Landkreis Cham
QUELLE · TAB Brandschutzdienststelle Cham in Zusammenarbeit mit der Unteren Bauaufsichtsbehörde am Landratsamt Cham (Landkreis Cham) – Ausgabestand 2020-10-01, Ausgabe 1. Auflage
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDer Antrag zur Aufschaltung einer UE ist mindestens 6 Wochen vor dem geplanten Termin schriftlich beim Konzessionaer zu stellen. Zugelassene Konzessionaere sind Bosch Sicherheitssysteme GmbH und Siemens AG (beide mit Niederlassung in Regensburg). Die verbindliche Fassung der TAB ist unter www.kfv-cham.de abrufbar.S. 4 · 2020
AlarmempfangsstelleAlarmempfangsstelle ist die Integrierte Leitstelle (ILS) Regensburg. Die Art der UE ergibt sich aus den technischen Empfangsmoeglichkeiten der ILS Regensburg. Vor Probealarmen ist die ILS Regensburg grundsaetzlich vorab zu informieren.S. 5, 7, 16 · 2020
ÜbertragungseinrichtungDie technischen Details der Aufschaltung der UE an die BMZ sind mit dem Konzessionaer abzustimmen. Das Zurueckstellen der UE im Alarmfall darf ausschliesslich ueber das FBF durch die Feuerwehr erfolgen. Abweichungen baulicher Art muessen vor Baubeginn in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle und der Unteren Bauaufsichtsbehörde am Landratsamt Cham genehmigt werden.S. 7 · 2020
Feuerwehrzugang / Standort BMZDer gewaltlose Zugang zu allen Brandmeldern und loeschanlagengeschuetzten Raeumen ist im Alarmfall sicherzustellen, entweder durch ein FSD oder eine staendig besetzte Stelle. Bei Automatiktueren ist ein Feuerwehr-Schluesselschalter nach DIN 4066 Groesse 0 vorzusehen, der auch bei Stromausfall funktioniert.S. 6 · 2020
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Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Der Anbringungsort des FBF ist in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle und der oertlich zustaendigen Feuerwehr festzulegen. Als Schliessung ist ein Halbzylinder mit der Feuerwehrschliessung der oertlichen Kommune vorzusehen. Der Taster 'Brandfallsteuerung ab' darf die Aufschaltung der BMZ an die UE sowie die Ansteuerung stationaerer Loeschanlagen in keinem Fall unterbrechen.S. 9 · 2020
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Das FAT wird grundsaetzlich verwendet, ausser wenn eine Meldergruppenanzeige mit LEDs als Erstinformationsstelle vorhanden ist. Die Anzeige erfolgt zweizeilig mit je 20 Zeichen (Meldergruppennummer, Meldernummer, Melderart, Bereich). Es koennen gleichzeitig maximal zwei ausgeloeste Meldergruppen direkt angezeigt werden; bei mehr als zwei wird per Pfeiltaste geblattert.S. 9, 10 · 2020
Feuerwehr-SchlüsseldepotEs sind ausschliesslich FSD Typ 3 mit VdS-Zulassung einzubauen. Das FSD ist unmittelbar neben dem Feuerwehrzugang in einer Hoehe von mindestens 80 cm und hoechstens 140 cm (Unterkante) anzubringen, unter Putz oder mechanisch gesichert. Der Standort ist vorab in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle und der oertlich zustaendigen Feuerwehr festzulegen. Maximal drei, vorzugsweise zwei Haupt- bzw. Generalschlussel duerfen hinterlegt werden.S. 15 · 2020
FreischaltelementBeim FSD muss grundsaetzlich ein Freischaltelement (FSE) mit Feuerwehrschliessung der oertlichen Kommune angebracht sein.S. 15 · 2020
BlitzleuchteUeber dem FSD ist eine rote Blitzleuchte anzubringen, die parallel zur Signalanzeige 'UE ausgeloest' an der BMZ geschaltet ist. Die Leuchte darf nur leuchten wenn die UE tatsaechlich ausgeloest ist; sie erlischt erst, wenn die BMA zurueckgestellt, der Generalschluessel hinterlegt und die Klappe des FSD verriegelt ist.S. 15 · 2020
MeldergruppenAutomatische Melder sind grundsaetzlich geschossweise zusammenzufassen; maximal 32 Melder je Meldergruppe in einem Raum, maximal 10 in mehreren zusammenhaengenden Raeumen. Handfeuermelder sind auf Brandabschnitte begrenzt, maximal 10 pro Meldergruppe. Die Kombination von automatischen und nichtautomatischen Meldern innerhalb einer Meldergruppe ist unzulaessig.S. 13, 11 · 2020
MelderkennzeichnungNichtautomatische Melder sind in 140 cm Hoehe (+/- 20 cm) anzubringen und mit Meldergruppen- und Meldernummer zu beschriften (schwarz auf weiss, Schrifthoehe 8 mm). Automatische Melder werden ebenfalls mit Meldergruppen- und Meldernummer beschriftet; die Schildgroesse haengt von der Raumhoehe ab (z.B. bis 4 m: mind. 60 x 20 mm, Ziffer mind. 14 mm). Verdeckt installierte Melder sind zusaetzlich mit gelben Punkten (Durchmesser 50-100 mm) zu markieren.S. 11, 12 · 2020
Laufkarten – FormatLaufkarten sind grundsaetzlich im Format DIN A3 nach DIN 14675 zu erstellen, in formstabiler Folie oder laminiert. Die Ausfuehrung ist grundsaetzlich zweiseitig: Vorderseite zeigt die Gesamtuebersicht, Rueckseite die Detailansicht der betreffenden Meldergruppe. Jede Karte enthaelt mindestens die Felder Meldergruppe, Gebaeude, Geschoss/Flur, Raum, Melderanzahl, Melderart und Bemerkungen sowie Ersteller und Erstelldatum.S. 10, 11 · 2020
Laufkarten – SymbolikPlanreiter sind farbig und nummeriert: blau fuer Sprinkler-/Loeschanlagen, rot fuer Handfeuermelder, gelb fuer automatische Melder, gruen fuer technische oder interne Alarme. Der Weg zur ausgeloesten Meldergruppe ist durch gruene Linien und Richtungspfeile zu kennzeichnen. Grafische Symbole gemaess DIN 14675 sind zu verwenden.S. 10 · 2020
Laufkarten – Anzahl und AblageFuer jede Meldergruppe ist eine eigene Laufkarte zu erstellen und an der BMZ bzw. Erstinformationsstelle zu hinterlegen. Ist die BMZ raeumlich von der Bedieneinheit getrennt, ist eine zusaetzliche Laufkarte 'BMZ-Standort' (gruener Reiter, stets als letzte Karte) zu erstellen.S. 10, 8 · 2020
Laufkarten – AktualisierungDie Ausfuehrung und Gestaltung der Laufkarten sind stets vor dem Erstellen in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle und der oertlich zustaendigen Feuerwehr freigeben zu lassen (Uebersendung von Muster-PDFs an die Brandschutzdienststelle). Angaben zu Betriebsverantwortlichen im Laufkartenkasten sind bei personellen Veraenderungen zu aktualisieren.S. 11, 6 · 2020
Feuerwehrplan (DIN 14095)Feuerwehr-Laufkarten sind keine Feuerwehreinsatzplaene. Ein separates Thema 'Feuerwehrplan' wird in dieser TAB nicht gesondert geregelt.S. 11 · 2020
Abnahme und AbstimmungDie Planung der BMA in Belangen des abwehrenden Brandschutzes (z.B. FAT, FSD) ist in einem Plangespraech nach DIN 14675 mit der Brandschutzdienststelle und der oertlich zustaendigen Feuerwehr vor Ausfuehrungsbeginn in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. Wesentliche Aenderungen oder Erweiterungen sind der Unteren Bauaufsichtsbehorde am Landratsamt Cham vorab zu melden; nach Abschluss ist eine erneute Abnahme gemaess SPruefV erforderlich.S. 6, 5 · 2020
InstandhaltungBMA muessen regelmaessig instandgehalten werden; Instandhaltungsvertraege mit einer Fachfirma gemaess DIN 14675 dienen als Nachweis. Ein Wartungsbuch ist an der BMZ zu hinterlegen. Stoerungsbeseitigung durch den Instandhalter muss innerhalb von 24 Stunden begonnen werden. Bei Kuendigung des Wartungsvertrags ist die Bauaufsichtsbehorde am Landratsamt Cham und die Brandschutzdienststelle unverzueglich schriftlich zu informieren.S. 16, 5 · 2020
Kosten und GebührenGemaess Art. 28 BayFwG besteht die Moeglichkeit, fuer Fehl- oder Tauschungsalarme durch BMA angefallene Einsatzkosten in Rechnung zu stellen. Der Betreiber ist verpflichtet, auf Verlangen alle zur Stoerungsvermeidung notwendigen Aenderungen auf eigene Kosten vornehmen zu lassen.S. 5 · 2020
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Landratsamt Cham – Untere Bauaufsichtsbehörde
Kreisbrandrat im Landkreis Cham (über das Landratsamt Cham)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
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