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Landkreis Ludwigslust-Parchim

QUELLE · TAB Landkreis Ludwigslust-Parchim, Fachdienst Brand- und Katastrophenschutz / Vorbeugender Brandschutz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) – Ausgabestand 2020-02-03
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDie TAB gelten für bauordnungsrechtlich und privatrechtlich erforderliche Brandmeldeanlagen im Landkreis Ludwigslust-Parchim, die an die Integrierte Leitstelle Westmecklenburg aufgeschaltet werden. Die Aufschaltung kann über drei Varianten erfolgen: Konzessionär mit Hauptclearingstelle, zertifizierter Errichter mit Schnittstelle zur Hauptclearingstelle, oder zertifizierter Errichter mit Nebenclearingstelle. Zeitverzögerungen bei der Weiterleitung des Alarms sind nicht zulässig.S. 2, 3, 4, 10 · 2020
AlarmempfangsstelleDie behördlich benannte alarmauslösende Stelle ist ausschließlich die Integrierte Leitstelle Westmecklenburg (Landeshauptstadt Schwerin, FD Feuerwehr und Rettungsdienst). Der Konzessionär betreibt die Alarmempfangsanlage und die Hauptclearingstelle auf vertraglicher Basis mit der Leitstelle.S. 2, 3 · 2020
ÜbertragungseinrichtungÜbertragungseinrichtungen müssen u.a. differenzierte Meldungsübertragung ermöglichen, jede Meldung über eine separate Schnittstelle nach DIN 14675 und eine eigene Meldenummer übertragen sowie eine eigene Sicherheitsstromversorgung haben. Der erste Übertragungsweg gemäß DIN 14675 Anhang A muss als feststehende Verbindung in einem IP-Netz ausgeführt werden. Errichtung und Betrieb erfolgen durch einen zertifizierten Facherrichter mit Zulassung durch die Brandschutzdienststelle.S. 16 · 2020
Feuerwehr-InformationszentraleDas Feuerwehr-Informations- und Bediensystem (FIBS) fasst FBF, FAT und Laufkarten funktional zusammen und ist am Hauptzugang der Feuerwehr zu Beginn des Sicherungsbereiches anzuordnen. Die genaue Lage ist im Rahmen der Abstimmung nach Ziffer 2.1.1 mit dem Fachdienst Brand- und Katastrophenschutz in Abstimmung festzulegen. Das FIBS wird als roter Stahlblechschrank mit zweiflügliger Tür ausgeführt; vor dem FIBS ist eine freie Bewegungsfläche von mindestens 1,2 m x 1,2 m zu gewährleisten. Das FIBS muss ein Exemplar des aktuellen Feuerwehrplanes enthalten.S. 8, 9 · 2020
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Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Das Feuerwehrbedienfeld (FBF) ist im linken Fach des FIBS-Schrankes unterzubringen und muss mittels Klarsichtscheibe auch ohne Türöffnung einsehbar sein. Als Schliesszylinder für FIBS/FBF/FAT ist ein Profil-Halbzylinder nach DIN 18252 Widerstandsklasse 1 (Schließung LWL PZ des Landkreises) zu verwenden, erhältlich beim Landkreis zum Selbstkostenpreis von 37,61 EUR brutto je Stück (Stand 03/2020).S. 8, 18, 19, 20 · 2020
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Das Feuerwehranzeigetableau (FAT) ist gemeinsam mit FBF und Hauptmelder der Übertragungseinrichtung im linken Fach des FIBS-Schrankes anzuordnen. Die Bedienelemente müssen durch eine Klarsichtscheibe auch ohne Türöffnung einsehbar sein.S. 8 · 2020
Feuerwehr-SchlüsseldepotEin FSD der Klasse FSD 3 nach DIN 14675 Anhang C ist im Außenbereich des Hauptzuganges der Feuerwehr zu installieren. Für das Schloss ist ein Umstellschloss Spezifikation 1 SD 5 mm mit Schließung LWL 236 zu verwenden, erhältlich bei der Firma Kruse Sicherheitssysteme nach Freigabe durch den Fachdienst Brand- und Katastrophenschutz.S. 6, 18 · 2020
FreischaltelementEin FSE nach DIN 14675 Anhang C ist zwingend vorzusehen. Der Einbau erfolgt Unterputz, wandbündig mit Staubschutzrosette, in unmittelbarer Nähe von FSD und Blitzleuchte, in einer Höhe von mindestens 2 m bis höchstens 3 m. Als Schliesszylinder ist ein Rundzylinder des Systems 'Abloy' (Schließung LWL 236) zu verwenden. Abweichende Lösungen bedürfen der Bestätigung des Fachdienstes Brand- und Katastrophenschutz.S. 7, 18 · 2020
BlitzleuchteZur Kennzeichnung des FSD ist eine orangefarbene Blitzleuchte nach Punkt 6.4.6.1 DIN VDE 0833-2 anzubringen. Sie muss sichtbar im Anfahrtsbereich der Feuerwehr und vertikal über dem FSD positioniert sein. Der Fachdienst Brand- und Katastrophenschutz kann weitere Blitzleuchten verlangen, wenn die Erkennbarkeit dies erfordert.S. 6, 7 · 2020
MeldergruppenAutomatische Brandmelder müssen ohne besonderen Aufwand zugänglich sein. Doppelboden- und Unterdeckenplatten, hinter denen Brandmelder installiert sind, sind dauerhaft mit roter Markierung und Gruppen-Meldernummer zu kennzeichnen. Verdeckt angebrachte Melder müssen über eine Revisionsöffnung von mindestens 0,4 m x 0,4 m erreichbar sein. Bodenplattenheber sind in Abstimmung mit dem Vorbeugenden Brandschutz im Bereich des FIBS zu hinterlegen.S. 9, 10 · 2020
Laufkarten – FormatFeuerwehr-Laufkarten sind gemäß Punkt 10.2 und Anhang K der DIN 14675 auszuführen und grundsätzlich im Format A4 zu fertigen.S. 8 · 2020
Laufkarten – Anzahl und AblageLaufkarten sind für alle Brandmelder erforderlich. Sie sind im rechten Fach des FIBS-Schrankes (verschlossen mit Betreiberschloss) zu hinterlegen.S. 8 · 2020
Feuerwehrplan (DIN 14095)Ein bestätigter Feuerwehrplan gemäß DIN 14095 muss zum Termin der Aufschaltung vorliegen. Das FIBS muss ein Exemplar des aktuellen Feuerwehrplanes enthalten. Für die Erstellung ist das Merkblatt des Landkreises zur Erstellung von Feuerwehrplänen zu beachten.S. 5, 8 · 2020
Abnahme und AbstimmungDie Konzeption der Anlage ist in Phase 1 nach DIN 14675 mit dem Fachdienst Brand- und Katastrophenschutz / Vorbeugender Brandschutz abzustimmen. Der Aufschalttermin ist mindestens zwei Wochen vorher mit dem Fachdienst und dem Konzessionär abzustimmen. Zum Aufschalttermin müssen Errichter, Betreiber, Instandhaltungsfirma, Betreiber der Übertragungseinrichtung sowie Vertreter des Fachdienstes und des Konzessionärs anwesend sein und eine schriftliche Bestätigung der Normkonformität vorlegen.S. 3, 4, 5 · 2020
InstandhaltungEin Instandhaltungsvertrag für die BMA muss zum Termin der Aufschaltung vorliegen. Der Fachdienst Brand- und Katastrophenschutz ist berechtigt, die feuerwehrrelevanten Bestandteile der BMA zu überprüfen. FSD, FSE und Objektschlüssel sind vom Betreiber regelmäßig zu überprüfen; bei Schlüsseländerungen ist ein zeitgleicher Austausch im FSD sicherzustellen.S. 5, 11, 12 · 2020
Kosten und GebührenDer Profil-Halbzylinder für FBF/FAT/FIBS wird vom Landkreis zum Selbstkostenpreis abgegeben; Stand 03/2020 beträgt der Brutto-Stückpreis 37,61 EUR. Umstellschloss FSD und Rundzylinder FSE sind bei der Firma Kruse Sicherheitssysteme zu bestellen.S. 19, 20 · 2020
SonstigesBetriebsart: BMA sind grundsätzlich in der Betriebsart TM gemäß Punkt 6.4.2.3 DIN VDE 0833-2 mit technischen Massnahmen zur Falschalarmvermeidung auszuführen. Die Betriebsart PM ist nur zulässig nach besonderem Nachweis im Brandschutzkonzept; die Entscheidung trifft der Fachdienst Brand- und Katastrophenschutz in Abstimmung mit dem Antragsteller.S. 10 · 2020
Einbruchmeldeanlagen (EMA) müssen bei Feueralarm grundsätzlich ihre Sperreinrichtungen öffnen bzw. freigeben. Abweichungen sind im Rahmen der Abstimmung des Gesamtkonzeptes der BMA mit dem Fachdienst Brand- und Katastrophenschutz in Abstimmung zu vereinbaren.S. 10 · 2020

Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.

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ZUSTÄNDIGE STELLEN
Landrätin oder Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 57 Abs. 1 Nr. 1 LBauO M-V)
Brandschutzdienststelle des Landkreises Ludwigslust-Parchim (§ 3 Abs. 2 Nr. 1 BrSchG M-V); Stellungnahmen nach § 20 BrSchG M-V
Vorschlag — abzustimmen

Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.

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