Landkreis Göppingen
QUELLE · TAB Landratsamt Göppingen, Kreisbrandmeister (Landkreis Göppingen) – Ausgabestand 2022-02-14
Festlegungen nach Thema
AufschaltungAufschaltung zur Integrierten Leitstelle Göppingen (ILS) ist für behördlich geforderte BMA verpflichtend; eine Aufschaltung über private Sicherheitseinrichtungen mit verbaler Übertragung ist für diese Anlagen nicht zulässig. Freiwillig betriebene Anlagen können ebenfalls aufgeschaltet werden, ohne Rechtsanspruch. Die Aufschaltung darf erst nach Abnahme durch einen autorisierten Vertreter der örtlichen Feuerwehr erfolgen.S. 2 · 2022
AlarmempfangsstelleZuständige Alarmempfangsstelle ist die Integrierte Leitstelle (ILS) Göppingen. Die Empfangseinrichtung wird von der Firma Bosch Sicherheitssysteme GmbH betrieben und ist direkt mit dem Einsatzleitsystem der ILS verbunden.S. 2, 7 · 2022
ÜbertragungseinrichtungDie Übertragung muss nach dem Zwei-Wege-Prinzip erfolgen: erster Weg über DSL-Festnetz, zweiter Weg über Mobilfunk, jeweils digital über eine Clearingstelle der Firma Bosch Sicherheitssysteme GmbH. In Ausnahmefällen ohne DSL können zwei Mobilfunkwege über verschiedene Anbieter eingesetzt werden, genehmigungspflichtig durch die Kreisbrandmeisterstelle. Das Übertragungsgerät muss von Bosch Sicherheitssysteme GmbH stammen.S. 6, 7 · 2022
Feuerwehrzugang / Standort BMZDas FIZ muss auf der Ebene des Feuerwehrzugangs liegen und von diesem höchstens 5 m (maximal 10 m) entfernt sein. Der Weg vom Eingang bis zum FIZ ist mit Hinweisschildern nach DIN 4066 mit der Aufschrift 'FIZ' zu kennzeichnen.S. 5 · 2022
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Feuerwehr-InformationszentraleDas FIZ (ehemals BMZ) ist im Eingangsbereich des Gebäudes anzubringen, möglichst in einem ständig besetzten Raum, nahe dem Feuerwehrzugang. Der Standort ist bereits in der Planungsphase in Abstimmung mit der örtlichen Feuerwehr festzulegen. Das FIZ muss sich auf der Ebene des Feuerwehrzugangs befinden und von diesem höchstens 5 m (maximal 10 m) entfernt sein; maximal zwei Türen dürfen sich dazwischen befinden. Der Aufstellungsort ist durch automatische Brandmelder zu überwachen.S. 5 · 2022
Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Ein Feuerwehrbedienfeld nach DIN 14661 ist in das FIZ zu integrieren.S. 5 · 2022
Feuerwehr-SchlüsseldepotEs ist ein VdS-zugelassenes FSD der Klasse 3 gemäss VdS 2105 einzubauen. Die zweite Verriegelung ist mit einer Feuerwehrschließung (Schließung [1], Fabrikat Kruse, Umstellschloss) auszuführen. Ein Manipulations- oder Diebstahlalarm am FSD wird nicht an die ILS weitergeleitet, sondern an die Sicherheitszentrale von Bosch. Kosten für Zylinder und FSD trägt der Objektbetreiber oder die Errichterfirma.S. 4, 5 · 2022
FreischaltelementDas FSE muss der VdS-Zulassungsnummer G 192034 (Typ Kruse, Fa. Kruse Sicherheitssysteme GmbH & Co. KG) entsprechen. Es ist gut zugänglich in unmittelbarer Nähe des FSD einzubauen. Die Betätigung erfordert Schließung [2], die nur die örtliche Feuerwehr besitzt. Betätigung löst Alarm an die ILS und die erste FSD-Verriegelung aus.S. 5 · 2022
BlitzleuchteDer äußere Zugang zum FIZ ist durch mindestens eine Blitzleuchte (bei Bedarf mehrere) kenntlich zu machen. Diese wird bei Ansteuerung der Übertragungseinrichtung automatisch aktiviert.S. 5 · 2022
MeldergruppenFür das gesamte Objekt ist ein Meldergruppenverzeichnis zu erstellen, das bei der BMA und beim FIZ vorzuhalten ist. Anforderungen an Anzahl und Art der Melder sowie Meldergruppeneinteilung richten sich nach DIN VDE 0833 und DIN 14675.S. 3, 6 · 2022
Laufkarten – FormatFeuerwehr-Laufkarten sind einheitlich im Format DIN A3 zu fertigen, gefaltet auf DIN A4. Sie können gemäss DIN 14675 oder alternativ nach dem in der Richtlinie dargestellten Beispiel ausgeführt werden.S. 9, 10 · 2022
Laufkarten – Anzahl und AblageLaufkarten sind zweifach vorzuhalten: ein Exemplar beim FIZ und ein Exemplar für die örtliche Feuerwehr. Auf den zweiten Satz kann in Abstimmung mit der örtlichen Feuerwehr verzichtet werden; gegebenenfalls verlangen die Feuerwehren die Laufkarten auch in elektronischer Form. Das Abnahmeprotokoll nennt zusätzlich eine PDF-Version.S. 3, 8 · 2022
Abnahme und AbstimmungVor der Aufschaltung ist eine Abnahme durch einen autorisierten Vertreter der örtlichen Feuerwehr (i. d. R. Feuerwehrkommandant) erforderlich; dabei wird nur das Vorhandensein der Komponenten geprüft, nicht die technische Funktion. Die Errichterfirma muss bei der Abnahme ein Abnahme- und Inbetriebsetzungsprotokoll gemäss DIN 14675 und DIN VDE 0833 vorlegen. Ausnahmen sind nur nach Rücksprache mit dem Kreisbrandmeister und zeitlich befristet möglich.S. 2, 3, 4, 8 · 2022
InstandhaltungFür die BMA muss ein Wartungsvertrag mit einer nach DIN 14675 zertifizierten Fachfirma bestehen. Eine Kündigung ist Bosch Sicherheitssysteme GmbH und der örtlichen Feuerwehr schriftlich mitzuteilen. Besteht länger als 3 Monate kein Wartungsvertrag, ist das dem zuständigen Baurechtsamt zu melden. Wartungsarbeiten und Revisionen sind direkt mit der Clearingstelle von Bosch abzustimmen; die ILS kann keine Revisionen durchführen.S. 6 · 2022
SonstigesBetriebsbuch: Bei der BMA und ggf. beim FIZ ist ein fortlaufend zu führendes Betriebsbuch vorzuhalten, in das alle Unterbrechungen und Abschaltungen einzutragen sind. Ausserdem ist eine Benachrichtigungsliste für Alarmfälle zweifach (bei BMZ und bei der ILS) bereitzustellen.S. 3, 6 · 2022
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Landratsamt Göppingen – untere Baurechtsbehörde (§ 46 Abs. 1 Nr. 3 LBO BW)
Kreisbrandmeister:in beim Landratsamt Göppingen – feuerwehrtechnische Angelegenheiten (§§ 23–24 FwG BW)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
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