Stadt Potsdam (kreisfrei)
QUELLE · TAB Landeshauptstadt Potsdam - Fachbereich Feuerwehr - Bereich Gefahrenvorbeugung (Potsdam) – Ausgabestand 2021-05-27, Ausgabe Brandschutzmerkblatt Nr. 1
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDie Aufschaltgenehmigung erfolgt auf Antrag bei der Feuerwehr Potsdam. Das BMA-Konzept gemaess DIN 14675 Punkt 5 ist vor der Errichtung mit der Feuerwehr Potsdam abzustimmen; hierfuer ist ein vorgegebener Vordruck zu verwenden. Die BMA muss den anerkannten Regeln der Technik sowie VVTB Anhang 14 Nr. 2 entsprechen.S. 2 · 2021
AlarmempfangsstelleDie Regionalleitstelle Nordwest betreibt eine AES auf Konzessionsbasis (Konzessionaer: Siemens AG). Aufschaltungen auf die Telefonanlage der Leitstelle sind nicht gestattet. Die AES ist in Kategorie DP3 mit Erst- und Ersatznetzschnittstelle zu betreiben.S. 3 · 2021
ÜbertragungseinrichtungDer Fernalarm ist ueber eine AUeA der Kategorie Dual Path 3 (DP3) gemaess DIN EN 50136-1 weiterzuleiten. Zugelassene ÜE fuer ZE-Aufschaltungen sind TAS-Link III und IV, comXLine 1516 (GSM)/(LTE) sowie NCA-260-BMA. Die ÜE ist im gleichen Raum wie die BMZ unterzubringen und mit Erst- und Ersatznetzschnittstelle (DP3) zu betreiben.S. 3, 4 · 2021
Feuerwehrzugang / Standort BMZDer Feuerwehrzugang und der Standort des FSD 3 sind mit DIN 4066-Hinweisschildern mit Aufschrift 'i' zum Weg zur Erstinformationsstelle zu kennzeichnen. Der gewaltlose Zutritt der Feuerwehr zu allen Raeumen ist sicherzustellen; Einbruchmeldeanlagen duerfen diesen nicht beeintraechtigen.S. 5, 6 · 2021
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Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Das Feuerwehr-Bedienfeld (FBF) ist als Bestandteil der Erstinformationsstelle erforderlich. Die Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft nach ausgeloestem Fernalarm erfolgt durch die Feuerwehr Potsdam ueber das FBF. Standort und Hauptzugang sind vorab mit der zustaendigen Brandschutzdienststelle abzustimmen und im BMA-Konzept festzuschreiben.S. 6, 9 · 2021
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Das Feuerwehr-Anzeigetableau (FAT) ist als Bestandteil der Erstinformationsstelle erforderlich. Die einzelnen Bestandteile der Erstinformationsstelle sind vorzugsweise in einem gemeinsamen Gehaeuse unterzubringen.S. 6 · 2021
Feuerwehr-SchlüsseldepotEin FSD 3 gemaess DIN 14675 Anhang A ist vorzusehen. Grundsaetzlich sind zwei Schluesselueberwachungen mit je einem identischen Schluessel (maximal 3 Objektschluessel) einzulegen; bei mehr als 3 verschiedenen Objektschluesseln ist ein Feuerwehrschluesselschrank (FSS) zu verwenden. Chipkarten sind gesichert zu hinterlegen; passive Transponder sind der Regelfall, aktive nur im Einzelfall bei geeigneter Ausfuehrung und mindestens 5 Jahren Funktionssicherheit.S. 5, 6 · 2021
FreischaltelementIn unmittelbarer Naehe zum FSD 3 ist ein Freischaltelement (FSE) mit Vandalismusrosette im Handbereich vorzusehen. Fuer das FSE ist der Kruse Spezialzylinder mit Vandalismusrosette zu verwenden, die Rosette ist dauerhaft mit 'F' zu kennzeichnen.S. 6, 8 · 2021
BlitzleuchteDer Standort des FSD 3 und der Feuerwehrzugang sind mit einer gelben Rundumleuchte oder Blitzleuchte zu kennzeichnen. Das Verloeschen der Leuchte darf nur beim Ruecksetzen der BMA am FBF erfolgen. Je nach oertlichen Gegebenheiten koennen mehrere Leuchten erforderlich sein.S. 6 · 2021
Laufkarten – FormatFeuerwehr-Laufkarten sind nach DIN 14675 Anhang I Bild I.3 und Bild I.4 zu erstellen. Die Vorderseite enthaelt Gebaeudeubersicht, Treppenhaeuser, Raumkennzeichnung und den Standort der Erstinformationsstelle mit 'i'-Zeichen; die Rueckseite zeigt Gebaeudeteilubersicht der jeweiligen Meldergruppe in Laufrichtung, Ausgangspunkt unten.S. 7 · 2021
Laufkarten – Anzahl und AblageJe Meldergruppe ist grundsaetzlich eine Feuerwehr-Laufkarte bereitzustellen. Bei groesseren BMA kann ein Melderlaufkartendrucker eingesetzt oder gefordert werden; als Rueckfallebene muss dann ein vollstaendiger ausgedruckter Satz vorgehalten werden.S. 7 · 2021
Laufkarten – AktualisierungFeuerwehr-Laufkarten sind vor der endgueltigen Fertigung mit der Feuerwehr Potsdam abzustimmen und durch diese freizugeben. In Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle ist der Standort der Erstinformationsstelle im BMA-Konzept festzuschreiben.S. 7 · 2021
Feuerwehrplan (DIN 14095)Ein Feuerwehrplan nach DIN 14095 ist zu erstellen. Das Brandschutzmerkblatt Nr. 2 der Landeshauptstadt Potsdam fuer die Erstellung von Feuerwehrplaenen ist zu beachten.S. 7 · 2021
Abnahme und AbstimmungDer Aufschalttermin ist mindestens 14 Kalendertage vorher mit der Feuerwehr Potsdam abzustimmen. Vor der Aufschaltung sind sieben Unterlagen einzureichen, u.a. maengelfreies Sachverstaendigenprotokoll, Wartungsvertrag, Errichterprotokoll (Feuerwehr-Vordruck), Fach-Errichtererklaerung und Zertifizierungsnachweis nach DIN 14675. Zu wiederkehrenden Pruefungen ist die Feuerwehr Potsdam einzuladen.S. 8, 9 · 2021
InstandhaltungFuer die BMA ist ein Betriebsbuch zu fuehren und an der Erstinformationsstelle zu hinterlegen. Jaehrliche Wartung und vierteljaehrliche Inspektionen sind durchzufuehren und zu dokumentieren. Wartungsarbeiten muessen nicht bei der Regionalleitstelle angemeldet werden; vor Abschaltung der UE ist jedoch der Konzessionaer zu benachrichtigen.S. 10 · 2021
Kosten und GebührenKostenersatz wird fuer vorsaetzliche, grob fahrlaessige oder durch technische Maengel verursachte Falschalarme gemaess Brandenburgischem Brand- und Katastrophenschutzgesetz und der Feuerwehrkostensatzung erhoben. Fuer Serviceleistungen wie FSD-Revisionen, Teilnahme an Pruefungen oder das Oeffnen von Zusatzeinrichtungen koennen Gebuehren oder Kostenersatz erhoben werden. Die Kosten fuer eine Wiederaufschaltung nach Trennung der Aufschaltung traegt der Betreiber.S. 9, 10 · 2021
SonstigesBrandfallsteuerungen: Bei Verknuepfung der BMA mit sicherheitstechnischen Einrichtungen ist eine Brandfallsteuerliste zu erstellen, durch Pruefingenieure auf Plausibilitaet zu pruefen und als vereinfachte Darstellung im Layout nach DIN 4066 (Mindestgroesse DIN A4) an der Innenseite der Tuer der Erstinformationsstelle anzubringen. Objektfunkanlagen sind durch die BMA in Betrieb zu setzen; Deaktivierung darf fruehestens 2 Stunden nach Alarmrueckstellung automatisch erfolgen.S. 3, 7 · 2021
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Stadt Potsdam – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 57 Abs. 1 BbgBO)
Stadt Potsdam – Brandschutzdienststelle (§ 32 BbgBKG)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
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