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VdS 2311EMA5 Min. Lesezeit · Stand 2026-08

EMA-Meldergruppen richtig schneiden: die Regeln der VdS 2311

Damit im Alarmfall sofort erkennbar ist, wo ausgelöst wurde, gliedert sich eine Einbruchmeldeanlage in Sicherungsbereiche, Meldebereiche und Meldergruppen. Die VdS 2311 zieht dafür klare Obergrenzen – wer sie beim Schneiden der Gruppen beachtet, spart sich späteren Umbau.

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Drei Ebenen: Sicherungsbereich, Meldebereich, Meldergruppe

Der Sicherungsbereich ist der scharfschaltbare Bereich der Anlage (z. B. eine Betriebsstätte oder ein Gebäudeteil mit eigener Schalteinrichtung). Er gliedert sich in Meldebereiche, die im Alarmfall die räumliche Zuordnung liefern; die Meldergruppe fasst die Melder zusammen, die gemeinsam an der Zentrale angezeigt werden. Je feiner geschnitten wird, desto schneller lässt sich ein Alarm verorten – und desto leichter fällt die Instandhaltung.

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Die Obergrenzen der VdS 2311

  • Höchstens 20 Melder je Meldergruppe (7.4.3) – in der Praxis werden Gruppen deutlich kleiner geschnitten, oft 8 oder weniger.
  • Ein Meldebereich erstreckt sich über ein Geschoss (7.4.2).
  • Mehrere Räume in einem Meldebereich nur, wenn es höchstens 5 unmittelbar benachbarte Räume sind und ihre Gesamtfläche 400 m² nicht überschreitet (7.4.2).
  • Überfallmelder gehören in eigene Gruppen und lösen grundsätzlich Fernalarm aus – nie gemischt mit Einbruchmeldern.
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Praxis: nach Fassade, Nutzung und Geschoss schneiden

Bewährt ist die Trennung nach Überwachungsaufgabe: Öffnungsüberwachung (Magnetkontakte) getrennt von Raumüberwachung (Bewegungsmelder), je Geschoss und je zusammenhängender Zone. So bleibt eine ausgelöste Gruppe eindeutig interpretierbar („MK Fassade Süd EG“ statt „irgendwo im Haus“) – und die Grenzen der VdS 2311 werden fast von selbst eingehalten.

Die Nachbarschaft von Räumen und die Bereichsgrenzen kann keine Software abschließend beurteilen – die automatische Gruppenbildung ist ein Vorschlag, den die Fachplanung gegen Grundriss und Nutzung prüft. VdS-Klassen und EN-50131-Grade sind zudem nur bedingt vergleichbar (VdS 2311, 4.1.2).

Planungsorientierung: Alle Werte folgen den Vorgaben der genannten Normen und dienen der normorientierten Planung. Ergebnisse sind Planungsunterlagen zur fachplanerischen Prüfung – keine Konformitäts- oder Abnahmeaussage.

Häufige Fragen

Wie viele Melder dürfen in eine EMA-Meldergruppe?

Nach VdS 2311 höchstens 20 (Abschnitt 7.4.3). Kleinere Gruppen sind üblich und erleichtern die Alarmverortung – eine verbreitete Praxis-Voreinstellung liegt bei 8 Meldern je Gruppe.

Darf ein Meldebereich über mehrere Geschosse gehen?

Nein – ein Meldebereich erstreckt sich über ein Geschoss. Mehrere Räume sind nur zusammengefasst zulässig, wenn sie unmittelbar benachbart sind, es höchstens fünf sind und die Gesamtfläche 400 m² nicht übersteigt.

Gehören Überfalltaster in dieselbe Gruppe wie Magnetkontakte?

Nein. Überfallmelder bilden eigene Meldergruppen mit eigener Alarmierungslogik (Fernalarm, keine örtliche Signalisierung) und bleiben von der Einbruchüberwachung getrennt.

Diese Regeln, automatisch angewendet — auf Ihrem Plan.

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