Stadt Frankfurt am Main (kreisfrei)
QUELLE · TAB Werkfeuerwehr der Fraport AG (Frankfurt am Main) – Ausgabestand 2019-09-01, Ausgabe 2.0
Festlegungen nach Thema
AufschaltungAlle bauordnungsrechtlich geforderten BMA muessen per Uebertragungseinheit (UE) auf die Feuerhauptmeldezentrale (FHMZ) der Fraport AG aufgeschaltet werden. Die Aufschaltung einer UE darf nur durch den vorbeugenden Brandschutz der Werkfeuerwehr (VB) in Zusammenarbeit mit der Fraport-Fachabteilung fuer Gefahrenmeldesysteme und ggf. der BMA-Errichterfirma erfolgen. Stoermeldungen sind auf eine staendig besetzte Stelle aufzuschalten.S. 3, 5 · 2019
AlarmempfangsstelleDie Alarmempfangsstelle ist die Sicherheitsleitstelle (SLS) der Fraport AG als staendig besetzte Stelle. An der UE muessen mindestens Brandmeldung, Stoerung der BMA sowie Stoerung der UE oder des Leitungsweges angezeigt werden. Die Fernuebertragung von Meldungen auf Endgeraete der Feuerwehr ist bei einsatztaktischem Bedarf zu realisieren.S. 5, 11 · 2019
ÜbertragungseinrichtungDie Uebertragung von Brandmeldungen erfolgt per UE ueber eine Standleitung an die FHMZ. Die Anzahl der UE richtet sich nach den notwendigen Anfahrtspunkten und der Ausrueckeordnung; bei mehreren Anfahrtspunkten oder Sonderfahrzeugbedarf sind mehrere UE vorzusehen, die Festlegung erfolgt durch den VB. Mindestens 6 Wochen vor der Aufschaltung sind die erforderlichen Daten an den VB zu uebermitteln.S. 5 · 2019
Feuerwehr-InformationszentraleJeder UE wird ein definierter Feuerwehr-Anfahrtspunkt mit einer Feuerwehr-Erst-Informations-Stelle (FEIS) zugeordnet. Die FEIS ist in Abstimmung mit dem VB in einem von aussen direkt zugaenglichen Raum zu verorten und muss mindestens FAT, FBF, Einsatzdatei mit Laufkarten und Meldegruppenverzeichnis (je doppelt), Feuerwehrplaene sowie einen festen oder ausziehbaren Tisch enthalten.S. 6, 7 · 2019
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Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Das Feuerwehrbedienfeld (FBF) ist an der FEIS zu installieren und muss gut lesbar mit der Nummer der UE beschriftet sein. Die UE muss auch unabhaengig von der BMA manuell ueber das FBF ausgeloest werden koennen.S. 5, 6 · 2019
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Das Feuerwehranzeigetableau (FAT) ist an der FEIS anzuordnen. Neben der Meldegruppenanzeige ist ein Zusatztext mit Angabe der Melderart und Ebene zu nutzen; die Melderart ist aus dem Meldegruppenverzeichnis zu uebernehmen. Der Zusatztext ist in Abstimmung mit dem VB festzulegen.S. 6, 7 · 2019
Feuerwehr-SchlüsseldepotBei Verwendung von Feuerwehrschluesseldepopts (FSD) und Freischaltelementen (FSE) sind Art und Ausfuehrung fruehzeitig in Abstimmung mit dem VB festzulegen; dies gilt auch fuer die Anzahl der zu hinterlegenden Schluessel oder Codekarten.S. 6 · 2019
FreischaltelementDas Freischaltelement (FSE) traegt die Schliessung '90HV699' zusammen mit dem FEIS-Zugang, FBF, FAT sowie den Schluesselschaltern fuer Bedienfreigabe und Stromlosschaltung. Details zur Ausfuehrung sind fruehzeitig in Abstimmung mit dem VB festzulegen.S. 6, 7 · 2019
BlitzleuchteDie FEIS ist an der Aussenseite des Objektes mit einer gelben Blitzleuchte zu kennzeichnen; Montage kann haengend oder stehend erfolgen. Die Blitzleuchte ist mit der BMA-Kennung als rotes ABS-Kunststoffschild mit weisser Schrift zu beschriften. Weitere Blitzleuchten koennen durch den VB zusaetzlich gefordert werden.S. 6 · 2019
MeldergruppenDie Meldegruppenvergabe hat in sinnvoller Reihenfolge zu erfolgen und ist dem VB vorzulegen. Horizontale Meldegruppen spiegeln die Ebene wider (z.B. E01 = MG 1001), vertikale Bereiche wie Schaechte und Treppenraeume erhalten eigene Bezeichnungen. Bei der Erstplanung sind nur ungerade Meldegruppen zu verwenden, um gerade Nummern fuer Umbau- und Nachruestungen freizuhalten; Abweichungen sind in Abstimmung mit dem VB moeglich.S. 10 · 2019
MelderkennzeichnungJeder Brandmelder ist dauerhaft mit Zentralenbezeichnung, Gruppen- und Meldernummer zu beschriften (rotes Schild mit weisser Schrift, Meldernummer immer zweistellig). Die Schildgroesse richtet sich nach der Montagehoehe: bis 3 m = 95 x 40 mm, ueber 3 bis 6 m = 150 x 50 mm, ab 6 m = 600 x 100 mm; Rundschilder 50 mm Durchmesser. Die Kennzeichnung muss unmittelbar aus dem Angriffsweg der Feuerwehr lesbar sein.S. 9, 17 · 2019
Laufkarten – FormatLaufkarten sind digital als einzelne PDF-Datei sowie als DWG- oder DGN-Datei abzugeben; die Dateibezeichnung folgt dem Muster 'MG 5-stellig_UE 4-stellig_JahrMonat'. Fuer den FEIS sind sie auf synthetischem Papier oder laminiert auszufuehren (je nach Absprache mit VB). Das Format ist DIN A4 oder DIN A3 je nach Gebaeudegroesse; Detailabstimmung zu Format und Anzahl der Saetze ist vorab zwingend mit dem VB durchzufuehren.S. 11 · 2019
Laufkarten – SymbolikFarbige Symbole nach einschlaegigen DIN-Normen gemaess DIN 14675 sind zu verwenden. Farbregelung: Rot fuer nichtautomatische Melder und BMZ, Gelb fuer automatische Melder, Blau fuer Sprinklergruppen, Sprinklerzentralen und sonstige Loeschanlagen. Die Vorderseite zeigt vereinfachten Grundriss mit Zugang per rotem Pfeil, die Rueckseite einen Detailausschnitt mit standortgenauem Meldereintrag.S. 12, 13 · 2019
Laufkarten – Anzahl und AblageAm FEIS sind 2 Saetze Feuerwehrlaufkarten sowie mindestens 1 Ordner (75 mm) mit Feuerwehrplaenen vorzuhalten. Bei Ordneraufbewahrung sind maximal 60 Laufkarten pro DIN-A4-Ordner (75 mm breit, rot, Vierfachlochung) zugelassen.S. 11 · 2019
Laufkarten – AktualisierungVor der Aufschaltung muessen alle Feuerwehrlaufkarten mangelfrei mindestens 2 Wochen vorher in digitaler Form als PDF und DWG oder DGN zur Pruefung vorgelegt werden. Eine Aufschaltbescheinigung kann nur bei Mangelfreiheit und Vollstaendigkeit ausgestellt werden.S. 14 · 2019
Feuerwehrplan (DIN 14095)Am FEIS ist ein Meldegruppenverzeichnis nach Fraport-Standard auf synthetischem Papier oder laminiert vorzuhalten; die Vorlage ist beim VB oder der Fachabteilung erhaeltlich. Das Meldegruppenverzeichnis ist zusaetzlich digital als Excel- und PDF-Datei abzugeben. Fuer Feuerwehrplaene ist mindestens 1 Ordner (75 mm) am FEIS vorzusehen.S. 13 · 2019
Abnahme und AbstimmungVor Inbetriebnahme findet eine Abnahme durch den VB statt, bei der die Einhaltung der Anschaltbedingungen geprueft wird; die normenkonforme Pruefung obliegt vorab einem anerkannten Sachverstaendigen (TPruefVo). Zur Aufschaltung sind u.a. ein mangelfreier Sachverstaendigen-Bericht, das BMA-Konzept, alle Feuerwehrlaufkarten (mind. 2 Wochen vorher) sowie ein gueltiger Wartungs- und Instandhaltungsvertrag (24/7) erforderlich.S. 3, 14 · 2019
InstandhaltungEin gueltiger Wartungs- und Instandhaltungsvertrag mit 24/7-Stoerungsbeseitigung ist Voraussetzung fuer die Aufschaltung. Kontaktdaten der Stoerungsstelle sind an der BMZ anzubringen und aktuell zu halten; jede Aktualisierung ist dem VB unverzueglich mitzuteilen. Bei Abschaltung der UE waehrend Wartungsarbeiten hat der Wartungsnehmer alle daraus entstehenden Folgen selbst zu tragen.S. 5, 20 · 2019
SonstigesReihenschaltung von BMA als Unterzentralen an eine bestehende BMA ist grundsaetzlich unzulaessig; in Ausnahmefaellen kann eine solche Konstellation nach Abstimmung mit dem VB als Interimsloesung zugelassen werden. Gasloesch- und Sprinkleranlagen werden im Regelfall als autarke Systeme mit eigener UE betrieben; Ausnahmen beduetfen der Abstimmung mit und Genehmigung durch den VB.S. 4, 10 · 2019
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Gemeindevorstand der Stadt Frankfurt am Main – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 60 Abs. 1 Nr. 1 HBO)
Stadt Frankfurt am Main – Brandschutzdienststelle/Feuerwehr (§ 3 Abs. 3, § 16 Abs. 1 HBKG)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
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