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Landkreis Havelland

QUELLE · TAB Landkreis Havelland, Referat 38, Brandschutzdienststelle (Landkreis Havelland) – Ausgabestand 2024-06-01, Ausgabe Brandschutzmerkblatt Nr. 1
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDie Aufschaltung erfolgt als Fernalarm ueber eine AUeA mit Kategorie Dual Path 3 (DP3) gemaess DIN EN 50136-1 an die Integrierte Regionalleitstelle Nordwest Brandenburg in Potsdam. Vor der Errichtung ist ein BMA-Konzept nach DIN 14675 Punkt 5 zu fertigen und mit der Brandschutzdienststelle des Landkreises Havelland abzustimmen. Der Aufschalttermin ist mindestens 14 Kalendertage vorher mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen.S. 2, 3, 8 · 2024
AlarmempfangsstelleDie AES wird von der Regionalleitstelle Nordwest auf Konzessionsbasis betrieben und ist in Kategorie DP3 mit Erst- und Ersatznetzschnittstelle zu betreiben. Anschaltungen auf die Telefonanlage der Leitstelle sind nicht gestattet. Der Anschluss erfolgt durch schriftlichen Auftrag an den Konzessionaer Siemens AG.S. 3 · 2024
ÜbertragungseinrichtungDie UeE wird vom Konzessionaer (Siemens AG) eingerichtet und gewartet und bleibt dessen Eigentum. Alternativ sind durch zugelassene Errichter mit Nebenclearingstelle (ZE-NCL) folgende von Siemens zertifizierte UeE zugelassen: TAS-Link III und IV (TAS Telefonbau Arthur Schwabe GmbH), comXLine 1516 GSM/LTE (Telenot Electronic GmbH) sowie NCA-260-BMA (Netcom Sicherheitstechnik GmbH). Die UeE ist mit Erst- und Ersatznetzschnittstelle (DP3) zu betreiben und im gleichen Raum wie die BMZ unterzubringen.S. 3, 4 · 2024
Feuerwehrzugang / Standort BMZDer gewaltlose Zugang fuer die Feuerwehr zu allen Raeumen ist ueber das FSD 3 sicherzustellen. Der Hauptzugang der Feuerwehr und die Erstinformationsstelle sind im Vorfeld mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen und im BMA-Konzept festzuschreiben. Ein vorhandenes Einbruchmeldesystem darf den Zutritt der Feuerwehr im Alarmfall nicht beeintraechtigen.S. 5, 6 · 2024
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Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Das FBF ist als Pflichtbestandteil der Erstinformationsstelle erforderlich. Bei ausgeloestem Brandalarm mit erfolgter Weiterleitung an die Regionalleitstelle bedienen die Feuerwehreinsatzkraefte die BMA ausschliesslich ueber das FBF.S. 6, 9 · 2024
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Das FAT ist als Pflichtbestandteil der Erstinformationsstelle erforderlich. Alle Elemente der Erstinformationsstelle sind in einem gemeinsamen Gehaeuse (z. B. FIBS) unterzubringen.S. 6 · 2024
Feuerwehr-SchlüsseldepotEs ist ein FSD 3 gemaess DIN 14675 Anhang A zu verwenden. Grundsaetzlich sind zwei Schluesselsicherungen mit je maximal drei Objektschluesseln vorzusehen; bei mehr als sechs verschiedenen Objektschluesseln ist ein Feuerwehrschluesselschrank (FSS) zu verwenden. Stoerungen der BMA oder Sabotage am FSD sind an eine staendig besetzte Stelle weiterzuleiten. Aktive Transponder koennen im Einzelfall deponiert werden, wenn sie fuer den Aussenbereich geeignet sind und mindestens 5 Jahre Funktionssicherheit aufweisen.S. 5, 6 · 2024
FreischaltelementDas FSE ist wie ein Handfeuermelder in die BMZ einzubinden und darf die Brandfallsteuerung nicht beeinflussen. Es ist in einer Saule bzw. in unmittelbarer Naehe des FSD mit maximal 0,80 Meter Abstand zu installieren. Der Anbringungsort ist in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle festzulegen.S. 6 · 2024
BlitzleuchteDer Standort des FSD 3 und der Feuerwehrzugang sind mit einer gelben Rundumleuchte oder Blitzleuchte zu kennzeichnen. Je nach oertlichen Gegebenheiten koennen mehrere Kennleuchten erforderlich sein. Das Erloeschen der Kennleuchte darf nur beim Ruecksetzen der BMA am FBF erfolgen.S. 5 · 2024
Laufkarten – FormatJe Meldergruppe ist eine FW-Laufkarte nach DIN 14675 Anhang 1 Bild I.3 und I.4 bereitzustellen. Die Karte enthaelt auf der Vorderseite eine Gebaeudeuebersicht mit Bezeichnung der Gebaeudeteile, Treppenhaeuser und Raumkennzeichnung; auf der Rueckseite eine Gebaeudeteile-Uebersicht der betreffenden Meldergruppe in Laufrichtung mit Ausgangspunkt unten. Ein vorgegebenes Layout-Format (z. B. DIN A3 oder DIN A4) ist nicht genannt.S. 6, 7 · 2024
Laufkarten – Anzahl und AblagePro Meldergruppe ist genau eine Feuerwehrlaufkarte bereitzustellen. Bei groesseren BMA kann ein Melderlaufkartendrucker zusaetzlich eingesetzt oder gefordert werden; als Rueckfallebene muss dann ein vollstaendiger Kartensatz vorgehalten werden.S. 6, 7 · 2024
Laufkarten – AktualisierungVor der endgueltigen Fertigung sind die FW-Laufkarten mit der Brandschutzdienststelle des Landkreises Havelland abzustimmen und durch diese freizugeben. Eine Regelung zu Aktualisierungsfristen im laufenden Betrieb ist im Dokument nicht enthalten.S. 7 · 2024
Feuerwehrplan (DIN 14095)Es ist ein Feuerwehrplan nach DIN 14095:2024 zu erstellen. Dabei ist das Brandschutzmerkblatt Nr. 2 des Landkreises Havelland fuer die Erstellung von Feuerwehrplaenen zu beachten.S. 7 · 2024
Abnahme und AbstimmungVor der Aufschaltung sind der Brandschutzdienststelle folgende Nachweise vorzulegen: abgestimmtes BMA-Konzept, Brandfallsteuermatrix, maengelfreies Abnahmeprotokoll der Prufsachverstaendigen, unterzeichneter Wartungsvertrag, Facherrichter-Erklaerung, Zertifizierung des Fachunternehmens nach DIN 14675 sowie abgestimmte Laufkarten und Feuerwehrplan. Zur Inbetriebnahme muessen Brandschutzdienststelle, Antragsteller, Errichter und Konzessionaer anwesend sein.S. 8 · 2024
InstandhaltungFuer die BMA sind jaehrliche Wartungen und vierteljaehrliche Inspektionen vorgeschrieben; alle Vorkommnisse sind im Betriebsbuch zu dokumentieren. Wartungsarbeiten sind grundsaetzlich nicht bei der Regionalleitstelle anzumelden, jedoch ist vor Abschaltungen der Konzessionaer (Siemens NSL) entsprechend den Regularien zu benachrichtigen. Wartungsvertraege sind mit Fachfirmen abzuschliessen, die ein QM-System, eine Kompetenzbescheinigung nach DIN 14675 Ziffer 4.2 und Kenntnisse des verwendeten BMS nachweisen.S. 9, 10 · 2024
Kosten und GebührenKostenersatz wird fuer vorsaetzliche, grob fahrlässige oder durch technische Maengel verursachte Falschalarme auf Grundlage des Brandenburgischen Brand- und Katastrophenschutzgesetzes und der jeweiligen Feuerwehrkostensatzung der Gemeinden erhoben. Fuer Serviceleistungen wie Schluesseldepot-Revisionen oder Teilnahme an wiederkehrenden Pruefungen koennen Gebuehren oder Kostenersatz erhoben werden. Kosten fuer Wiederaufschaltung nach Trennung wegen Falschalarmen traegt der Betreiber.S. 10, 12 · 2024
SonstigesFeuerwehrschliessungen: Es ist ausschliesslich die Schliessung 'Havelland' zu verwenden (Kruse-Spezialzylinder fuer FSE/FSD 1, Kruse VDS-Umstellschloss fuer FSD 3, Profilhalbzylinder fuer Zusatzeinrichtungen). Schlossbestellungen erfordern eine Freigabe der Brandschutzdienststelle und den Abschluss einer Vereinbarung mit dem Landkreis. Ausgebaute funktionsfaehige Schloesser werden zwei Jahre bei der Brandschutzdienststelle gelagert und koennen auf Antrag wiederverwendet werden.S. 7, 8 · 2024

Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.

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ZUSTÄNDIGE STELLEN
Landkreis Havelland – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 57 Abs. 1 BbgBO)
Brandschutzdienststelle: der Landkreis Havelland – bzw. der Träger des örtlichen Brandschutzes mit Berufsfeuerwehr oder gleichwertigen hauptamtlichen Kräften (§ 32 BbgBKG)
Vorschlag — abzustimmen

Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.

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