Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
QUELLE · TAB Kreisbrandinspektion Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Weißenburg-Gunzenhausen) – Ausgabestand 2022-08
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDer Antrag zur Aufschaltung der Übertragungseinrichtung an die ILS Mittelfranken Süd ist vom Betreiber spätestens 8 Wochen vor dem geplanten Termin schriftlich beim Konzessionär zu stellen. Der Konzessionär muss die Kreisbrandinspektion zusätzlich spätestens 2 Wochen vor dem Termin schriftlich über die Aufschaltung informieren.S. 5 · 2022
AlarmempfangsstelleDie Aufschaltung der Brandmeldeanlage erfolgt an die Integrierte Leitstelle Mittelfranken Süd in Schwabach. Feueralarme werden an die ILS weitergeleitet, Störungs- und Sabotagemeldungen des FSD müssen an eine ständig besetzte, VdS-zugelassene Stelle gemeldet werden.S. 3, 7 · 2022
ÜbertragungseinrichtungDie Art der Übertragungseinrichtung wird vom Konzessionär festgelegt; die technische Aufschaltung an die BMZ ist zwischen Konzessionär und Errichter abzustimmen. Als Konzessionäre werden die Firmen Bosch Sicherheitssysteme GmbH und Siemens Gebäudetechnik Bayern GmbH & Co. oHG benannt.S. 5, 6 · 2022
Feuerwehrzugang / Standort BMZDer gewaltfreie Zugang der Feuerwehr im Alarmfall muss zu allen überwachten Objekten jederzeit sichergestellt sein. Bei Automatiktüren ist ein eigener, mit 'Feuerwehr-Schlüsselschalter' beschrifteter Schalter nach DIN 4066 Größe 0 vorzusehen, dessen Offenhaltefunktion auch bei Stromausfall mechanisch entriegelbar sein muss; elektrisch betätigte Zufahrtstore benötigen zusätzlich eine mechanische Notöffnung.S. 6, 8 · 2022
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Feuerwehr-InformationszentraleIm Bereich der ersten Feuerwehr-Zugangstür ist ein Feuerwehrinformationszentrum (FIZ) als Stahlblechschrank anzubringen. Es enthält das Feuerwehr-Anzeigetableau nach DIN 14662, das Feuerwehrbedienfeld nach DIN 14661, ein Ablagefach für Feuerwehr-Laufkarten im Format DIN A3 quer sowie optional einen Handfeuermelder.S. 7 · 2022
Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Das Feuerwehrbedienfeld ist nach DIN 14661 auszuführen und mit einem Profilhalbzylinder N1 der Feuerwehrschließung zu verschließen. Über das FBF muss die dynamische Aufzugsteuerung abschaltbar sein, und der ausgelöste Zustand einer Löschanlage wird im dafür vorgesehenen Feld 3 optisch angezeigt.S. 5, 7, 9 · 2022
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Das Feuerwehr-Anzeigetableau ist nach DIN 14662 auszuführen und ist Bestandteil des Feuerwehrinformationszentrums.S. 7 · 2022
Feuerwehr-SchlüsseldepotEs ist ein Feuerwehr-Schlüsseldepot der Klasse 3 einzubauen, das vor dem ersten verschließbaren Zugang im Bereich der Hauptzufahrt bzw. bei Einfriedung vor dem Zufahrtstor anzuordnen ist; Standort und ggf. mehrere FSD bei ausgedehnten Objekten legt die Kreisbrandinspektion fest. Im FSD sind Halbzylinder 35 mm samt Generalschlüssel auf Kosten des Betreibers einzubauen; ohne hinterlegten Objektschlüssel darf die Außentür nach Rückstellung der BMZ nicht verriegeln.S. 6, 7 · 2022
FreischaltelementIn der Nähe des FSD ist ein Freischaltelement mit Profilhalbzylinder nach DIN 18252 manipulationsgeschützt zu montieren; der Montageort ist mit der Kreisbrandinspektion abzustimmen. Das FSE wird wie ein Nebenmelder in einer eigenen Meldergruppe mit eigener Laufkarte angesteuert.S. 7 · 2022
BlitzleuchteAn der Fassade ist eine rote Blitzleuchte zu montieren, deren Standort die Kreisbrandinspektion festlegt; sie wird bei Auslösung der BMA aktiviert und erst durch Rückstellung wieder ausgeschaltet. Bei ausgedehnten Objekten können mehrere Blitzleuchten gefordert werden, die Kosten trägt der Betreiber.S. 8 · 2022
MeldergruppenFür jede Meldergruppe der BMA ist eine eigene Laufkarte zu erstellen; bei selbsttätigen Löschanlagen ist je Löschgruppe eine eigene Meldergruppe vorzusehen, wobei die Sprinklergruppennummer der Meldergruppennummer entsprechen muss.S. 8, 11 · 2022
MelderkennzeichnungDruckknopf- und automatische Melder sind gut lesbar nach DIN 14623 zu kennzeichnen, mit Schildern in Größe nach DIN 4066, witterungs- und UV-beständig, vorzugsweise graviert, angebracht an der Decke neben dem Melder statt am Meldersockel. Nicht sichtbar installierte Melder in Doppelböden, Lüftungskanälen bzw. Zwischendecken sind mit gelben Punkten (Ø 50-100 mm) sowie in den Laufkarten mit den Kürzeln DB, LK bzw. ZD zu kennzeichnen.S. 10 · 2022
Laufkarten – FormatFeuerwehr-Laufkarten sind grundsätzlich im Format DIN A3 formatfüllend zu erstellen; nach Festlegung der Kreisbrandinspektion kann im Bedarfsfall ein anderes Format gewählt werden. Empfohlen wird ein runder Maßstab, z. B. 1:200, 1:500 oder 1:1000; das Material muss formstabil sowie UV- und witterungsbeständig sein und nummerierte, farbige Kartenreiter aufweisen.S. 11, 12 · 2022
Laufkarten – SymbolikFür die Feuerwehr-Laufkarten sind die Symbole nach DIN 14675 zu verwenden, ergänzt um die Symbole für Feuerwehrpläne nach DIN 14095 und die grafischen Symbole für das Feuerwehrwesen nach DIN 14034.S. 12 · 2022
Laufkarten – AktualisierungDie Feuerwehr-Laufkarten sind ebenso wie die Feuerwehrpläne vom Betreiber im Abstand von maximal 2 Jahren zu überprüfen; Veränderungen am Objekt sind der Kreisbrandinspektion umgehend zu melden und in den Unterlagen nachzuführen, ein geänderter Satz ist kostenlos bereitzustellen. Für Schäden aus falschen oder nicht aktualisierten Laufkarten haftet der Betreiber.S. 12 · 2022
Feuerwehrplan (DIN 14095)Der Feuerwehrplan ist vom Betreiber nach DIN 14095 zu erstellen und vor Fertigstellung als PDF der Kreisbrandinspektion zur Freigabe vorzulegen; er ist maximal alle 2 Jahre zu überprüfen. Am Abnahmetermin sind der Kreisbrandinspektion 3 Ausfertigungen (davon 2 laminiert) sowie eine digitale PDF-Version zu übergeben, zusätzlich erhält die ILS Mittelfranken Süd eine PDF-Fassung.S. 13 · 2022
Abnahme und AbstimmungDie Abnahme wird durch die ILS Mittelfranken Süd durchgeführt und erfordert die Anwesenheit von Vertretern der ILS, der Errichterfirma, des Betreibers, des Konzessionärs sowie der Kreisbrandinspektion bzw. der örtlichen Feuerwehr. Spätestens eine Woche vor dem Abnahmetermin sind u. a. Wartungsvertrag, mängelfreier Prüfbericht eines Prüfsachverständigen, Betriebsbuch und Objektschlüssel vorzulegen.S. 9, 14 · 2022
InstandhaltungWartung und Instandsetzung der BMA sind vom Betreiber vertraglich zu sichern; anerkannt werden nur Wartungsverträge mit nach DIN 14675 akkreditierten Fachfirmen. Bei längerem Ausfall der BMA oder der Übertragungseinheit sind unverzüglich Ersatzmaßnahmen zu treffen, z. B. eine 24-Stunden-Sicherheitswache mit telefonischem Bereitschaftsdienst zur Alarmierung über Notruf 112.S. 9, 10 · 2022
Kosten und GebührenFehlalarme können von der zuständigen Stadt, dem Markt oder der Gemeinde nach Art. 28 BayFwG bzw. der jeweils geltenden Gebührensatzung (FwAGS) in Rechnung gestellt werden. Kosten für Blitzleuchte und ein ggf. erforderliches Brandmeldertableau trägt in jedem Fall der Betreiber.S. 8, 10, 11, 14 · 2022
SonstigesBei großflächig oder in mehreren Räumen über Doppelböden bzw. Zwischendecken verlegten Meldern kann ein Brandmeldertableau mit optischer Anzeige je Meldergruppe erforderlich werden; ob und wo es installiert wird, legt die Kreisbrandinspektion fest, die Kosten trägt der Betreiber.S. 10, 11 · 2022
Von den Vorgaben dieser TAB können im Einzelfall Befreiungen bzw. Abweichungen gewährt werden, die schriftlich bei der Kreisbrandinspektion zu beantragen sind.S. 15 · 2022
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen – Untere Bauaufsichtsbehörde
Kreisbrandrat im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (über das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
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