Landkreis Hersfeld-Rotenburg
QUELLE · TAB Kreisausschuss des Landkreises Hersfeld-Rotenburg (Hersfeld-Rotenburg) – Ausgabestand 2018-01
Festlegungen nach Thema
AufschaltungBMA werden über eine Übertragungseinrichtung (ÜE) an die Übertragungsanlage der Zentralen Leitstelle des Landkreises Hersfeld-Rotenburg aufgeschaltet. Die Anschaltung erfolgt auf Antrag beim Konzessionär (Fa. Siemens), der auch den Übertragungsweg festlegt. Jede ÜE erhält eine gut lesbar am oder im BMZ-Gehäuse anzubringende Nummer.S. 2 · 2018
AlarmempfangsstelleDie Zentrale Leitstelle des Landkreises Hersfeld-Rotenburg ist die Alarmempfangsstelle. Brandmeldungen dürfen nur direkt oder indirekt (über den Konzessionsnehmer als Hauptalarmempfangsstelle) zur Leitstelle übertragen werden.S. 2 · 2018
ÜbertragungseinrichtungDer Betrieb der Übertragungsanlage ist dem Konzessionsnehmer Fa. Siemens übertragen. Störungen im Übertragungsnetz werden vom Konzessionär aufgrund vertraglicher Vereinbarungen unmittelbar beseitigt. Interne Allgemeine Störmeldungen der BMA dürfen nicht zur Zentralen Leitstelle aufgeschaltet werden.S. 2, 8 · 2018
Feuerwehrzugang / Standort BMZDer Feuerwehrzugang muss sich in unmittelbarer Nähe der Anfahrstelle für die Feuerwehr befinden, die gemäß Muster-Richtlinien über Flächen für die Feuerwehr (Fassung 02/2007) als Feuerwehrzufahrt ausgeführt sein muss. FBF, FAT und Laufkarten (FIBS) sind als räumliche Einheit in unmittelbarer Nähe des Feuerwehrzugangs zu installieren. Anordnung und Zugang sind frühzeitig in der Planungsphase mit dem Fachdienst Brandschutz abzustimmen.S. 2, 3 · 2018
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Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Ein FBF ist im Landkreis Hersfeld-Rotenburg verbindlich vorgeschrieben, da die Feuerwehren keine Schaltvorgänge an den BMZ-Bedienfeldern durchführen. Das FBF ist mit einem Halbzylinder der 'Schließung Landkreis Hersfeld-Rotenburg' auszurüsten; der Einbau des Schließzylinders erfolgt spätestens bei Inbetriebnahme durch den Fachdienst Brandschutz.S. 3 · 2018
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Ein FAT nach DIN 14662 ist verpflichtend und in unmittelbarer Nähe von BMZ und FBF zu installieren. Die Programmierung des Meldetextes ist mit dem Fachdienst Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz (Abt. 2.51) abzustimmen. In begründeten Ausnahmen kann das FAT gemeinsam mit FBF und ÜE an einem anderen Standort installiert werden, was ebenfalls abstimmungspflichtig ist.S. 3 · 2018
Feuerwehr-SchlüsseldepotBei Gebäuden mit BMA ist ein FSD nach DIN 14675 mit Doppelbart-Umstellschloss erforderlich. Das FSD ist in einer Höhe zwischen 1,40 m und 1,60 m über Geländeoberfläche anzubringen; der Anbringungsort ist in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle festzulegen. Mindestens 2 Halbzylinder mit je einem Objektschlüssel sind im FSD zu hinterlegen; die genaue Menge ist im Vorfeld abzustimmen.S. 3, 4 · 2018
FreischaltelementEin VdS-anerkanntes FSE ist einzubauen, damit die Feuerwehr das FSD ohne Alarmauslösung öffnen kann. Das FSE ist mit einem Halbzylinder der 'Schließung Landkreis Hersfeld-Rotenburg' auszurüsten und in ca. 2,00 m Höhe über Geländeoberfläche anzubringen. Es ist an eine eigene Meldergruppe der BMZ anzuschalten; der Standort ist mit dem Fachdienst Brandschutz abzustimmen.S. 4 · 2018
BlitzleuchteDer Feuerwehrzugang ist an der Außenseite des Objektes mit einer gelben Blitzleuchte zu kennzeichnen. Je nach Objekt können weitere Kennleuchten (z. B. an Toranlagen) erforderlich sein.S. 2 · 2018
MeldergruppenJede Alarmventilstation einer Sprinkleranlage ist als eine eigene Meldergruppe auf die BMZ aufzuschalten. Für jeden Strömungsmelder oder Druckwächter ist eine separate Meldergruppe vorzusehen; diese dürfen die ÜE nicht auslösen. Melder, die ausschließlich zur Auslösung von Feststellanlagen dienen, dürfen nicht auf die BMZ aufgeschaltet werden.S. 6 · 2018
MelderkennzeichnungJeder Brandmelder ist dauerhaft mit Gruppen- und Meldernummer zu beschriften, gut lesbar vom Standort der erkundenden Feuerwehr aus. Bei verdeckter Montage sind Parallelanzeigen oder Sondertableaus einzusetzen. Die Meldernummern sind zusätzlich in die Feuerwehr-Laufkarte einzutragen; Einzelmelderidentifikation wird empfohlen.S. 4 · 2018
Laufkarten – FormatFeuerwehr-Laufkarten sind im Format DIN A3 auszuführen. Die Karten müssen aus formstabiler Folie oder laminiertem Karton bestehen und mit einem Reiter versehen sein, auf dem die Meldergruppen-Nummer ersichtlich ist.S. 6 · 2018
Laufkarten – Anzahl und AblageJe Meldergruppe ist eine Laufkarte an BMZ bzw. FAT gut sichtbar und griffbereit zu hinterlegen. Bei mehr als 50 Meldergruppen ist im Laufkartendepot über jedem Laufkartenreiter eine LED-Anzeige erforderlich.S. 6 · 2018
Laufkarten – AktualisierungLaufkarten sind im Entwurfsstadium mit dem Fachdienst Brandschutz (Abt. 2.51) abzustimmen. Bei BMA mit automatischem Laufkartenausdruck muss zusätzlich ein kompletter Satz aller Meldergruppen-Laufkarten separat bereitgehalten werden.S. 6 · 2018
Feuerwehrplan (DIN 14095)Für jedes mit einer BMA gesicherte Objekt ist ein Feuerwehrplan nach DIN 14095 zu erstellen. Die Ausführung richtet sich nach einem eigenen Merkblatt (Anlage 3). Pläne sind im Format DIN A3 Querformat in dreifacher Ausführung zu erstellen: 2 x laminiert im roten Ordner und 1 x in Papierform; die Laminierungsstärke darf 42 Mikrometer nicht überschreiten. Prüfung und Genehmigung der Pläne sind kostenpflichtig.S. 7, 22 · 2018
Abnahme und AbstimmungVor Aufschaltung der BMA erfolgt eine stichprobenartige Prüfung durch den Fachdienst Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz (Abt. 2.51). Der Fachdienst ist zur zeitgleichen Prüfung mit dem Sachverständigen einzuladen. Bei Abnahme sind Fachbauleiterbescheinigung des Errichters, Kopie des Wartungsvertrags, Sachverständigengutachten und das ausgefüllte Aufschaltungsprotokoll vorzulegen.S. 7 · 2018
InstandhaltungWartungen und Inspektionen sowie sonstige Vorkommnisse sind fortlaufend in einem Betriebsbuch zu dokumentieren, das jederzeit einsehbar an der BMZ zu hinterlegen ist. Es ist ein Wartungsvertrag mit einer VdS-anerkannten Fachfirma abzuschließen. Interne Störmeldungen der BMA sind an eine ständig besetzte Stelle weiterzuleiten.S. 8 · 2018
SonstigesZur Falschalarmvermeidung bei automatischen Meldern, die die ÜE auslösen, ist eine von drei Maßnahmen anzuwenden: Mehrfachsensormelder, Zweimelderabhängigkeit oder Zweigruppenabhängigkeit. Alarmzwischenspeicherung und tageszeitabhängige Fernalarmübertragung sind nicht zulässig und bedürfen im Einzelfall der Abstimmung mit dem Fachdienst Brandschutz.S. 5 · 2018
Bauliche, konzeptionelle oder betriebliche Änderungen an der BMA sind dem Fachdienst Brandschutz und der Bauaufsicht umgehend schriftlich anzuzeigen. Die vollständige BMA-Dokumentation ist nach jeder Änderung auf den aktuellen Stand zu bringen.S. 8 · 2018
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Kreisausschuss des Landkreises Hersfeld-Rotenburg – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 60 Abs. 1 Nr. 1 HBO)
Brandschutzdienststelle des Landkreises Hersfeld-Rotenburg – Leitung Kreisbrandinspektor:in (§ 4 Abs. 2 HBKG)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
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