Landkreis Offenbach
QUELLE · TAB Kreis Offenbach - Vorbeugender Gefahrenschutz (Kreis Offenbach) – Ausgabestand 2006-08
Festlegungen nach Thema
AufschaltungBMA sind auf die Zentrale Leitstelle für Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst des Kreises Offenbach in Dietzenbach aufzuschalten. Dies erfolgt standardmaessig ueber angemietete Fernsprech-Standleitungen der Netzbetreiber. Ist eine Standleitung aus oertlichen Gruenden nicht moeglich, ist in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle ein AWUG ueber einen gesonderten Fernsprechangschluss zu verwenden.S. 3 · 2006
AlarmempfangsstelleDie Zentrale Leitstelle fuer Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst des Kreises Offenbach in Dietzenbach ist die zustaendige Alarmempfangsstelle. Ein Wartungsvertrag mit dem Errichter oder einer gleichwertigen Fachfirma ist Voraussetzung fuer den Anschluss.S. 3, 9 · 2006
ÜbertragungseinrichtungDie UE muss DIN VDE 0833 Teil 2 Abschnitt 3.2 entsprechen. Zur manuellen Handausloesung ist ein nichtautomatischer Brandmelder nach DIN EN 54-11 vorzusehen. Zwischen Betreiber und der oeffentlichen Empfangszentrale ist ein Anschlussvertrag erforderlich.S. 3 · 2006
Feuerwehrzugang / Standort BMZDer Raum mit der BMZ soll einen unmittelbaren Zugang von aussen besitzen; ist das nicht moeglich, ist der Weg zur BMZ zu kennzeichnen. Der Zugangsweg ist im Einvernehmen mit der oertlich zustaendigen Feuerwehr festzulegen.S. 4 · 2006
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Feuerwehr-InformationszentraleFeuerwehrbedienfeld, Feuerwehranzeigetableau, Meldergruppenkartei und ggf. Lageplantableau sollen als Einheit im Eingangsbereich installiert werden, vorzugsweise in einem gemeinsamen Stahlblechgehaeuse mit Feuerwehrschliesssung (FIZ oder FIBS). Abweichungen beduerften der Zustimmung der Brandschutzdienststelle.S. 4 · 2006
Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Die BMZ ist mit einem Feuerwehrbedienfeld nach DIN 14661 auszustatten. Die Feuerwehrschliessung fuer das Bedienfeld ist mit der oertlich zustaendigen Feuerwehr abzustimmen.S. 3 · 2006
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Jede BMA erfordert ein Feuerwehranzeigetableau nach DIN 14662. Im FAT sind je Melder folgende Informationen einzupflegen: Meldergruppennummer, Meldernummer, Melderart, Lage (Gebaeude/Geschoss), Raumfunktion sowie ggf. Zimmernummer und besondere Gefahren. Die Liste der Anzeigetexte ist der Brandschutzdienststelle zur Freigabe vorzulegen.S. 4, 5 · 2006
Feuerwehr-SchlüsseldepotFuer den gewaltsfreien Feuerwehrzugang ist ein Feuerwehrschluessseldepot mit gueltiger VdS-Zulassung einzubauen (gemaess VdS-Richtlinie 2105) und ueber einen VdS-zugelassenen Anschlussadapter (SDA) an die BMZ anzuschliessen. Sind vor dem FSD weitere Tore vorhanden, sind diese mit einer Doppelschliesssung (normaler Zylinder plus Feuerwehrschliesssung) nach Ruecksprache mit der oertlichen Feuerwehr zu versehen.S. 5 · 2006
FreischaltelementEin Freischaltelement als Feuerwehr-Notschluessselschalter ist an einer fuer die Feuerwehr gut erreichbaren Stelle einzubauen, um im Bedarfsfall die nachtraegliche Auslosung der BMA zu ermoeglichen.S. 5 · 2006
BlitzleuchteAm Feuerwehrzugang ist mindestens eine Kennleuchte zu installieren, die bei Auslosung der UE aktiviert wird. Zulaessig sind Dreh- oder Blitzleuchten in den Farben gelb oder orange, stehend oder haengend montiert. Art, Anzahl, Farbe und Lage sind mit der oertlichen Feuerwehr abzustimmen und so zu waehlen, dass die Leuchte aus der Anfahrtrichtung sichtbar ist.S. 3, 4, 13 · 2006
MeldergruppenMeldergruppen duerfen nicht brandabschnittsueber greifend installiert werden. Je Nass- bzw. Trocken-Alarmventil einer Sprinkleranlage ist eine eigene Meldergruppe zu installieren. Nichtautomatische Brandmelder erhalten eigene Meldergruppen mit maximal 10 Meldern; automatische Brandmelder duerfen maximal 32 Melder je hardwaremaessiger Meldergruppe umfassen.S. 6, 7 · 2006
MelderkennzeichnungJeder Brandmelder ist mit Meldergruppen- und Meldernummer so zu kennzeichnen, dass eine eindeutige Identifizierung auch in hohen Hallen moeglich ist. Platten von Doppelboeden oder abgehaengten Decken, hinter denen Melder montiert sind, sind dauerhaft mit einem roten Punkt (Mindestdurchmesser 50 mm) zu kennzeichnen.S. 6, 7 · 2006
Laufkarten – FormatMeldergruppenkarten (Laufkarten) muessen mindestens DIN A5 und hoechstens DIN A4 gross sein. Die Vorderseite zeigt einen vereinfachten Gebaeuderundriss mit BMZ-Standort, Zugaengen, Melderarten und -anzahl sowie Raumbezeichnung; die Rueckseite einen Teilausschnitt mit standortgenauen Meldernummern. Farbige Symbole nach einschlaegigen DIN-Normen sind zu verwenden.S. 4 · 2006
Laufkarten – SymbolikZur Darstellung auf den Meldergruppenkarten sind farbige Symbole nach einschlaegigen DIN-Normen zu verwenden. Einzelheiten der Kartengestaltung sind mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen; ein Muster ist zur Zustimmung vorzulegen.S. 4 · 2006
Laufkarten – Anzahl und AblageJe Meldergruppe ist mindestens eine gesonderte Meldergruppenkarte erforderlich. Bei mehr als 50 Meldergruppen muss bei Alarm eine rote Leuchtanzeige ueber der betreffenden Meldergruppenkartei aufleuchten.S. 4 · 2006
Laufkarten – AktualisierungDas Dokument trifft keine ausdrueckliche Regelung zu Aktualisierungsfristen fuer Laufkarten; bei EDV-gestuetzter Bereitstellung ist eine Handakte mit aktuellem Ausdruck saemtlicher Meldergruppen an der BMZ zu hinterlegen.S. 4 · 2006
Feuerwehrplan (DIN 14095)Der Betreiber hat Feuerwehrplaene, Flucht- und Rettungsplaene sowie eine Brandschutzordnung zu erstellen und mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. Zur Aufschaltung sind 3 Saetze Feuerwehrplaene gemaess dem Merkblatt 'Feuerwehrplaene' des Kreises Offenbach einzureichen: 2 laminierte Exemplare, 1 normales und 1 als PDF-Datei.S. 10 · 2006
Abnahme und AbstimmungVor der ersten Inbetriebnahme ist die BMA durch bauaufsichtlich anerkannte Sachverstaendige gemaess HausPruefVO abzunehmen; der Pruefbericht ist der Bauaufsichtsbehoerde und der Brandschutzdienststelle vorzulegen. Zur Aufschaltungsfreigabe benoetigt die Brandschutzdienststelle u.a. Zertifizierung des Planers/Errichters gemaess DIN 14675, Inbetriebsetzungsprotokoll, maengelfreien Sachverstaendigenbericht, Wartungsnachweis und Nachweis der Stoerungsweiterleitung. Der Antrag ist mindesens 12 Wochen vor der Aufschaltung zu stellen.S. 9, 10, 11, 12 · 2006
InstandhaltungFuer den Anschluss an die Zentrale Leitstelle ist ein Wartungsvertrag mit dem Errichter oder einer gleichwertigen Fachfirma abzuschliessen, der Pruefungen gemaess DIN VDE 0833 Teil 1 Abschnitte 4 und 5 umfasst. Bei Eigenwartung ist die Fachkunde nachzuweisen. Wartungsvertrag bzw. Fachkundenachweis sind der Brandschutzdienststelle in Abschrift vorzulegen. Pruefungs- und Wartungsarbeiten erfordern eine staendig besetzte BMZ durch eine eingewiesene Person.S. 9 · 2006
SonstigesBMZ mit mehr als 50 Meldergruppen sind mit Registriereinrichtungen (z.B. Protokolldrucker) auszustatten, die Alarme, Abschaltungen und Stoerungen mit Datum und Uhrzeit erfassen. Die BMA-Planung muss durch nach DIN 14675 zertifizierte Fachkraefte erfolgen; Grundrissplaene, Blockschaltbild und Zusammenwirkungsangaben sind der Brandschutzdienststelle zur Abstimmung vorzulegen.S. 3, 6 · 2006
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Kreisausschuss des Landkreises Offenbach – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 60 Abs. 1 Nr. 1 HBO)
Brandschutzdienststelle des Landkreises Offenbach – Leitung Kreisbrandinspektor:in (§ 4 Abs. 2 HBKG)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
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