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Werra-Meißner-Kreis

QUELLE · TAB Werra-Meissner-Kreis, Der Kreisausschuss, FB 3 Recht, Aufsicht und Ordnung, Gefahrenabwehr, 3.6 Brandschutz (Werra-Meissner-Kreis) – Ausgabestand 2008
Festlegungen nach Thema
AufschaltungBMA sind an die Zentrale Leitstelle fuer Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst anzuschalten, im Regelfall ueber angemietete Fernsprech-Standleitungen der Netzbetreiber. Ist dies aus oertlichen Gegebenheiten nicht moeglich, ist nach Zustimmung der zustaendigen Dienststelle ein automatisches Waehl- und Uebertragungsgeraet (AWUG) mit eigenem, nur fuer die BMA bestimmtem Fernsprechhauptanschluss zu verwenden.S. 3 · 2008
Im Ortsnetz Eschwege erfolgt die Aufschaltung direkt per Standleitung zur Zentralen Leitstelle des Kreises; in anderen Ortsnetzen ueber die Netzknoten der Freiwilligen Feuerwehren; in Bereichen ohne Netzknoten in Abstimmung mit der Dienststelle ueber Waehlgeraete. Konzessionstraeger fuer den Kreis ist eine Firma mit Sitz in Kassel.S. 13 · 2008
AlarmempfangsstelleEmpfangsstelle ist die Zentrale Leitstelle fuer Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst. Zwischen Betreiber der BMA und dem Betreiber der oeffentlichen Empfangszentrale (Feuerwehr, Stadt/Gemeinde, Landkreis oder Konzessionstraeger) ist eine vertragliche Regelung ueber den Anschluss erforderlich, mit rechtzeitiger Abstimmung zwischen den Beteiligten.S. 3 · 2008
ÜbertragungseinrichtungDie Uebertragungseinrichtung (UE) muss DIN VDE 0833 Teil 1 Abschnitt 2.9 (Definition) und DIN VDE 0833 Teil 2 Abschnitt 6.6.5 entsprechen. Bei zusaetzlicher Handausloesung der UE ist ein nichtautomatischer Brandmelder nach DIN 14655 zu verwenden.S. 3 · 2008
Ist der Raum mit Anzeige-/Betaetigungseinrichtung nicht staendig durch eingewiesene Personen besetzt, muessen Stoerungsmeldungen mindestens als Sammelanzeige an eine beauftragte Stelle weitergeleitet werden. Bei nicht staendig besetzter Stelle erfolgt dies ueber ein AWUG mit codierten Signalen, automatischem Verbindungsaufbau und selbsttaetiger regelmaessiger Pruefung des Uebertragungswegs.S. 3, 4 · 2008
Feuerwehrzugang / Standort BMZDer gewaltlose Zutritt der Feuerwehr zur BMZ und zu den Ueberwachungsbereichen ist im Alarmfall sicherzustellen. Die BMZ ist im Eingangsgeschoss am Feuerwehrzugang in Abstimmung mit der zustaendigen Dienststelle zu installieren; der Weg von der Anfahrtsstelle bis zur BMZ ist mit Hinweisschildern 'BMZ' nach DIN 4066 (Groesse 148x200 mm) dauerhaft zu kennzeichnen.S. 6, 13 · 2008
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Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Die BMZ ist mit einem Feuerwehrbedienfeld nach DIN 14661 auszustatten; dessen Schloss benoetigt eine Feuerwehrschliessung, die mit der zustaendigen Feuerwehr abzustimmen ist. Die Einbauhoehe betraegt 1600 mm (+100 mm/-200 mm).S. 4, 13 · 2008
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Das Lageplantableau zeigt den vereinfachten Grundriss mit markanten Punkten sowie die Standorte der Auslösestellen und ist lagerichtig zu installieren. Farbcodierung der Lampen: Rot = nichtautomatische Melder, Gelb = automatische Melder, Blau = selbsttaetige Loeschanlagen, Weiss = Geschossanzeigen, Gruen = Standort der BMZ bzw. Unterzentralen; die Ausfuehrungsplanung ist vor Fertigung der Dienststelle zur Zustimmung vorzulegen.S. 5 · 2008
Bei Sprinkleranlagen sind im Lageplantableau die Alarmventile mit blauer LED und die Stroemungsmelder je Geschoss mit weisser LED darzustellen; vorhandene Etagenabsperrschieber sind zusaetzlich mit einem blauen Schieber-Symbol neben der weissen LED zu kennzeichnen.S. 9 · 2008
Feuerwehr-SchlüsseldepotIst keine staendig besetzte Stelle vorhanden, ist ein Feuerwehrschluesseldepot mit gueltiger VdS-Zulassung nach VdS-Richtlinie 2105 einzubauen und ueber einen VdS-zugelassenen Anschlussadapter (SDA) an die BMZ anzuschliessen; dort ist ein Generalschluessel der zentralen Schliessanlage zu hinterlegen. Die Einbauhoehe betraegt 1000-1400 mm Oberkante Fertigfussboden.S. 6, 13 · 2008
FreischaltelementZur nachtraeglichen Ausloesung der BMA ist ein Freischaltelement als Feuerwehr-Notschluesselschalter an einer fuer die Feuerwehr gut erreichbaren Stelle einzubauen. Die Einbauhoehe betraegt 2000 mm Oberkante Fertigfussboden.S. 6, 13 · 2008
BlitzleuchteAm Feuerwehrzugang ist mindestens eine gelbe Kennleuchte zu installieren, die bei Ausloesung der UE aktiviert wird; als Rundum-Kennleuchte sind Drehleuchten oder Blitzleuchten zulaessig, stehend oder haengend montiert. Der Standort ist so zu waehlen, dass die Leuchte aus der Anfahrtrichtung der Feuerwehr sichtbar ist, und mit der zustaendigen Dienststelle abzustimmen.S. 4 · 2008
MeldergruppenFuer nichtautomatische Brandmelder sind eigene Meldergruppen mit nicht mehr als 10 Meldern vorzusehen.S. 8 · 2008
In einer hardwaremaessigen Meldergruppe duerfen maximal 32 automatische Brandmelder zusammengefasst werden. Eine Aufteilung in mehrere Software-Meldergruppen ist nur innerhalb eines Geschosses bzw. Brandabschnittes zulaessig.S. 8 · 2008
BMA mit mehr als 50 Meldergruppen sind mit Registriereinrichtungen (z. B. Protokolldruckern) auszustatten, die Alarme, Abschaltungen und Stoerungen mit Datum und Uhrzeit erfassen.S. 4 · 2008
Bei Sprinkleranlagen ist je Nass- bzw. Trocken-Alarmventil eine eigene Meldergruppe zu installieren. Erstreckt sich eine Sprinklergruppe ueber mehrere Geschosse, ist je Geschoss ein Stroemungsmelder einzubauen, dessen Meldung nicht die UE, sondern nur einen oertlichen Alarm sowie eine Signalisierung am Lageplantableau bzw. an der Laufkarten-Leuchtanzeige ausloesen darf.S. 9 · 2008
MelderkennzeichnungMeldergehaeuse duerfen nur dann mit 'Feuerwehr' gekennzeichnet werden, wenn durch die BMA eine UE ausgeloest wird, die den Einsatz der Feuerwehr veranlasst.S. 8 · 2008
Platten von Doppelboeden oder abgehaengten Unterdecken, hinter denen automatische Brandmelder montiert sind, muessen dauerhaft mit einem roten Punkt (mindestens 50 mm Durchmesser) und einer Verwechslungsschutz-Vorrichtung gekennzeichnet werden. Zugehoerige Bodenplattenheber sind am Eingang des Meldebereichs griffbereit vorzuhalten und dauerhaft mit der Aufschrift 'Feuerwehr' zu kennzeichnen.S. 8 · 2008
Meldergehaeuse zur manuellen Ausloesung von Gasloeschanlagen und als Stopptaster sind nach DIN EN 54 im Farbton Gelb RAL 1012 auszufuehren und zusaetzlich eindeutig zu kennzeichnen.S. 9 · 2008
Laufkarten – FormatDie Feuerwehrlaufkarte ist gemaess DIN 14675 (Ausgabe 2003-11) zu erstellen; Einzelheiten der Kartengestaltung sind mit der Dienststelle abzustimmen, wobei ein Muster zur Zustimmung vorzulegen ist. Die Karten sind in einem gegen unberechtigten Zugriff gesicherten Aufnahmekasten (Abmessung 55x38x14 cm, Feuerwehrschliessung als Halbzylinder) in 1200 mm Hoehe unterzubringen.S. 5, 13 · 2008
Laufkarten – SymbolikBei einer Feuerwehrlaufkartenkartei ist je Stroemungsmelder einer Sprinkleranlage eine eigene Laufkarte erforderlich, deren Vorderseite den genauen Standort der Sprinklerzentrale und deren Rueckseite den zugehoerigen Schutzbereich zeigt. Vorhandene Etagenabsperrschieber sind standortgenau als grafisches Symbol auf der Rueckseite darzustellen.S. 9 · 2008
Laufkarten – Anzahl und AblageJe Meldergruppe ist mindestens eine gesonderte Feuerwehrlaufkarte erforderlich. Bei BMA mit mehr als 50 Meldergruppen muss bei Alarm zusaetzlich eine rote Leuchtanzeige ueber der betreffenden Laufkarte aufleuchten, um deren Auffinden zu erleichtern.S. 5 · 2008
Abnahme und AbstimmungVor der ersten Inbetriebnahme ist die BMA durch einen bauaufsichtlich anerkannten Pruefsachverstaendigen nach Paragraf 2 der TPruefVO zu pruefen und abzunehmen; der Pruefbericht ist der Dienststelle vorzulegen. Dieselben Anforderungen gelten fuer die wiederkehrenden Pruefungen nach der HausPruefVO.S. 11 · 2008
Uebergabe und Inbetriebnahme von Feuerwehrbedienfeld, Freischaltelement, Feuerwehrschluesseldepot (inkl. Hinterlegung eines Objektschluessels), Feuerwehrlaufkartei bzw. Lageplantableau sowie Beschilderung und Ersatzglasscheiben sind mit der zustaendigen Dienststelle und der zustaendigen Feuerwehr zu vereinbaren; anschliessend ist die Feuerwehr in die Funktionsweise der BMA einzuweisen.S. 11, 12 · 2008
InstandhaltungFuer den Anschluss einer BMA an die Empfangszentrale ist ein Wartungsvertrag mit dem Errichter oder einer gleichwertigen Fachfirma erforderlich, der Pruefungen nach DIN VDE 0833 Teil 1 Abschnitte 4 und 5 beinhaltet. Bei Eigenwartung ist die Fachkunde der zustaendigen Personen nachzuweisen; Wartungsvertrag bzw. Fachkundenachweis sind in Abschrift der Bauaufsicht vorzulegen.S. 11 · 2008
Pruefungen und Wartungen, bei denen die Funktion von Brandmeldern zeitweise ausser Kraft gesetzt wird, duerfen nur durchgefuehrt werden, wenn die BMZ durch eine eingewiesene Person staendig besetzt ist, insbesondere bei automatischen Pruefzyklen. Entsprechende Absprachen des Betreibers mit Ersteller bzw. Wartungsdienst sind auf Verlangen den Aufsichtsbehoerden nachzuweisen.S. 12 · 2008
SonstigesDer Betreiber muss geschultes Betriebspersonal als 'eingewiesene Personen' gemaess DIN VDE 0833 Teil 1 Abschnitt 5 vorhalten, das vom Errichter mit Anlage und Betrieb vertraut gemacht wird; die Namen dieser Personen sind der Dienststelle auf Verlangen bekanntzugeben.S. 12 · 2008
Alarmierungsanlagen zum Ausloesen eines Raeumungsalarms unterliegen laut Dokument ausdruecklich nicht den Anforderungen an Brandmeldeanlagen.S. 7 · 2008

Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.

Mit PlanWerke planen

Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.

Projekt anlegen
ZUSTÄNDIGE STELLEN
Kreisausschuss des Werra-Meißner-Kreises – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 60 Abs. 1 Nr. 1 HBO)
Brandschutzdienststelle des Werra-Meißner-Kreises – Leitung Kreisbrandinspektor:in (§ 4 Abs. 2 HBKG)
Vorschlag — abzustimmen

Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.

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Anforderungen kennen — und direkt danach planen.

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