Zum Inhalt springen
Viewer öffnenkostenlos
DIN VDE 0833-2BMA6 Min. Lesezeit · Stand 2026-08

Meldebereiche und Meldergruppen der BMA nach DIN VDE 0833-2

Die Gliederung in Meldebereiche und Meldergruppen entscheidet, wie schnell ein ausgelöster Melder gefunden wird – auf der Laufkarte, am FAT und im Alarmfall vor Ort. Die DIN VDE 0833-2 setzt dafür harte Obergrenzen und verlangt für einige Melder eigene Gruppen.

01

Vom Sicherungsbereich zur Meldergruppe

Der Sicherungsbereich der Anlage wird in Meldebereiche unterteilt; ein Meldebereich kann mehrere Meldergruppen umfassen. Ein Meldebereich erstreckt sich grundsätzlich über ein Geschoss (Ausnahmen: Treppenräume, Schächte und turmartige Aufbauten als je eigene Bereiche), überschreitet keinen Brandabschnitt und bleibt ≤ 1 600 m².

02

Obergrenzen je Meldergruppe

  • Höchstens 32 punktförmige automatische Melder je Gruppe – oder 10 Handfeuermelder; automatische Melder und Handfeuermelder immer in getrennten Gruppen.
  • Mehrere Räume in einer Gruppe nur, wenn sie unmittelbar benachbart sind, es höchstens 5 Räume sind und die Gesamtfläche 400 m² nicht übersteigt (bis 1 000 m² nur mit Melderparallelanzeigen an den Zugängen).
  • Eigene Gruppen für Melder in Zwischendecken, Doppelböden und Kabelkanälen sowie für linienförmige Melder, Melder in Lüftungsanlagen und Melder für Feuerschutzabschlüsse.
03

Warum die Trennung wichtig ist

Alle Grenzen dienen demselben Ziel: Eine ausgelöste Gruppe muss den Einsatzort eindeutig eingrenzen. Ein Melder im Hohlraum über der abgehängten Decke ist vor Ort unsichtbar – steht er in derselben Gruppe wie die Raummelder, sucht der Trupp an der falschen Stelle. Deshalb kennzeichnet die Planung Zwischendecken-Melder als eigene Gruppen (in PlanWerke mit dem Präfix „ZD“ vor der ganzen Kennzeichnung, z. B. ZD 3001/1).

Das Nummernschema der Gruppen (Geschossblöcke, Nummernkreise) ist keine Normvorgabe, sondern Planungspraxis – häufig konkretisieren es die TAB der Brandschutzdienststelle.

Planungsorientierung: Alle Werte folgen den Vorgaben der genannten Normen und dienen der normorientierten Planung. Ergebnisse sind Planungsunterlagen zur fachplanerischen Prüfung – keine Konformitäts- oder Abnahmeaussage.

Häufige Fragen

Wie viele Melder passen in eine BMA-Meldergruppe?

Höchstens 32 punktförmige automatische Melder – Handfeuermelder bilden eigene Gruppen mit höchstens 10 Stück. Die Raumregeln (5 Räume, 400 m²) begrenzen zusätzlich.

Dürfen Melder aus zwei Geschossen in eine Gruppe?

Nein – eine Meldergruppe enthält nur Melder eines Meldebereichs, und ein Meldebereich erstreckt sich grundsätzlich über ein Geschoss (Sonderfälle wie Treppenräume bilden eigene Bereiche).

Warum brauchen Zwischendecken-Melder eine eigene Gruppe?

Weil sie vor Ort unsichtbar sind: Nur mit eigener Gruppe zeigt die Erstinformation eindeutig, dass im Hohlraum – nicht im Raum darunter – ausgelöst wurde.

Diese Regeln, automatisch angewendet — auf Ihrem Plan.

Kein Account erforderlich · läuft komplett lokal im Browser