Landkreis Marburg-Biedenkopf
QUELLE · TAB Landkreis Marburg-Biedenkopf, Fachbereich Gefahrenabwehr (Marburg-Biedenkopf) – Ausgabestand 2015-04-01
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDer Fernalarm baurechtlich geforderter BMA ist auf die Zentrale Leitstelle Marburg-Biedenkopf weiterzuleiten. Die Aufschaltung erfolgt ueber die HCL des Betreibers der Alarmempfangszentrale (Siemens AG, Wetzlar); nur zugelassene Errichter nach DIN 14675 duerfen ÜE aufschalten. Die Vorlaufzeit fuer die Abstimmung betraegt ca. 8 Wochen.S. 9, 7 · 2015
AlarmempfangsstelleDie Alarmempfangszentrale (HCL) fuer den Landkreis Marburg-Biedenkopf wird von der Siemens AG, Fire Safety, Wetzlar betrieben. Brandalarmmeldungen duerfen nur ueber die HCL (direkt oder ueber eine NCL) an die Zentrale Leitstelle uebertragen werden; andere Meldungen als Brandalarmmeldungen sind nicht zulaessig.S. 7, 8, 9 · 2015
ÜbertragungseinrichtungÜE muessen DIN VDE 0833 Teil 2 Abschnitt 3.2 entsprechen; die Verbindungsanforderungen ergeben sich aus DIN EN 50136 und DIN 14675/A2. Die ÜE-Nummer (vom Konzessionaer vergeben) ist gut lesbar am Gehaeusse anzubringen; ist die BMZ nicht am Feuerwehrzugang, ist die Nummer auch an der FIZ anzubringen. Der Betreiber der Alarmempfangszentrale schreibt dem Errichter die Verwendung von ÜE-Modellen aus mindestens drei Herstellern vor.S. 9 · 2015
Feuerwehrzugang / Standort BMZFuer den Zugang ueber Zaunanlagen oder Werkstore kann FSD 1 (Schluesselrohr) oder die Feuerwehrdoppelschliessung eingesetzt werden. Falls Sicherheitsbeleuchtung vorhanden ist, ist eine Sicherheitsleuchte im Bereich der BMZ bzw. am Feuerwehranlaufpunkt zu installieren. Details sind in Abstimmung mit dem Landkreis festzulegen.S. 12 · 2015
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Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Die BMZ ist mit einem FBF nach DIN 14661 auszustatten. Das Schloss erfordert einen DIN-Profil-Halbzylinder der Feuerwehrschliessung des Landkreises, der bei Aufschaltung gegen Rechnung geliefert wird. Alle Brandfallsteuerungen muessen am FBF mit der Taste 'Brandfallsteuerung ab' abschaltbar sein; der Standort ist (wenn nicht bei der BMZ) im Einvernehmen mit dem Landkreis festzulegen.S. 10 · 2015
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Ein FAT nach DIN 14662 ist zu installieren; es ist zu programmieren mit Meldergruppe/Meldernummer in der ersten Zeile und Raumbezeichnung in der zweiten Zeile. Bei separater Installation ist ebenfalls ein DIN-Profil-Halbzylinder der Landkreis-Schliessung erforderlich. Bei ausgedehnten Objekten kann mehr als ein FAT benoetigt werden.S. 11 · 2015
Feuerwehr-SchlüsseldepotEin FSD 3 nach DIN 14675 ist gemaess VdS-Richtlinie 2105 einzubauen und ueber einen VdS-zugelassenen Anschlussadapter (SDA) an die BMA anzuschliessen. Die Vorlaufzeit fuer die Bestellung des Zylinders betraegt ca. 6 Wochen; die Bestellung erfolgt nach schriftlicher Freigabe durch den Landkreis bei der Firma Gunnebo Deutschland GmbH, Garching. Ueber die im FSD hinterlegten Objektschlussel ist ein Schluesselprotokoll anzufertigen.S. 13 · 2015
FreischaltelementEin Freischaltelement (FSE) ist an einer fuer die Feuerwehr gut erreichbaren Stelle, vorzugsweise im Nahbereich des FSD, zu installieren.S. 13 · 2015
BlitzleuchteAm Feuerwehrzugang und ggf. an weiteren Unterzentralen ist eine gelbe Kennleuchte zu installieren, die bei Auslosung der ÜE aktiviert wird. Zulaessig sind netzunabhaengige Dreh- oder Blitzleuchten (12 V oder 24 V). Die Standorte sind mit der zustaendigen Brandschutzdienststelle abzustimmen und so zu waehlen, dass die Leuchte aus der Anfahrrichtung sichtbar ist.S. 14 · 2015
MeldergruppenIn einer Meldergruppe duerfen maximal 32 automatische Brandmelder zusammengefasst werden. Fuer nichtautomatische Melder sind eigene Meldergruppen mit nicht mehr als 10 Meldern vorzusehen. BMA mit mehr als 50 Meldergruppen sind mit Registriereinrichtungen (z. B. Protokolldrucker) auszustatten, die Alarme, Abschaltungen und Stoerungen mit Datum und Uhrzeit erfassen.S. 10, 17, 18 · 2015
MelderkennzeichnungJeder Brandmelder ist dauerhaft und gut lesbar mit Gruppen- und Meldernummer zu kennzeichnen. Handfeuermelder-Gehaeusse duerfen nur dann mit 'Feuerwehr' in Rot (RAL 3000) beschriftet sein, wenn eine ÜE ausgeloest wird; ohne ÜE-Auslosung ist nur 'Hausalarm' mit blauer Farbkennzeichnung (RAL 5005) zulaessig.S. 17 · 2015
Laufkarten – FormatLaufkarten sind dauerhaft gegen Verschmutzung zu schuetzen, z. B. durch Einlaminieren. Die Ausfuehrung muss DIN 14675 Anhang K entsprechen. Einzelheiten der Kartengestaltung sind mit dem Landkreis abzustimmen; ein Muster ist vor Aufschaltung zur Zustimmung vorzulegen.S. 11, 12 · 2015
Laufkarten – Anzahl und AblageJe Meldergruppe ist mindestens eine gesonderte Laufkarte erforderlich. Bei BMA mit mehr als 50 Meldergruppen muss bei Alarm ueber der betreffenden Laufkarte eine rote Leuchtanzeige aufleuchten. Bei verschiedenen Angriffswegen sind zusaetzliche Kartensaetze vorzuhalten.S. 11, 12 · 2015
Laufkarten – AktualisierungBei Aenderungen der Anlagenstruktur oder baulichen Veraenderungen mit Auswirkung auf die Gueltigkeit der Melderkarten sind diese unverzueglich zu korrigieren und im Kartendepot auszutauschen. Der Betreiber der BMA ist fuer die Aktualisierung verantwortlich.S. 12, 7 · 2015
Feuerwehrplan (DIN 14095)Farbige Feuerwehrplaene sind in Anlehnung an DIN 14095 Teil 1 zu erstellen; Papierausfertigungen duerfen nicht groesser als DIN A3 sein. Sie sind in dreifacher Ausfertigung der zustaendigen Feuerwehr und in einfacher Ausfertigung der Brandschutzdienststelle zu uebergeben. Der Inhalt ist in allen Einzelheiten mit der zustaendigen Brandschutzdienststelle abzustimmen; ein Planentwurf ist vorzulegen, und die endgueltige Fertigung darf erst nach Zustimmung erfolgen.S. 24 · 2015
Abnahme und AbstimmungDie Gesamtkonzeption der BMA bedarf der Abstimmung mit dem Fachbereich Gefahrenabwehr vor Ausfuehrung. Die Abnahme erfolgt im Beisein von Auftraggeber, Errichter, Betreiber der Alarmempfangszentrale und Vertreter des Landkreises und ist kostenpflichtig. Der Aufschalttermin ist mit mindestens dreiwochigem Vorlauf abzustimmen.S. 4, 6, 22 · 2015
InstandhaltungFuer den Anschluss an die Zentrale Leitstelle ist ein Wartungsvertrag mit dem Errichter oder einer nach DIN 14675 zertifizierten Fachfirma Pflicht; der Vertrag muss Pruefungen nach DIN VDE 0833 Teil 1 Abschnitte 4 und 5 beinhalten. Eine Kopie der Wartungsnachweise (mindestens jaehrlicher Sammelnachweis mit BMA-Nummer) ist dem Landkreis unaufgefordert vorzulegen. BMA-Betreiber sind verpflichtet, mindestens drei 'eingewiesene Personen' vorzuhalten.S. 21, 22 · 2015
Kosten und GebührenDie Anschaltabnahme, FSD-Wartung und alle Wiederholungsabnahmen sind kostenpflichtig; Grundlage ist die Gebuehrensatzung des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Fehl- und Falschalarme werden dem BMA-Betreiber in Rechnung gestellt (Rechtsgrundlage HBKG § 61 Abs. 2 Nr. 6). Revisionsmeldungen werden durch den Betreiber der Alarmempfangszentrale abgerechnet.S. 23 · 2015
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Kreisausschuss des Landkreises Marburg-Biedenkopf – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 60 Abs. 1 Nr. 1 HBO)
Brandschutzdienststelle des Landkreises Marburg-Biedenkopf – Leitung Kreisbrandinspektor:in (§ 4 Abs. 2 HBKG)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
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