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Landkreis Peine

QUELLE · TAB Landkreis Peine, Brandschutzdienststelle (Peine) – Ausgabestand 2023-03
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDie Aufschaltung von BMA erfolgt ausschliesslich an die Empfangszentrale der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig-Peine-Wolfenbüttel (IRLS BS/PE/WF) der Feuerwehr Braunschweig. Vor Installationsbeginn ist ein Planungsgespräch nach DIN 14675-1 Pkt. 5.2 mit der Abteilung Vorbeugender Brandschutz des Landkreises Peine durchzuführen; das Ergebnis ist als BMA-Konzept zu dokumentieren und zur Freigabe einzureichen. Planung und Errichtung müssen durch nach DIN 14675-1 zertifizierte Fachplaner und Fachfirmen erfolgen.S. 4, 5 · 2023
AlarmempfangsstelleEmpfangsstelle ist die IRLS Braunschweig-Peine-Wolfenbüttel (Feuerwehr Braunschweig). Der Betrieb der Empfangszentrale ist an einen Konzessionär (Siemens AG, alternativ Bosch Sicherheitssysteme) übertragen.S. 4, 7, 17, 18 · 2023
ÜbertragungseinrichtungDie Anschaltung einer ÜE an die Empfangszentrale erfolgt auf Antrag; Formulare sind beim Konzessionär (Siemens AG oder Bosch Sicherheitssysteme) anzufordern. Die ÜE-Nummer und der Konzessionär müssen gut lesbar an der ÜE und der Erstinformationsstelle angebracht sein. Störungsmeldungen der BMA dürfen nicht auf die Empfangszentrale der IRLS BS/PE/WF aufgeschaltet werden.S. 4, 7, 17, 18 · 2023
Feuerwehrzugang / Standort BMZDer Feuerwehrhauptzugang zur Erstinformationsstelle muss sich in unmittelbarer Nähe der öffentlichen Verkehrsfläche bzw. der Feuerwehrzufahrt befinden. Bei eingefriedeten Grundstücken mit Tor oder Schranke ist gewaltfreier Zugang durch einen hinterlegten Torschlüssel in einem FSD 1 zu gewährleisten. Der Weg zur Erstinformationsstelle ist nach Absprache mit der Brandschutzdienststelle mit DIN-4066-Schildern mit der Aufschrift 'FIBS' zu kennzeichnen.S. 5 · 2023
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Feuerwehr-InformationszentraleAls Erstinformationsstelle dient ein FIBS (Feuerwehr-Informations- und Bediensystem), das FAT (DIN 14662), FBF (DIN 14661), ggf. FGB, FES und zentrale RWA-Bedienstelle sowie Feuerwehr-Laufkarten als räumliche Einheit vereint. Das FIBS ist in unmittelbarer Nähe des Feuerwehrhauptzugangs zu installieren und mit der Schließung des Landkreises Peine zu versehen. Der Standort ist in der Planungsphase in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle des Landkreises Peine festzulegen.S. 7, 8 · 2023
Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Das FBF muss DIN 14661 entsprechen; alle akustischen Warneinrichtungen müssen über die Taste 'Akustik ab' abschaltbar sein. Alle durch die BMZ ausgelösten Brandfallsteuerungen müssen über die Taste 'Brandfallsteuerung ab' für Revisionszwecke deaktivierbar sein; ausgenommen sind Blitzleuchte und FSD-Ansteuerung.S. 8 · 2023
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Das FAT muss DIN 14662 entsprechen. Klartextanzeigen im Display des FAT sind analog den Melderortangaben der Feuerwehrlaufkarten zu programmieren.S. 8 · 2023
Feuerwehr-SchlüsseldepotGrundsätzlich ist ein FSD 3 nach DIN 14675 mit VdS-Anerkennung zu verwenden. Das FSD ist neben dem Feuerwehrhauptzugang an der Anfahrstelle anzuordnen, mit roter Blitzleuchte zu kennzeichnen und mit einem roten 'F' zu beschriften. Die Inbetriebnahme erfolgt durch die Brandschutzdienststelle des Landkreises Peine; Schlösser und Schließzylinder sind ausschliesslich über die Firma KRUSE Sicherheitssysteme zu beziehen. Maximal drei Schlüssel je Steckplatz sind zulässig; bei mehr als drei Schlüsseln ist dies vorab mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen.S. 5, 6, 14 · 2023
FreischaltelementEin FSE ist einzubauen und senkrecht über dem FSD im Handbereich bis maximal 1,80 m Höhe zu installieren. Bei Auslösung des FSE werden FSD, Blitzleuchte und Übertragungseinrichtung angesteuert; weitere Ansteuerungen (z. B. RWA, Akustik) sind unzulässig.S. 6, 7 · 2023
BlitzleuchteDer Standort des FSD ist mit einer roten Blitzleuchte zu kennzeichnen. Ist das FSD von der Hauptanfahrt nicht erkennbar, sind zusätzliche Blitzleuchten sowie Kennzeichnungen nach DIN 4066 in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle anzubringen. Eine Kombination aus FSD, FSE und Blitzleuchte auf einer Edelstahlsäule ist möglich.S. 6 · 2023
MeldergruppenFür jede Meldergruppe ist eine eigene Feuerwehr-Laufkarte vorzusehen. Spezielle automatische Meldesysteme (Flammenmelder, lineare Melder, Ansaugrauchmelder) sind jeweils auf eine eigene Meldergruppe zu schalten. Bei Sprinkleranlagen ist für jede Sprinklergruppe und jeden Strömungswächter eine Meldergruppe einzurichten; der Überwachungsbereich je Meldergruppe darf 2000 m² je Ebene nicht überschreiten.S. 10, 11 · 2023
MelderkennzeichnungAutomatische und nichtautomatische Melder sind mit Gruppen- und Meldernummer gemäss DIN 1450 (Schriftgrösse für ungünstige Lesebedingungen) zu beschriften, mit rotem Hintergrund und weisser Schrift. Die Nummerierung muss vom Raumzugang bzw. in Laufrichtung sichtbar und in logischer Reihenfolge angeordnet sein. Handfeuermelder, die direkt die Feuerwehr alarmieren, sind rot (RAL 3000) mit Aufschrift 'Feuerwehr' auszuführen; Melder für internen Alarm sind blau (RAL 5010) mit Aufschrift 'Hausalarm'.S. 8, 9 · 2023
Laufkarten – FormatFeuerwehr-Laufkarten sind im Format DIN A3, zweiseitig, laminiert und versteift, mit Reitern zu erstellen. Die Gestaltung richtet sich nach dem aktuellen Anhang G (Musterlaufkarten) des Landkreises Peine.S. 11 · 2023
Laufkarten – SymbolikDie Vorderseite der FLK sollte dem Übersichtsplan des Feuerwehrplanes entsprechen. Klartextangaben im FAT sind analog zu den Melderortangaben der Laufkarten zu programmieren; für die konkrete Symbolik verweist das Dokument auf Anhang G (Musterlaufkarten), der nur als leere Vorlage abgedruckt ist.S. 8, 11, 25 · 2023
Laufkarten – Anzahl und AblageFür jede Meldergruppe ist eine Feuerwehr-Laufkarte an der Erstinformationsstelle (FIBS) gut sichtbar und griffbereit zu hinterlegen. Ist die BMZ an einem anderen Ort als die Erstinformationsstelle, ist zusätzlich eine (unnummerierte) FLK 'Weg zur BMZ' zu erstellen.S. 7, 11 · 2023
Laufkarten – AktualisierungFeuerwehr-Laufkarten sind ständig auf dem aktuellen Stand zu halten. Entwürfe sind mindestens zwei Wochen vor der geplanten BMA-Abnahme der Brandschutzdienststelle zur Freigabe vorzulegen.S. 11 · 2023
Feuerwehrplan (DIN 14095)Feuerwehrpläne sind nach DIN 14095 zu erstellen. Entwürfe sind vor Inbetriebnahme der BMA mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen und in dreifacher Ausfertigung auf DIN A4 gefaltet (ein Exemplar in Prospekthüllen oder spritzwassergeschützem Papier, inklusive zwei Daten-CDs) der Brandschutzdienststelle zur Verfügung zu stellen. Ein Exemplar ist durch den Betreiber im FIBS zu hinterlegen.S. 12 · 2023
Abnahme und AbstimmungVor Anschaltung an die ÜE erfolgt eine Abnahme durch den Brandschutzprüfer des Landkreises Peine; der Termin ist mit einem Vorlauf von 14 Tagen durch den ÜAG-Betreiber anzumelden. Zur Abnahme sind u. a. unterzeichnete Anerkennung der AB-BMA, Inbetriebsetzungsprotokoll (DIN 14675 Pkt. 8.3), Abnahmeprotokoll (DIN 14675 Pkt. 9.4), Einweisungsprotokoll der örtlichen Feuerwehr, Linienbelegungsverzeichnis, Blockschaltbild und Zertifizierungsnachweis vorzulegen. Bei wesentlichen Mängeln kann der Brandschutzprüfer die Aufschaltung untersagen.S. 12, 13, 14 · 2023
InstandhaltungEs ist ein Wartungsvertrag mit einer nach DIN 14675 zertifizierten Fachfirma abzuschliessen. Wartungen und Inspektionen sind fortlaufend im Betriebsbuch zu dokumentieren (gem. DIN VDE 0833-1 Abschn. 5). Bei erhöhter Falschalarmrate durch mangelhafte Wartung kann die Brandschutzdienststelle die BMA überprüfen und bei schweren Mängeln die Anlage von der ÜE trennen.S. 14, 15 · 2023
Kosten und GebührenDie Abnahme, notwendige Beratungen nach DIN 14675 Pkt. 5 sowie alle Wiederholungsabnahmen sind kostenpflichtig. Kosten durch Feuerwehreinsätze aufgrund von Falschalarmen werden dem BMA-Betreiber in Rechnung gestellt; dies gilt unabhängig davon, ob Dritte den Alarm verursacht haben. Die Entgelte richten sich nach der jeweils gültigen Gebührensatzung der einzelnen Kommunen.S. 15 · 2023
SonstigesAufzüge müssen bei BMA-Auslösung ohne Zwischenhalt zur Brandfallhaltestelle fahren und dort mit offenen Türen stehen bleiben (Brandfallsteuerung); bei Alarmauslösung in der Ebene mit Ausgang ins Freie ist eine dynamische Brandfallsteuerung (eine Etage darüber oder darunter) vorgeschrieben. Die Wiederherstellung der Fahrbereitschaft erfolgt erst nach Rückstellung durch die Feuerwehr.S. 11 · 2023

Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.

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Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.

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ZUSTÄNDIGE STELLEN
Landkreis Peine – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 57 Abs. 1 NBauO)
Vorbeugender Brandschutz nach dem NBrandSchG (§§ 25–27) – die Fundstelle der zuständigen Stelle ist noch nicht im Repo belegt, bitte örtlich erfragen
Vorschlag — abzustimmen

Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.

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