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Landkreis Waldshut

QUELLE · TAB Landratsamt Waldshut, Amt für öffentliche Ordnung und Ausländerwesen, Abteilung Brand- und Katastrophenschutz (Landkreis Waldshut) – Ausgabestand 2021-01-01
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDie Antragstellung erfolgt schriftlich beim vom Landkreis beauftragten Konzessionär; im Antrag ist anzugeben, ob der Anschluss aufgrund einer baurechtlichen Forderung oder einer freiwilligen Entscheidung erfolgt, wobei die Sachbearbeitung Brandmeldeanlagen (SbBMA) über freiwillige Anschlüsse entscheidet. Die Bearbeitungszeit bis zur Abnahme beträgt mindestens sechs bis acht Wochen.S. 11 · 2021
AlarmempfangsstelleZuständig für die Entgegennahme der Alarme aus Brandmeldeanlagen ist die Alarmempfangsanlage der Integrierten Leitstelle Waldshut; die Zuständigkeit ergibt sich aus dem Feuerwehrgesetz Baden-Württemberg.S. 6 · 2021
ÜbertragungseinrichtungDie Übertragungseinrichtung wird ausschließlich als Zwei-Wege-Übertragung gemäß den Regelwerken VdS 2465, VdS 3137, VdS 3138 und DIN EN 50136 ausgeführt und vom Konzessionär bzw. einem zugelassenen Errichter (ZE oder ZE-NC) eingerichtet und instandgehalten. Die PN-Nummer der Übertragungseinrichtung ist gut lesbar am Gehäuse anzubringen.S. 16 · 2021
Feuerwehrzugang / Standort BMZBei umfriedeten Geländen oder nicht direkt passierbaren Toren/Schranken müssen bauliche Vorrichtungen für einen jederzeitigen, unverzüglichen und gewaltfreien Zutritt der Feuerwehr vorgehalten werden, zum Beispiel eine Schließbarkeit mit dem Überflurhydrantenschlüssel A (Dreikant) oder eine für die Feuerwehr zugänglich hergerichtete Tor-/Schrankenentriegelung. Die konkreten Maßnahmen sind mit der Sachbearbeitung Brandmeldeanlagen und ggf. dem Versicherer abzustimmen.S. 19 · 2021
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Feuerwehr-InformationszentraleAn der Anlaufstelle der Feuerwehr ist eine Feuerwehr-Informationszentrale einzurichten, die dauerhaft mit dem Hinweisschild 'FIZ' nach DIN 4066 Form D1 zu kennzeichnen ist und bei verdeckter Lage zusätzlich mit einer roten Blitzleuchte versehen werden muss. Die Innentür ist mit einem Schloss der Feuerwehr-Schließung auszustatten, das mit der Schließung des Freischaltelements übereinstimmt.S. 18 · 2021
Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Das Feuerwehr-Bedienfeld ist nach DIN 14661 auszuführen und darf ausschließlich durch die Feuerwehr, nicht durch den Betreiber, bedient werden. Ein Zurückstellen ausgelöster Brandmeldungen vor Eintreffen der Feuerwehr durch den Betreiber ist unzulässig.S. 26 · 2021
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Das Feuerwehr-Anzeigetableau ist nach DIN 14662 mit Ereignisspeicher auszuführen; im alphanumerischen Anzeigefeld muss bei Alarmmeldungen die Melderart neben oder unterhalb der Meldergruppe im Klartext erscheinen. Ist das Anzeigetableau nicht in der Feuerwehr-Informationszentrale untergebracht, ist das Gehäuse mit einem Zylinder der Feuerwehr-Schließung auszurüsten.S. 26 · 2021
Feuerwehr-SchlüsseldepotEin Feuerwehrschlüsseldepot der Klasse 3 nach DIN 14675 (gemäß VdS 2350) kann als Ersatzvornahme zugestanden werden, wenn keine 24-stündige Besetzung des Objekts gewährleistet ist. Im Depot sind mindestens zwei nicht miteinander verbundene Generalhauptschlüssel elektronisch überwacht zu hinterlegen, wobei die Sabotagemeldung an eine ständig besetzte Stelle geht und nicht als Brandmeldung bei der Leitstelle eingeht; Voraussetzung für den Betrieb ist eine unterzeichnete Depot-Vereinbarung zwischen Betreiber und zuständiger Gemeinde/Stadt.S. 21, 22 · 2021
FreischaltelementEin Freischaltelement ist immer erforderlich, damit die Feuerwehr das Schlüsseldepot auch ohne vorherige Alarmauslösung öffnen kann. Es ist auf eine eigene Meldergruppe aufgeschaltet, löst bei Betätigung einen Brandalarm aus, darf jedoch keine weiteren Brandfallsteuerungen aktivieren, und wird unmittelbar neben dem Schlüsseldepot eingebaut.S. 25 · 2021
BlitzleuchteBlitzleuchten sind in Feuerrot (RAL 3000) auszuführen; sie kennzeichnen sowohl den Gebäudezugang der Feuerwehr als auch den Standort des Schlüsseldepots (oberhalb angebracht) und müssen bei jeder Auslösung der Übertragungseinrichtung angesteuert werden. Über Anzahl und Anordnung der Leuchten entscheidet die Sachbearbeitung Brandmeldeanlagen.S. 18, 19, 21 · 2021
MeldergruppenSpezielle automatische Melder wie Flammenmelder oder Rauchansaugsysteme sind grundsätzlich je Auswerteeinheit auf eine eigene Meldergruppe zu schalten; ebenso benötigt jeder Strömungsmelder einer Sprinkleranlage eine eigene Meldergruppennummer, und die Ansteuerung einer Gas-Löschanlage ist auf eine zusätzliche Meldergruppe zu schalten.S. 31, 32, 37 · 2021
MelderkennzeichnungHandfeuermelder sind mit Gruppen- und Meldernummer (z. B. 37/1) in schwarzer Schrift von mindestens 8 mm Höhe zu beschriften. Automatische Melder erhalten dauerhafte Kunststoff- oder Metallschilder in Rot/Weiß oder Schwarz/Weiß mit einer je nach Raumhöhe gestaffelten Schriftgröße von 12,5 mm (bis 4 m) bis 40 mm (bis 16 m); Aufkleber oder bedrucktes Klebeband sind unzulässig.S. 28, 29 · 2021
Laufkarten – FormatFeuerwehr-Laufkarten sind im Format DIN A3 oder A4 zu erstellen, entweder als Registerkarten oder als Meldergruppenbuch mit maximal 50 Plänen je Buch, und durch Laminierung oder eine entsprechende Beschichtung zu schützen.S. 34 · 2021
Laufkarten – SymbolikAbweichend von DIN 14675 sind automatische Melder in Rot und nicht automatische Melder in Gelb darzustellen; der von der Meldergruppe überwachte Bereich ist rot, der Löschbereich automatischer Löschanlagen blau zu umranden, und auf der Vorderseite ist zusätzlich eine Treppenschnittdarstellung mit Stockwerksbezeichnung erforderlich. Bei Meldern in Zwischendecken bzw. Doppelböden ist im Bemerkungsfeld der Hinweis auf mitzunehmende Leiter bzw. Bodenheber-Werkzeuge anzubringen.S. 35, 36 · 2021
Laufkarten – Anzahl und AblageFür jede Meldergruppe sind zwei Sätze Feuerwehr-Laufkarten vorzuhalten. Bei Sprinkler- und Gas-Löschanlagen sind je zusätzlicher Meldergruppe zwei Karten (A und B) erforderlich, wobei die A-Karte den Weg zum Löschbereich und die B-Karte den Weg zur Sprinklerzentrale bzw. zur Löschmittelbevorratung darstellt.S. 34, 37 · 2021
Laufkarten – AktualisierungDie Feuerwehr-Laufkarten sind auf Basis aktueller Grundrisspläne (Bestandszeichnungen) zu erstellen und fortlaufend zu aktualisieren.S. 34 · 2021
Feuerwehrplan (DIN 14095)Für das gesamte Objekt ist ein Feuerwehrplan nach DIN 14095 sowie den Ausführungsbestimmungen des Landkreises Waldshut zu erstellen, die von der Landkreis-Homepage abrufbar sind. Der Plan muss vor der Feuerwehr-Abnahme durch die Sachbearbeitung Feuerwehrpläne geprüft und freigegeben sowie spätestens bei der Abnahme an der Anlaufstelle vorhanden sein.S. 38, 39 · 2021
Abnahme und AbstimmungVor der Aufschaltung erfolgt eine feuerwehrtechnische Abnahme; mindestens zwei Wochen vorher müssen der freigegebene Feuerwehrplan und ein Prüfbericht eines staatlich anerkannten Sachverständigen vorliegen, der Mängelfreiheit oder nur geringfügige, bis zur Abnahme behebbare Mängel bescheinigt. Die Prüfung bei der Abnahme erfolgt stichprobenartig, und über das Ergebnis wird durch die Sachbearbeitung Brandmeldeanlagen ein Abnahmeprotokoll gefertigt.S. 39, 40 · 2021
InstandhaltungEin von Betreiber und Instandhalter unterzeichneter Wartungs-/Instandhaltungsvertrag ist zwingende Voraussetzung für die Aufschaltung und muss eine 24-Stunden-Störungsbeseitigung sowie die Wartung der Feuerwehreinrichtungen (Schlüsseldepot, Freischaltelement, Anzeigetableau, Bedienfeld, Laufkarten) beinhalten. Störungen der Übertragungseinrichtung sind vom Konzessionär innerhalb von 2 Stunden zu bearbeiten, die Alarmübertragung ist innerhalb von 24 Stunden wiederherzustellen, sonstige Störungen sind innerhalb von 3 Tagen abschließend zu beheben.S. 15, 42 · 2021
Kosten und GebührenDie erstmalige Antragsbearbeitung, ein Beratungstermin sowie die Vor-Ort-Abnahme sind kostenfrei; Wiederholungsabnahmen wegen Beanstandungen sind hingegen kostenpflichtig nach der jeweils gültigen Gebührenverordnung des Landkreises Waldshut. Sämtliche Kosten für Einbau, Betrieb und Instandhaltung des Schlüsseldepots trägt der Betreiber, während der Konzessionär eine vierteljährliche Revisionsschaltung je Anlage kostenfrei entgegennimmt.S. 45 · 2021
SonstigesZur Fehlalarmvermeidung wird die Betriebsart PM nach DIN 14675 (Anlage mit personellen Maßnahmen) generell nicht zugestimmt, eine Erkundungszeit wird nicht eingeräumt, und für nicht automatische Brandmelder sind Fehlalarm-Vermeidungsmaßnahmen unzulässig. Abweichungen von dieser Regelung bedürfen der Genehmigung der Sachbearbeitung Brandmeldeanlagen.S. 14 · 2021
Ist innerhalb eines Gebäudes kein direkter Funkverkehr im 2m-Wellenbereich möglich, ist gemäß Anhang D eine Feuerwehr-Gebäudefunkanlage für das gesamte Gebäude einzurichten. Die Stromversorgung muss eine unterbrechungsfreie Pufferung von mindestens 12 Stunden vorsehen, die Anlage schaltet sich 24 Stunden nach dem Einschalten automatisch ab, in Baden-Württemberg werden die Betriebskanäle 42 und 46 genutzt, und Prüf-/Messergebnisse sind 10 Jahre aufzubewahren.S. 55, 56, 61, 62 · 2021
Es wird ausdrücklich festgehalten, dass die Sachbearbeitung Brandmeldeanlagen keine Prüfung der Übereinstimmung des Brandmeldeanlagen-Konzepts mit einem genehmigten Brandschutzkonzept vornimmt, dass die Feuerwehr-Abnahme keine Bestätigung der fachgerechten Installation der Anlage darstellt und dass keine abschließende bauliche Kontrolle der Anlage durch die Feuerwehr erfolgt.S. 14, 27, 39 · 2021

Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.

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Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.

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ZUSTÄNDIGE STELLEN
Landratsamt Waldshut – untere Baurechtsbehörde (§ 46 Abs. 1 Nr. 3 LBO BW)
Kreisbrandmeister:in beim Landratsamt Waldshut – feuerwehrtechnische Angelegenheiten (§§ 23–24 FwG BW)
Vorschlag — abzustimmen

Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.

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