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Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

QUELLE · TAB Integrierte Leitstelle Oberland (Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau) – Ausgabestand 2023-12, Ausgabe 5.0
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDer Aufschaltantrag ist mindestens 8 Wochen vor dem geplanten Termin schriftlich zu stellen. Der Abnahmetermin ist mindestens 2 Wochen vorher festzusetzen und wird über den jeweiligen Konzessionär (Bosch oder Siemens) koordiniert. Zugelassene Konzessionäre sind Bosch Sicherheitssysteme GmbH und Siemens AG Building Technologies.S. 4, 5, 32 · 2023
AlarmempfangsstelleÜber die Alarmübertragungsanlage dürfen ausschließlich Brandalarme direkt auf die ILS Oberland aufgeschaltet werden; weitere Meldungen werden an die jeweils verantwortlichen Stellen weitergeleitet.S. 11 · 2023
ÜbertragungseinrichtungDie ÜE ist in unmittelbarer Nähe der BMZ zu montieren; bei Unterbringung in rauchdichtem Schrank ist ein separater Rauchmelder erforderlich. Die ÜE benötigt einen separaten 230-V-Anschluss und muss ausreichend GPRS-Empfang aufweisen (min. -81 dBm). Die Rückstellung im Alarmfall erfolgt ausschließlich über das FBF. Ohne Wiedereinschaltmeldung schaltet die ÜE automatisch um 23:59 Uhr des laufenden Tages wieder ein.S. 10, 11 · 2023
Feuerwehrzugang / Standort BMZDer gewaltlose Zutritt zu allen brandmeldeüberwachten Räumen ist durch ein FSD sicherzustellen. Bei Automatiktüren ist ein eigener Schlüsselschalter 'Feuerwehr-Schlüsselschalter' (DIN 4066, Größe 0) vorzusehen; die Tür muss bis zur zweiten Betätigung geöffnet bleiben und auch bei Stromausfall zugänglich sein.S. 8 · 2023
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Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Das FBF ist in Abstimmung mit der zuständigen Brandschutzdienststelle in unmittelbarer Nähe der Erstinformationsstelle oder im selben Raum der BMZ in einer Höhe von 1600 mm (+/- 200 mm) anzubringen. Der Revisionstaster 'Brandfallsteuerung ab' darf die Anschaltung an die ÜE sowie stationäre Löschanlagen in keinem Fall unterbrechen. Für das FBF ist ein Halbzylinder mit landkreisspezifischer Feuerwehrschließung vorzusehen.S. 13, 14 · 2023
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Das FAT zeigt zweizeilig (je 20 Zeichen) die ausgelöste Meldergruppe mit Meldergruppennummer, Meldernummer, Melderart, Stockwerk, Raumbezeichnung und Raumnummer an. Es können gleichzeitig zwei ausgelöste Meldergruppen angezeigt werden; bei mehr als zwei blinkt eine Pfeiltaste zum Weiterblättern. Ein FAT mit Historien-Funktion ist zwingend erforderlich.S. 14, 15 · 2023
Feuerwehr-SchlüsseldepotFSD Typ 3 ist an der Außenfassade in einer Höhe von 800 mm (UK) bis 1400 mm (OK) anzubringen; unmittelbar darüber ist eine Unterputz-Informationsleuchte (mind. 150 x 65 mm) vorzusehen. Im Landkreis Weilheim-Schongau ist zusätzlich eine rote Rundumkennleuchte oder Blitzleuchte erforderlich; in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen sowie Garmisch-Partenkirchen ist dies in Abstimmung mit der zuständigen Brandschutzdienststelle festzulegen. Der FSD-Standort ist vorab mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. Ein Schlüsselsatz darf max. 3 Schlüssel umfassen.S. 22, 23, 24 · 2023
FreischaltelementEin VdS-anerkanntes FSE ist zur Sicherstellung des gewaltfreien Objektzugangs ohne BMA-Auslösung vorzusehen. Die Auslösung über das FSE darf weder Brandfallsteuerung noch Räumungsalarm auslösen. Die Schließung ist gemäß Anlage 10 der TAB landkreisspezifisch auszuführen.S. 23, 36 · 2023
BlitzleuchteIm Landkreis Weilheim-Schongau ist am FSD eine rote Rundumkennleuchte oder Blitzleuchte vorgeschrieben. In den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen ist dies vorab mit der zuständigen Brandschutzdienststelle abzustimmen.S. 22 · 2023
MeldergruppenAutomatische Brandmelder sind grundsätzlich geschossweise zusammenzufassen; max. 32 Melder je Meldergruppe in einem einsehbaren Raum, max. 10 Melder bei mehreren zusammenhängenden Räumen. HF-Melder sind auf max. 5 je Meldergruppe begrenzt; eine Kombination von HF-Meldern und automatischen Meldern innerhalb einer Meldergruppe ist unzulässig. Doppelboden-, Zwischendecken- und Lüftungskanalmelder sind auf eigene Bereiche je Meldergruppe zu schalten.S. 17, 20 · 2023
MelderkennzeichnungHF-Melder sind mit Meldergruppen- und Meldernummer zu beschriften (z.B. 4/1), weiß/schwarz, Schrifthöhe 8 mm. Automatische Melder sind gelb/schwarz zu beschriften; die Schildgröße richtet sich nach der Raumhöhe (z.B. bei bis 4 m Raumhöhe mind. 60 x 20 mm, Zifferngröße mind. 14 mm). Nicht sichtbare Melder in Zwischendecken, Doppelböden und Lüftungskanälen sind mit roten Punkten (50-100 mm Durchmesser) dauerhaft zu markieren.S. 17, 18, 19 · 2023
Laufkarten – FormatFeuerwehr-Laufkarten sind grundsätzlich im Format DIN A3 (waagerecht) auszuführen, laminiert oder in formstabiler Folie zu hinterlegen. Die Vorderseite zeigt die Gesamtübersicht (Standorte BMZ, ÜE, FSD, SPZ), die Rückseite den Grundrissplan der betreffenden Meldergruppe. Der Anmarschweg ist durch grüne Linien mit Richtungspfeilen zu kennzeichnen.S. 15, 16, 27 · 2023
Laufkarten – SymbolikPlanreiter sind farblich nach Meldergruppen-Typ zu kennzeichnen: Sprinkler/Löschanlagen blau, HF-Melder und FSE rot, automatische Melder gelb, technische/interne Alarme grün/schwarz, BMZ-Standort grün/weiß. Die Symbole sind gemäß Anlage 12 der TAB zu verwenden. Gebäudewände sind als dicke Volllinien darzustellen.S. 15, 16 · 2023
Laufkarten – Anzahl und AblageFür jede Meldergruppe ist eine eigene Feuerwehr-Laufkarte zu erstellen. Zusätzlich ist eine Meldergruppenübersicht mit Meldergruppennummer, Melderart, Raum, Geschoss und Melderanzahl zu hinterlegen. Wenn die BMZ von der Erstinformationsstelle räumlich getrennt ist, ist eine zusätzliche Laufkarte 'BMZ-Standort' (grün/weiß) erforderlich.S. 15, 16 · 2023
Laufkarten – AktualisierungFeuerwehr-Laufkarten sind stets vor dem Erstellen der zuständigen Brandschutzdienststelle vorzulegen. Eine explizite Frist für regelmäßige Aktualisierungen ist nicht genannt; bei umfangreichen Änderungen ist jedoch eine erneute Abnahme durch die zuständigen Stellen erforderlich.S. 16, 7 · 2023
Feuerwehrplan (DIN 14095)Feuerwehrpläne müssen zwingend der DIN 14095 entsprechen und sind in Abstimmung mit der zuständigen Brandschutzdienststelle zu erstellen und freizugeben. Sie sind vor der Aufschaltung und Abnahme der BMA der Brandschutzdienststelle in der abgestimmten Stückzahl zu übergeben. Feuerwehr-Laufkarten sind ausdrücklich keine Feuerwehrpläne.S. 16, 17 · 2023
Abnahme und AbstimmungDie Abnahme erfolgt durch Vertreter der Brandschutzdienststelle, des Konzessionärs und der ILS Oberland. Zur Abnahme sind vorzulegen: SPrüfV-Prüfbescheinigung (ohne Aufschaltung), Errichterbestätigung, Instandhaltungsvertrag, Störungsweiterleitungsbestätigung, Feuerwehrlaufkarten (DIN A3, farbig, laminiert), Feuerwehrplan, Generalschlüssel/Halbzylinder sowie ausgefülltes Merkblatt nach Anlage 2. Fehlende Bestandteile können zur Verweigerung der Aufschaltung führen.S. 6, 7, 27, 32 · 2023
InstandhaltungEin gültiger Wartungsvertrag ist Pflicht für den Betrieb einer aufgeschalteten BMA. Störungsbeseitigung muss rund um die Uhr und spätestens innerhalb von 24 Stunden nach Bekanntwerden möglich sein. Bei BMA mit VdS-Zertifikat ist ausschließlich die Errichterfirma zur Instandhaltung zugelassen. Ein Wartungsbuch ist an der Erstinformationsstelle zu hinterlegen.S. 24, 25 · 2023
Kosten und GebührenNach Art. 28 BayFwG können Einsatzkosten für Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen in Rechnung gestellt werden. Kosten für Schließzylinder und Schlüssel gehen zu Lasten des Antragstellers/Betreibers.S. 7, 34 · 2023
SonstigesBestandsschutz gilt für vor dem 01.12.2023 aufgeschaltete BMA, sofern sie der damals gültigen TAB entsprochen haben; bei umfangreichen Änderungen oder Erweiterungen entfällt der Bestandsschutz und die aktuelle TAB ist anzuwenden. Technische Abweichungen von den TAB sind mit den zuständigen Brandschutzdienststellen abzustimmen und zur Genehmigung vorzulegen.S. 2, 25 · 2023

Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.

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Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.

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ZUSTÄNDIGE STELLEN
Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen – Untere Bauaufsichtsbehörde
Kreisbrandrat im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (über das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen)
Vorschlag — abzustimmen

Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.

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