Außerdem geht es im Mess-Panel und direkt beim Messen.
Beim Messen erkennt der Viewer, wenn noch kein gesicherter Maßstab vorliegt: In der Mess-Werkzeugleiste erscheint dann „Kein Maßstab – Länge kalibrieren“. Ein Klick startet den geführten Ablauf direkt auf der Zeichenfläche; nach dem Übernehmen geht es automatisch zurück ins Messwerkzeug.
- 1Kalibrierung startenIm BMA-/Sprachalarm-Panel ganz oben unter „Maßstab“ auf „Länge kalibrieren“ – oder beim Messen auf „Kein Maßstab – Länge kalibrieren“ klicken.
- 2Strecke abgreifenZwei Punkte mit bekannter realer Länge im Plan anklicken – beide auf der Planfläche selbst und bei mehrseitigen PDFs auf derselben Seite. Ein Klick daneben zählt nicht als Punkt; die Leiste sagt dann, was fehlt.
- 3Länge eingebenDie reale Länge (in Metern) eintragen – alles skaliert sich entsprechend.
Lädst du ein mehrseitiges PDF in ein Cloud-Projekt hoch, legt PlanWerke daraus je Seite einen eigenen Plan an („Gebäude.pdf – Seite 2“) – die Datei selbst wird nur einmal gespeichert und zählt auch nur einmal auf den Speicherplatz. Jede Seite trägt damit ihren eigenen Maßstab, ihre eigenen Räume und ihre eigenen Geräte. Blätter mit unterschiedlichem Maßstab (Grundriss 1:100 + Detail 1:50) sind so kein Sonderfall mehr: Du kalibrierst jede Seite einzeln, ohne die anderen zu verstellen. In der Geschossliste des Anlagenplaners erscheint jede Seite als eigenes Geschoss.
Öffnest du ein mehrseitiges PDF dagegen direkt im Viewer, ohne es in ein Projekt hochzuladen, liegen alle Blätter wie bisher nebeneinander – dann gilt ein Maßstab für das ganze Dokument. Die Kalibrier-Leiste zeigt in diesem Fall, auf welcher Seite die Referenzstrecke liegt („Seite 2“), und nimmt nur Punkte auf genau dieser Seite an: Eine Strecke quer über die Lücke zwischen zwei Seiten hätte keine reale Länge. Kalibrierst du später auf einer ANDEREN Seite und ergibt sich dort ein spürbar anderer Maßstab, fragt PlanWerke vor dem Übernehmen nach und nennt beide Blätter samt Abweichung in Prozent – sonst würde das zuerst kalibrierte Blatt stillschweigend mit umskaliert. Lade solche Dokumente ins Projekt hoch, dann bekommt jede Seite ihren eigenen Maßstab. Auf derselben Seite erneut zu kalibrieren ist dagegen eine normale Korrektur und löst keinen Hinweis aus.
Der kalibrierte Maßstab bleibt nach dem erneuten Öffnen erhalten: Er wird am Plan im Projekt gespeichert und beim nächsten Laden automatisch wieder angewandt. Ein einmal kalibrierter Plan muss also nicht erneut kalibriert werden, und gesetzte Melder, Lautsprecher und markierte Räume sitzen beim Wiederöffnen an derselben Stelle wie zuvor.
Klappt das Speichern des Maßstabs nicht, versucht PlanWerke es erneut und hält dich im Plan fest, bis es durch ist. Fehlt der Umgebung die zugehörige Datenbank-Erweiterung, ist der Maßstab dort dauerhaft nicht speicherbar – dann sagt PlanWerke das ausdrücklich im rechten Panel, statt es stillschweigend zu übergehen: Der Plan startet beim nächsten Öffnen unkalibriert, und alles Platzierte säße relativ dazu versetzt.