Stadt Kempten (Allgäu) (kreisfrei)
QUELLE · TAB Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Allgäu (ZRF Allgäu) (Kempten (Allgäu)) – Ausgabestand 2020-01-29, Ausgabe 5.0
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDer Antrag auf Aufschaltung einer BMA an die öffentliche AÜA der ILS Allgäu ist mindestens 6 Wochen vor dem geplanten Anschlusstermin zu stellen. Die technische Anmeldung erfolgt spätestens 14 Tage vor dem geplanten Anschlusstermin. Bauordnungsrechtlich geforderte BMA müssen zwingend über eine AÜE aufgeschaltet werden.S. 9 · 2020
AlarmempfangsstelleDie Integrierte Leitstelle (ILS) Allgäu ist die behördlich benannte alarmauslösende Stelle. Störungsmeldungen und Revisionsalarme werden nicht von der ILS Allgäu entgegengenommen, sondern an die Dienstleistungsleitstelle des AÜA-Betreibers oder eine vom Objektbetreiber bestimmte Stelle weitergeleitet.S. 5, 8 · 2020
ÜbertragungseinrichtungDie AÜE gehört zum Leistungsumfang des AÜA-Betreibervertrages und wird vom AÜA-Betreiber errichtet, betrieben und instandgehalten. Der AÜA-Betreiber führt alle drei Monate eine Funktionsprüfung durch. Pro Objekt ist grundsätzlich nur eine AÜE zulässig.S. 11, 12 · 2020
Feuerwehrzugang / Standort BMZDer gewaltlose Zutritt zu allen überwachten Räumen ist rund um die Uhr sicherzustellen. Wenn dies nicht anders möglich ist, ist nach Absprache mit der Brandschutzdienststelle ein FSD der Klasse 3 auf Kosten des Objektbetreibers zu installieren.S. 10 · 2020
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Feuerwehr-InformationszentraleDas FIZ/FKT ist als roter Stahlschrank (RAL 3000) mit zweiflügeliger Tür und Halbzylinder der örtlichen Feuerwehrschließung auszuführen. In diesem Schrank sind Laufkarten, Meldergruppenübersicht, Feuerwehrplan, Sperrschilder und Reservegläser zu hinterlegen. Der Standort ist in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle bzw. Feuerwehr festzulegen.S. 12, 13 · 2020
Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Das FBF nach DIN 14661 ist Pflichtbestandteil der BMA. Bei getrennt vom FIZ/FKT montiertem FBF ist ein Halbzylinder der örtlichen Feuerwehrschließung erforderlich.S. 10, 13 · 2020
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Ein FAT nach DIN 14662 wird grundsätzlich gefordert; Abweichungen sind im Einzelfall auf Antrag bei der Brandschutzdienststelle möglich. Das FAT muss Klartextanzeigen der ausgelösten Meldergruppen darstellen und bei getrennter Montage mit Halbzylinder der Feuerwehrschließung versehen sein. Der Zustand des FSD ist durch zwei LEDs (gelb: Tür entriegelt, rot: Sabotage) anzuzeigen.S. 13 · 2020
Feuerwehr-SchlüsseldepotNur FSD der Klasse 3 gemäß VdS-Richtlinie 2105 ist zugelassen. Die Einbauhöhe der FSD-Unterkante beträgt mindestens 0,80 m und höchstens 1,40 m über Fertigfußboden. Grundsätzlich ist je FSD nur ein Generalhauptschlüssel zu hinterlegen; in Ausnahmefällen können nach Zustimmung der Brandschutzdienststelle bis zu drei unterschiedliche Generalschlüssel hinterlegt werden.S. 10, 20, 21 · 2020
FreischaltelementBei Einbau eines FSD ist stets auch ein FSE erforderlich. Das FSE muss eine VdS-Geräteanforderung erfüllen und über einen Schlüsselschalter mit Profilhalbzylinder DIN 18252 entsprechend der Feuerwehrschließung betätigt werden. Die genaue Position ist in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle bzw. Feuerwehr vor Einbau festzulegen.S. 10, 21, 22 · 2020
BlitzleuchteAm Objektzugang zur BMZ/FIZ ist eine rote Blitzleuchte mittlerer Größe in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle bzw. Feuerwehr anzubringen. Die Montagehöhe beträgt ca. 3 m über Grund. Die Blitzleuchte darf nur bei ausgelöster Übertragungseinrichtung angesteuert werden und darf nicht über die Taste 'Brandfallsteuerung' deaktiviert werden.S. 10, 22 · 2020
MeldergruppenInnerhalb von Brandabschnitten sind automatische Melder grundsätzlich geschossweise zusammenzufassen. Bis zu 32 automatische Brandmelder je Meldergruppe sind möglich, wenn die Gruppe innerhalb eines überschaubaren Raums verläuft. Doppelboden-, Zwischendecken- und Sondermelder sind getrennt auf eigene Meldergruppen zu schalten. Die Kombination automatischer und nichtautomatischer Melder innerhalb einer Gruppe ist unzulässig.S. 18 · 2020
MelderkennzeichnungAutomatische Melder sind mit Meldergruppen- und Meldernummer (z. B. 10/1, 10/2) zu beschriften; die Schildgröße richtet sich nach der Raumhöhe (z. B. bei bis 4 m: mindestens 60 x 20 mm). Handfeuermelder sind mit Meldergruppen- und Meldernummer schwarz auf weiß (Schrifthöhe 8 mm) zu beschriften. Melder in Zwischendecken und Doppelböden erhalten gesonderte Markierungen.S. 14, 15, 16 · 2020
Laufkarten – FormatFeuerwehr-Laufkarten sind nach DIN 14675 Anhang K in DIN A3 anzufertigen, soweit die örtlich zuständige Brandschutzdienststelle keine anderen Vorgaben macht. Die Entwürfe sind vor Aufschaltung der BMA der Brandschutzdienststelle bzw. Feuerwehr zur Freigabe vorzulegen.S. 14 · 2020
Laufkarten – SymbolikDie Kartenreiter der Laufkarten sind farblich zu unterscheiden: blau für Sprinklergruppen und Löschanlagen, rot für Handfeuermelder und FSE, gelb für automatische Melder jeglicher Art. Nicht vergebene Meldergruppen sind mit der Kennung 'nicht vergeben' zu versehen.S. 14 · 2020
Laufkarten – Anzahl und AblageJe ausgelöster Meldergruppe ist eine eigene Feuerwehr-Laufkarte vorzuhalten. Für jeden durch Strömungswächter unterteilten Sprinklerbereich ist ebenfalls eine eigene Laufkarte vorgesehen. Eine Meldergruppenübersicht mit allen vergebenen und nicht vergebenen Gruppen ist zu hinterlegen.S. 14, 19 · 2020
Laufkarten – AktualisierungLaufkarten müssen entsprechend durchgeführter Änderungen und Erweiterungen stets auf dem neuesten Stand gehalten werden. Bei Änderungen oder Erweiterungen der BMA sind die Laufkarten umgehend anzupassen.S. 11 · 2020
Feuerwehrplan (DIN 14095)Für jedes von einer BMA überwachte Objekt ist grundsätzlich ein Feuerwehrplan nach DIN 14095 zu erstellen. Die Ausführung ist in 1-facher, laminierter Ausfertigung im FIZ bzw. in der BMZ zu hinterlegen; Abweichungen bedürfen der Genehmigung der Brandschutzdienststelle. Ein Anschluss an die öffentliche AÜA erfolgt in der Regel erst nach Vorliegen des Feuerwehrplanes.S. 22 · 2020
Abnahme und AbstimmungVorabnahmen durch behördliche Stellen und Feuerwehr werden nicht durchgeführt. Am Anschlusstermin überprüfen Vertreter der Brandschutzdienststelle bzw. Feuerwehr stichprobenartig die Umsetzung der TAB. Abweichungen von den TAB-Vorgaben sind nur im Einzelfall nach vorheriger schriftlicher Genehmigung der Brandschutzdienststelle bzw. Bauordnungsbehörde erlaubt.S. 6, 9 · 2020
InstandhaltungBMA sind regelmäßig zu warten und instandzuhalten (gemäß VDE 0833/DIN 14675). Störungsbeseitigung ist unverzüglich nach Eingang der Störmeldung zu beginnen; grundsätzlich müssen die Arbeiten innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen sein. Wiederkehrende Sachverständigenprüfungen nach SPrüfV sind innerhalb von jeweils 3 Jahren durchzuführen.S. 7, 8 · 2020
Kosten und GebührenFehlalarme können von den örtlich zuständigen Kommunen nach ihren Kostenersatzsatzungen verrechnet werden. Kann die AÜE am Anschlusstermin nicht angeschlossen werden, werden Kosten in tatsächlicher Höhe (Personal- und Fahrzeugkosten) erhoben. Eine Wiederaufschaltung nach Trennung ist kostenpflichtig.S. 8, 9 · 2020
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Stadt Kempten (Allgäu) – Untere Bauaufsichtsbehörde
Brandschutzdienststelle der Stadt Kempten (Allgäu) (Feuerwehr)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
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