Stadtkreis Ulm
QUELLE · TAB Stadt Ulm, Feuerwehr und Katastrophenschutz (Ulm) – Ausgabestand 2019-10-01
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDer Anschluss einer BMA erfolgt ueber eine Uebertragungseinrichtung an die Alarmuebertragungsanlage, die auf Grundlage eines Providervertrags fuer die Integrierte Leitstelle Ulm betrieben wird; Einrichtung und Wechsel des Teilnehmeranschlusses setzen einen privatrechtlichen Vertrag mit dem Provider bzw. einem zugelassenen Errichter mit Neben-Clearingstelle voraus. Der Provider stellt frueh den Genehmigungsantrag bei der Feuerwehr, die eine Hauptmeldernummer vergibt, und muss die Aufschaltbereitschaft mindestens 14 Tage vor dem gewuenschten Aufschalttermin anzeigen.S. 4, 6, 7 · 2019
AlarmempfangsstelleDas Alarmempfangssystem inklusive Haupt-Clearingstelle wird bis zum Uebergabepunkt an das Einsatzleitsystem vom Betreiber des AES auf Grundlage eines Providervertrags eingerichtet und unterhalten; die ILS selbst fuehrt keine Revisionsschaltungen durch, dies uebernimmt der Provider bzw. ZE-NC nach Anmeldung.S. 4, 13 · 2019
ÜbertragungseinrichtungFuer die Uebertragungseinrichtung wird grundsaetzlich Verbindungsart Typ 2 nach DIN 14675 Anhang A erwartet (erster Weg IP-Festverbindung, zweiter Weg bedarfsgesteuerte Funkverbindung); ein anderer Typ ist zulaessig, sofern die Betriebssicherheit bis 2027 gewaehrleistet ist. Die zentralen Komponenten der Alarmuebertragungsanlage muessen eine Mindestverfuegbarkeit von 99,5 Prozent nach DIN EN 50136 aufweisen.S. 14, 15 · 2019
Feuerwehrzugang / Standort BMZZu- und Durchfahrten sowie Zu- und Durchgaenge fuer die Feuerwehr sind bereits in der Planungsphase mit ihr abzustimmen. Bei umfriedeten Gelaenden oder nicht direkt passierbaren Toren und Schranken sind Massnahmen wie die Ulmer 'Feuerwehrschliessung' per Profilzylinder, eine Schliessung ueber Feuerwehrbeil nach DIN 14924 bzw. Dreikant nach DIN 3223, eine vorbereitete Tor-/Schrankenentriegelung fuer die Feuerwehr oder eine automatische Entriegelung bei BMA-Ausloesung vorzusehen.S. 8 · 2019
16 weitere Themen aufklappen →
Feuerwehr-InformationszentraleDas Feuerwehrinformationszentrum ist im Regelfall im Eingangsbereich einzurichten, muss der Feuerwehr jederzeit ohne Verzoegerung zugaenglich sein und ist samt Zuweg mit einem Schild nach DIN 4066 mit der Aufschrift 'FIZ' zu kennzeichnen; der Standort ist vorab mit der Feuerwehr abzustimmen. Bei der Abnahme wird ein Halbzylinder gegen Berechnung eingebaut, und die Hauptmeldernummer ist im FIZ anzubringen.S. 9 · 2019
Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Mit der Rueckstellung der Brandmeldeanlage ueber das Feuerwehrbedienfeld gehen alle ausgeloesten Steuerungen und Alarmierungen in den Ruhezustand zurueck, ebenso erloeschen dabei die zur Orientierung dienenden Blitzleuchten.S. 9 · 2019
Feuerwehr-SchlüsseldepotEs ist ein VdS-anerkanntes Feuerwehrschluesseldepot der Klasse 3 fuer mindestens zwei Halbzylinder zu installieren, dessen Innentuer mit einem Doppelbart-Umstellschloss der Firma KRUSE mit VdS-Zulassung in '0-Stellung' auszuliefern ist. Die vorgeschriebene Sabotageueberwachung muss aktiviert sein und einen separaten Alarm zur Feuerwehr uebertragen; je Schluesselbund sind maximal zwei Objektschluessel zulaessig, und mindestens zwei ueberwachte Generalhauptschluessel muessen deponiert sein.S. 8 · 2019
FreischaltelementBeim FSD ist ein VdS-anerkanntes Freischaltelement zu installieren, dessen Halbzylinder gegen Berechnung von der Feuerwehr beschafft wird. Bei Betaetigung des Freischaltelements darf eine eventuell vorhandene Brandfallsteuerung nicht aktiviert werden.S. 9 · 2019
BlitzleuchteDas FSD ist aussen am Gebaeude mit einer roten Blitzleuchte zu kennzeichnen; ist diese von der Hauptanfahrt der Feuerwehr nicht erkennbar, sind auf Verlangen der Feuerwehr weitere Blitzleuchten anzubringen.S. 8 · 2019
MeldergruppenMeldergruppen und Melder sind fortlaufend beginnend bei 1 zu nummerieren; die Meldergruppennummer darf auch bei grossen Anlagen hoechstens 5 Ziffern umfassen, damit sie per Funk verstaendlich uebermittelt werden kann. Eine Erweiterung einer Bestandsanlage um mehr als 5 Meldergruppen erfordert einen erneuten Antrag fuer einen Aufschalttermin.S. 4, 12 · 2019
MelderkennzeichnungIn den Laufkarten sind Meldergruppe und Melderart mit genauer Bezeichnung (z.B. optischer Rauchmelder, Waermedifferenzialmelder, Handfeuermelder, Rauchansaugsystem, Mehrsensormelder) samt Brandkenngroesse sowie Lage und Kennzeichnung der Melder anzugeben; die zu verwendenden Meldersymbole sind den Musterplaenen zu entnehmen.S. 10 · 2019
Laufkarten – FormatFeuerwehr-Laufkarten sind grundsaetzlich im Format DIN A4, nach Ruecksprache mit der Feuerwehr im Format A3 ungefaltet und ohne Kartenreiter zu erstellen. Zum Schutz vor aeusseren Einfluessen sind sie in Kunststofffolie zu laminieren oder auf wasserfestes, abwischbares Synthetikpapier zu drucken und in festen Behaeltern in einem roten Ordner zu lagern.S. 10 · 2019
Laufkarten – SymbolikDie Bildzeichen der Laufkarten richten sich nach DIN 14034; Waende, Gebaeudeumrisse und Brandabschnittsgrenzen sind durch staerkere Strichbreiten hervorzuheben, Treppenraeume hellgruen zu hinterlegen und der Laufweg vom FIZ zur Meldergruppe als gruene Linie mit Laufrichtung zu markieren. Jede Karte erhaelt einen Nordpfeil auf Vorder- und Rueckseite sowie eine Legende, die nur die tatsaechlich verwendeten Symbole erklaert; Bereiche mit stationaeren Loeschanlagen sind blau nach DIN 14034 und VdS-Form 2030 zu kennzeichnen.S. 10, 11 · 2019
Laufkarten – Anzahl und AblageJe Meldergruppe ist eine Feuerwehr-Laufkarte zu erstellen, die gut sichtbar und stets griffbereit im FIZ zu hinterlegen ist; bei Systemen mit alarmgesteuertem individuellem Ausdruck muss zusaetzlich immer eine komplett ausgedruckte farbige Fassung im FIZ vorliegen.S. 10 · 2019
Laufkarten – AktualisierungDie Laufkarten und der Feuerwehrlageplan sind auf Basis aktueller Bestandszeichnungen zu erstellen und laufend fortzuschreiben.S. 10 · 2019
Feuerwehrplan (DIN 14095)Die Feuerwehr kann verlangen, dass Feuerwehrplaene nach DIN 14095 und den Vorgaben der Feuerwehr Ulm in dreifacher Ausfertigung im Format DIN A3 erstellt und nach DIN 824-A auf DIN A4 gefaltet werden; Druck auf wasserfestem Synthetikpapier mit mindestens 130 Mikrometer Staerke, bevorzugt in rotem Leitz-Ordner. Die Plaene sind spaetestens 2 Wochen vor dem Aufschalttermin als PDF zur Freigabe einzureichen.S. 11 · 2019
Abnahme und AbstimmungDie Abnahme der BMA erfolgt am Aufschalttermin durch die Feuerwehr anhand einer stichprobenartigen Kontrolle der TAB-Anforderungen und stellt keine Bestaetigung der fachgerechten Installation dar; der Provider muss die Aufschaltbereitschaft mindestens 14 Tage vorher anzeigen, und die Aufschaltung erfolgt im Beisein von Provider, Errichter, Teilnehmer, Feuerwehr und ggf. Sachverstaendigem.S. 7 · 2019
InstandhaltungStoerungen der Uebertragungseinrichtung und der Uebertragungswege sind dem Provider umgehend zu melden und innerhalb einer Stunde zu bearbeiten; die Alarmuebertragung muss innerhalb von 24 Stunden wiederhergestellt werden, sonstige Stoerungen ohne Auswirkung auf die Alarmuebertragung innerhalb von 3 Tagen. Instandhaltungsmassnahmen an der Uebertragungseinrichtung sind gemaess VDE 0833 viermal jaehrlich mit Vor-Ort-Begehung durchzufuehren, und fuer den Aufschalttermin ist zudem ein Wartungsvertrag gemaess VDE 0833-2 Punkt C.3.10 nachzuweisen.S. 12, 13, 15, 23 · 2019
Kosten und GebührenDer Kostenersatz richtet sich nach dem Feuerwehrgesetz Baden-Wuerttemberg und der Feuerwehrkostenersatzsatzung der Feuerwehr Ulm. Der erste Aufschalttermin ist fuer die Stadt kostenfrei, Folgetermine koennen gemaess der geltenden Kostensatzung kostenpflichtig abgerechnet werden; ein erneuter Termin ist mindestens 14 Tage vorher zu beantragen.S. 12, 24 · 2019
SonstigesDiese TAB gelten mit einer Uebergangsfrist von drei Jahren nach ihrer Veroeffentlichung auch fuer bereits aufgeschaltete Bestandsanlagen, die noch nicht den neuen Anforderungen entsprechen; ein Nachweis der Umruestung ist der Feuerwehr bis Fristablauf vorzulegen. Zugelassene Errichter muessen zudem eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 5 Mio. EUR je Schadensereignis nachweisen.S. 5, 12, 14 · 2019
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Stadt Ulm (Stadtkreis) – untere Baurechtsbehörde (§ 46 Abs. 1 Nr. 3 LBO BW)
Feuerwehr Ulm – Brandschutzangelegenheiten der Stadt (das FwG BW benennt keine Brandschutzdienststelle)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
Kein Account erforderlich · läuft komplett lokal im Browser