Stadt Wolfsburg (kreisfrei)
QUELLE · TAB Feuerwehr Wolfsburg (Wolfsburg) – Ausgabestand 2014-07, Ausgabe 37-2 VB1 07/14
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDie Aufschaltung bzw. Durchschaltung einer Brandmeldeanlage auf die Empfangszentrale der Integrierten Leitstelle Wolfsburg/Helmstedt erfolgt nur, wenn die im Dokument genannten organisatorischen und technischen Vorgaben eingehalten werden. Anlage, Betrieb und Übertragungswege müssen den Normen DIN VDE 0833, DIN EN 54 und DIN 14675 entsprechen.S. 6 · 2014
AlarmempfangsstelleAlarmempfangsstelle ist die Integrierte Leitstelle Wolfsburg/Helmstedt, die Brandmeldungen aufgrund eines Konzessionsvertrages mit der Firma Siemens über eine Empfangszentrale auswertet.S. 6 · 2014
ÜbertragungseinrichtungDie Übertragungseinrichtung wird ausschließlich vom Konzessionär (Vertragspartner Siemens) eingerichtet und gewartet und bleibt in dessen Eigentum; die Nummernvergabe erfolgt ebenfalls durch den Konzessionär. Sie ist im selben Raum in unmittelbarer Nähe der Brandmelderzentrale zu montieren, der Hauptmelder darf nicht mit einem Druckknopfmelder verwechselbar sein und ist nicht im Fluchtweg, sondern in der BMZ zu positionieren.S. 6, 7 · 2014
Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Aufzuschaltende Brandmeldeanlagen müssen mit einem Feuerwehrbedienfeld nach DIN 14661 ausgerüstet sein, das im selben Raum wie die BMZ bzw. bei vorhandenem FAT in dessen unmittelbarer Nähe zu installieren ist; als Schließung ist ausschließlich der bei der Feuerwehr Wolfsburg verwendete Schließzylinder 650HF87 zulässig. Über die Tasten 'Brandfall-Steuerungen ab' und 'Akustische Signale ab' müssen Brandfallsteuerungen bzw. akustische Warneinrichtungen für Revisionszwecke abschaltbar sein, wobei die Abschaltung jeweils per gelbem Dauerlicht angezeigt wird und bis zum Wiedereinschalten bestehen bleibt.S. 7, 8 · 2014
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Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Ein Feuerwehranzeigetableau nach DIN 14662 ist in unmittelbarer Nähe des Objektzugangs und in räumlicher Nähe zu FBF und Feuerwehrlaufkarten zu installieren, programmiert mit Geschossbezeichnung und Meldergruppen- bzw. Meldernummer. Bei ausgedehnten Objekten mit mehreren Zufahrten kann mehr als ein FAT erforderlich sein; FAT und FBF verwenden identische, bauseits zu beschaffende Schließzylinder.S. 9 · 2014
Feuerwehr-SchlüsseldepotEs ist ein anerkanntes Feuerwehrschlüsseldepot Typ 3 mit Bereithaltung eines Generalschlüssels zu installieren, üblicherweise neben dem Feuerwehrzugang an der Anfahrtstelle; unterhalb dürfen keine Gitterroste, Keller- oder Lichtschächte vorhanden sein. Ein vorhandenes Zutrittskontrollsystem muss unlösbar mit der Plombe verbunden sein, in einem unüberwachten FSD Typ 1 sind nur Schlüssel zur Perimeterschließung, keine Generalschlüssel zulässig, und werkseitig eingelegte ungenutzte Schlüssel sind zu entfernen.S. 9 · 2014
FreischaltelementEin Freischaltelement zum alarmfreien Öffnen des FSD ist grundsätzlich in einer Einbauhöhe von 2,40 m vorzusehen, an eine eigene Meldergruppe anzuschließen und stets frei zugänglich zu halten. Bei teilgeschützten Objekten der BMA-Kategorie II und III ist das FSE zwingend erforderlich.S. 8 · 2014
BlitzleuchteOberhalb des FSD ist eine bernsteinfarbene Blitzleuchte in Stroboskoptechnik anzubringen, die bis zum Wiederverschließen des FSD in Betrieb bleibt und in einer gedachten senkrechten Linie zum FSD so positioniert wird, dass sie im Blickfeld anrückender Einsatzkräfte liegt. Der vorbeugende Brandschutz kann bei unübersichtlichen oder weit verzweigten Anlagen zusätzliche optische Erkennungsmerkmale verlangen.S. 8 · 2014
MeldergruppenDie Zuordnung von Rauchabzugsabschnitten zu Meldern und Meldergruppen der Rauch- und Wärmeabzugsanlage muss aus den Ausführungsunterlagen der Brandmeldeanlage eindeutig hervorgehen.S. 9 · 2014
MelderkennzeichnungAutomatische Brandmelder sind mit Gruppen- und Meldernummer zu beschriften (z.B. 4/1, 4/2), lesbar vom Boden aus ohne optische Hilfsmittel und identisch zur Bezeichnung im Meldergruppenplan. Nichtautomatische Druckknopfmelder sind ebenfalls mit Gruppen- und Meldernummer zu beschriften, wobei die Beschriftung unter der Glasplatte anzubringen ist.S. 12 · 2014
Laufkarten – AktualisierungAuftraggeber bzw. Betreiber sind für die Fortschreibung der Alarmorganisation (DIN 14675 Punkt 5.5) sowie für Aktualisierung und Vollständigkeit der Feuerwehrlaufkarten (DIN 14675 Punkt 10.2) verantwortlich. Die Ausführung der Laufkarten ist vorab in Abstimmung mit dem vorbeugenden Brandschutz festzulegen.S. 12 · 2014
Feuerwehrplan (DIN 14095)Für jedes Objekt mit BMA sind zur Anschaltung Feuerwehrpläne nach DIN 14095 vorzulegen, die unaufgefordert alle 2 Jahre zu aktualisieren sind; zusätzlich gilt die jeweils gültige städtische Richtlinie für Feuerwehrpläne. Die Ausführung der Feuerwehrpläne ist vorab in Abstimmung mit dem vorbeugenden Brandschutz festzulegen.S. 12 · 2014
Abnahme und AbstimmungIn der Planungsphase ist ausnahmslos eine Durchführungsbesprechung mit dem vorbeugenden Brandschutz zu veranlassen und gemäß der Vorlage 'Brandmeldekonzept Feuerwehr Wolfsburg' oder gleichwertig zu protokollieren; dem Protokoll sind Montagepläne, Brandfallmatrix und der Qualifizierungsnachweis nach DIN 14675 beizufügen.S. 6 · 2014
Der Antrag auf Anschaltung einer Übertragungseinrichtung ist rechtzeitig formlos schriftlich bei der Siemens AG zu stellen; für die Anschaltung ist ein Instandhaltungsvertrag mit einer anerkannten Fachfirma nachzuweisen, zusätzlich kann eine SV-Prüfung nach DIN 14675 Punkt 11.3-11.6 und Anhang O gefordert werden. Bei der stichprobenhaften Inaugenscheinnahme am Tag der Inbetriebnahme sind der Feuerwehr Betriebsbuch, Kontaktdaten von mindestens 2 erreichbaren Personen, Rufnummer des Instandhaltungsunternehmens, ein Feuerwehrlaufkartenkasten sowie der Wartungsvertragsnachweis vorzulegen.S. 11 · 2014
InstandhaltungFür aufzuschaltende Brandmeldeanlagen ist ein gültiger Instandhaltungsvertrag mit einer anerkannten Fachfirma nachzuweisen. Der Betreiber muss ein Betriebsbuch führen und in unmittelbarer BMZ-Nähe bereithalten, in dem Instandhaltungsarbeiten, Änderungen, Erweiterungen, Ein-/Ausschaltungen sowie Störungs- und Brandmeldungen jeweils mit Datum und Uhrzeit einzutragen sind.S. 11 · 2014
Kosten und GebührenUm unnötige Kosten bei der Errichtung zu vermeiden, sind die technischen Schnittstellendaten zwischen BMA und Übertragungseinrichtung bereits in der Planungsphase mit Siemens AG, Netzanbieter, Errichter und Provider zu klären.S. 6 · 2014
Fehlalarme ohne tatsächliches Brandereignis, etwa bei Wartungsmängeln, führen zu Kostenersatzforderungen für den Feuerwehreinsatz gemäß Niedersächsischem Brandschutzgesetz und der Gebührensatzung der Stadt Wolfsburg.S. 13 · 2014
SonstigesWeitere Anforderungen betreffen die Brandmelderzentrale (BMZ): Diese muss den Normen DIN EN 54-2 und DIN VDE 0833-2 entsprechen, gut zugänglich und ausreichend beleuchtet sein, akustische Anzeigen dürfen nicht durch Hintergrundgeräusche beeinträchtigt werden, der Standort muss selbst überwacht sein, und BMZ, FAT, FBF sowie Hauptmelder sind als Einheit in einem gemeinsamen Raum zu installieren.S. 7 · 2014
Handfeuermelder sind vorwiegend in Flucht- und Rettungswegen nahe weiteren Feuerlöscheinrichtungen, gut sichtbar, frei zugänglich, mit Druckknopfhöhe 1,4 m +/- 0,2 m über Fußboden und ausreichend beleuchtet zu installieren.S. 10 · 2014
Automatische Brandmelder in Deckenhohlräumen müssen ohne Hilfsmittel zugänglich und lagerichtig dauerhaft gekennzeichnet sein, in Doppelböden sind die darüberliegenden Bodenplatten dauerhaft zu kennzeichnen und Hebewerkzeuge an der BMZ vorzuhalten, und Revisionsöffnungen für Melder in Schächten müssen mindestens 90 x 90 cm groß und ohne Hilfsmittel zu öffnen sein.S. 10 · 2014
Die Bestellung von Schließzylindern ist ausschließlich mit schriftlicher Freigabe der Berufsfeuerwehr Wolfsburg bei der Lieferfirma möglich; die formlose Freigabeanfrage mit vollständiger Objektpostadresse ist im Rahmen der Durchführungsbesprechung zu klären.S. 10 · 2014
Sabotagealarm des FSD und allgemeine Störungsmeldungen dürfen nicht auf die Integrierte Leitstelle Wolfsburg/Helmstedt aufgeschaltet werden.S. 11 · 2014
Bei Abschaltung von Brandmeldeanlagen, die Bestandteil einer Bau- oder Betriebsgenehmigung waren, behält sich die Feuerwehr Wolfsburg vor, die zuständigen Genehmigungsbehörden zu informieren. Die untere Bauaufsicht kann unter Beteiligung der Feuerwehr die Übertragungseinrichtung abschalten, etwa bei nicht ordnungsgemäßem Betrieb, Störung der ÜE, Behinderung von Prüfung/Wartung, gehäuften Fehlalarmen, Nichtbefolgen behördlicher Anordnungen oder Wegfall des Wartungsvertrages.S. 13 · 2014
Nicht erfüllte Absprachen, die zur Beanstandung führen und den Anschluss der BMA verzögern oder verhindern, gehen nicht zu Lasten der Berufsfeuerwehr Wolfsburg, die sich vorbehält, die Anschaltung von der Einhaltung der Hinweise abhängig zu machen.S. 12 · 2014
Beschäftigten der Berufsfeuerwehr Wolfsburg, die sich auf Verlangen ausweisen, ist der Zutritt zur Brandmelderzentrale zu Prüfzwecken jederzeit zu gewähren, und der Betreiber bzw. beauftragte Personen müssen vom Errichter in Betrieb und Bedienung der BMA eingewiesen werden.S. 13 · 2014
Der Weg vom Anfahrtspunkt der Feuerwehrfahrzeuge bis zur BMZ ist nach Absprache mit der Feuerwehr mit Hinweisschildern nach DIN 4066 Teil 2 in der Größe 210x594 mm oder 148x420 mm zu kennzeichnen.S. 12 · 2014
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Stadt Wolfsburg – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 57 Abs. 1 NBauO)
Vorbeugender Brandschutz nach dem NBrandSchG (§§ 25–27) – die Fundstelle der zuständigen Stelle ist noch nicht im Repo belegt, bitte örtlich erfragen
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
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