Stadt Köln (kreisfrei)
QUELLE · TAB Berufsfeuerwehr Köln (Köln) – Ausgabestand 2018-11-01
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDie Aufschaltung an die AÜA der Stadt Köln erfolgt auf schriftlichen Antrag beim Konzessionär (Siemens AG) mindestens 8 Wochen vor dem geplanten Anschalttermin. Die Übermittlung darf nur über nach DIN 14675-1 Ziffer 6.2.5.1 zugelassene Verbindungsarten erfolgen. Störungsmeldungen werden von der Feuerwehr Köln nicht entgegengenommen, müssen aber mindestens als Sammelanzeige an eine beauftragte Stelle weitergeleitet werden.S. 15, 16 · 2018
AlarmempfangsstelleDie AÜA der Stadt Köln wird vom Konzessionär Siemens AG betrieben. Brandmeldeanlagen ohne Aufschaltung an die AÜA müssen Alarme durch den Betreiber selbst verifizieren lassen; eine nicht verifizierte Weitermeldung an die Feuerwehr Köln ist unzulässig und kann zu Kostenersatzpflicht führen.S. 15, 37 · 2018
ÜbertragungseinrichtungDie ÜE wird vom Konzessionär eingerichtet, gewartet und bleibt dessen Eigentum. Die ÜE-Nummer ('FWK' mit sechsstelliger Ziffer) ist gut lesbar auf dem Beschriftungsfeld des FBF anzubringen. Für Wartungsarbeiten an der ÜE ist ein geregeltes Revisionsverfahren einzuhalten: bei Revision über 10 Minuten schriftliche Vorankündigung erforderlich, bei bis zu 10 Minuten genügt telefonische Anmeldung unmittelbar vor Beginn.S. 15, 48, 49, 50, 51, 52, 53 · 2018
Feuerwehrzugang / Standort BMZFBF, FAT, Laufkarten und weitere Feuerwehr-Peripheriegeräte müssen leicht zugänglich als FIBS im Zugangsgeschoss, maximal ca. 10 m hinter dem Feuerwehrzugang, installiert sein. Der Feuerwehrzugang muss sich in Nähe der Anfahrstelle (öffentliche Straße oder DIN-14090-Feuerwehrzufahrt) befinden. Standorte aller Peripheriegeräte (FSD, FSE, Blitzleuchten, FAT, FBF) werden im Planungsgespräch festgelegt; bereits in Bauantragsunterlagen getroffene Festlegungen begründen bis dahin keinen Rechtsanspruch.S. 12, 13 · 2018
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Feuerwehr-InformationszentraleDas FIBS (Feuerwehr-Informations- und Bediensystem) ist der Feuerwehranlaufpunkt. Bevorzugt ist ein eigener Raum mit direktem Außenzugang in Nähe des Feuerwehrzugangs vorzusehen; falls baulich nicht möglich, unmittelbar hinter dem Feuerwehrzugang. Der FIBS-Standort ist beim Planungsgespräch zur Freigabe vorzulegen. Am FIBS ist eine freie Bewegungsfläche von mindestens 2 m² bereitzuhalten. Der Weg zum FIBS ist mit 'BMZ'-Schildern nach DIN 4066 fortlaufend zu kennzeichnen.S. 12, 13, 16 · 2018
Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)FBF nach DIN 14661 und FAT nach DIN 14662 sind in Köln verbindlich vorgeschrieben; bei geforderter Gebäudefunkanlage ist auch das FGB nach DIN 14663 verbindlich. FBF, FAT und ggf. FGB und FES sind in einem Systemschrank als FIBS zusammenzufassen. Der Schrankteil mit FBF/FAT/FGB/FES ist mit der Kölner Feuerwehrschließung auszuführen (Halbzylinder bei Fa. Robels zu beziehen). Die FAT-Einzelmelderidentifikation muss in Klartextanzeige mit festgelegtem Format erfolgen: Meldernummer in Zeichen 1–9, dann Melderart-Abkürzung, Etage und Raumnutzung in Zeichen 10–40.S. 17, 18 · 2018
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Das FAT ist mit Einzelmelderidentifikation in Klartextanzeige vorzusehen. Der im FAT angezeigte Meldebereich darf pro Brandabschnitt und Geschoss nicht größer sein als 1.600 m². Bei Zusammenschaltung von Brandmeldeanlagen muss die Bedienung und Anzeige der gesamten BMA über ein einziges FBF und ein einziges FAT mit Einzelmelderidentifikation gewährleistet sein.S. 17, 18, 25 · 2018
Feuerwehr-SchlüsseldepotEs ist ein VdS-anerkanntes FSD der Klasse 3 (FSD-A) mit zwei überwachten Schlüsselsteckplätzen zu installieren; Standort in Abstimmung mit der Feuerwehr Köln, in der Regel neben dem Feuerwehrzugang an der Anfahrstelle. Im FSD sind zwei gleichschließende Halbzylinder der Hauptschließanlage einzubauen; je Steckplatz ein Generalschlüssel (max. 3 Schließmedien je Satz). Jeder Schlüsselsatz ist mit einer Stahldrahtplombe (ca. 125 mm Drahtlänge) auszuführen; Plomben werden erst im Beisein der Feuerwehr Köln angebracht. Die Sabotageüberwachung muss an eine ständig besetzte Stelle (Polizei oder VdS-anerkanntes Unternehmen) übertragen werden.S. 9, 10, 41, 42, 43, 44, 45, 46 · 2018
FreischaltelementDer gewaltfreie Zugang ist durch Auslösung der ÜE über ein VdS-anerkanntes Freischaltelement (FSE) sicherzustellen. Das FSE ist bei Fa. Kruse Sicherheitssysteme GmbH zu beziehen. Für dem FSD vorgelagerte Sperreinrichtungen (Einfriedungen, Schranken, Poller) sind ggf. FSD der Klasse 1 oder Doppelschließungen in Abstimmung mit der Feuerwehr Köln vorzusehen.S. 9, 11 · 2018
BlitzleuchteDer Feuerwehrzugang ist an der Außenseite des Objekts mit einer gelben Blitzleuchte (Stroboskoplampe) zu kennzeichnen. Weitere Blitzleuchten können aus einsatztaktischen Gründen erforderlich sein (in Abstimmung mit der Feuerwehr). Bei Sprinkleranlagen ist bei jeder Alarmventilstation in unmittelbarer Nähe eine rote Blitzleuchte zu installieren.S. 13, 24 · 2018
MeldergruppenJe Meldergruppe ist eine Laufkarte erforderlich. Bei automatischen Rauchmeldern ist grundsätzlich die Betriebsart TM (DIN VDE 0833-2 Ziffer 6.4.2.2) anzuwenden. Richtwerte für die Projektierung: max. 5 aneinander grenzende Räume allgemein; lineare Wärmemelder max. 3 Räume mit zusammen max. 800 m²; hindernisfrei einsehbare RAS max. 3 Räume mit max. 400 m²; nicht hindernisfrei einsehbare RAS max. 3 Räume mit max. 200 m².S. 20, 26 · 2018
MelderkennzeichnungJeder Brandmelder ist dauerhaft mit Gruppen- und Meldernummer zu beschriften (Schriftgröße nach DIN 1450, rote Schrift auf weißem Grund oder weiße Schrift auf rotem Grund). Die Feuerwehr Köln fordert Einzelmelderidentifikation für alle Brandmelder; Abweichungen bedürfen der Zustimmung der Feuerwehr Köln. Eine Mischbelegung (Melder mit nur örtlichem Alarm 'F2' neben aufgeschalteten Meldern in einer BMA) ist nicht gestattet.S. 18, 19 · 2018
Laufkarten – FormatJe Meldergruppe ist eine Laufkarte im Format DIN A3 mit fest aufgesetzten Reitern (1. Satz) sowie eine Redundanzkarte im Format DIN A4 ohne Reiter (2. Satz) erforderlich. Der 2. Satz ist gelocht und sortiert in einem roten Ordner mit Aufschrift '2. Satz Laufkarten' vorzuhalten. Das Objekt ist auf der Vorderseite so auszurichten, dass der Feuerwehrzugang am unteren Rand (oder nach Absprache am linken Rand) liegt.S. 26, 27 · 2018
Laufkarten – SymbolikLaufkarten sind auf Basis aktueller Grundrisspläne (Bestandszeichnung) zu erstellen: vereinfachte Wanddarstellung ohne Maße und Möblierung, Brandabschnittsgrenzen mit größerer Strichbreite. Treppenräume sind hellgrün zu hinterlegen und mit Symbolen nach DIN 14034-6 zu kennzeichnen; befahrbare Flächen hellgrau. Anrückweg vom FIBS zur Meldergruppe als durchgehende grüne Linie, alternativer Anrückweg als gestrichelte grüne Linie. Gesprinklerte Bereiche und Gaslöschbereiche sind blau schraffiert darzustellen, Wärmekabel-, Linearmelder- und RAS-Bereiche gelb schraffiert.S. 27, 28, 29 · 2018
Laufkarten – Anzahl und AblageJe Meldergruppe ist ein Laufkartensatz erforderlich (1. Satz DIN A3 mit Reitern, 2. Satz DIN A4 ohne Reiter). Bei Sprinkleranlagen ist zusätzlich eine separate Laufkarte zur Sprinklerzentrale sowie je Sprinklergruppe (Druckwächter) und je Strömungswächter eine Laufkarte vorzuhalten. Beide Laufkartensätze sind am FIBS in einem gegen unberechtigten Zugriff gesicherten Depot zu hinterlegen.S. 26, 29 · 2018
Laufkarten – AktualisierungLaufkarten sind auf Basis von Bestandszeichnungen zu erstellen und ständig fortzuschreiben. Muster der Laufkarten sind mit der Feuerwehr Köln, Abteilung Gefahrenvorbeugung, zwingend abzustimmen (mindestens ein Muster je Meldertyp). Die Vorhaltung der Laufkartensätze gilt auch für Anlagen mit automatischem Ausdruck von Brandmelderlageplänen.S. 26, 27 · 2018
Feuerwehrplan (DIN 14095)Feuerwehrpläne nach DIN 14095 sind mit der Feuerwehr Köln, Abteilung Gefahrenvorbeugung, abzustimmen. Die Feuerwehr kann verlangen, dass weitere Pläne (Lage-, Alarm- und Übersichtspläne) in unmittelbarer Nähe des FIBS hinterlegt werden; bauaufsichtliche Forderungen bleiben hiervon unberührt.S. 30 · 2018
Abnahme und AbstimmungVor Anschaltung an die AÜA erfolgt eine Abnahme durch die Berufsfeuerwehr Köln im Beisein von Konzessionär, Antragsteller und Errichter. Der Abnahmetermin ist mit mindestens 3 Wochen Vorlauf durch den Konzessionär mitzuteilen. Mindestens 2 Werktage vor der Abnahme müssen vollständige Unterlagen vorliegen (u. a. Fachbauleiterbescheinigung, Wartungsvertrag, Sachverständigengutachten, Meldergruppenverzeichnis); fehlen Unterlagen, wird die Abnahme nicht durchgeführt. Das Planungsgespräch mit der Brandschutzdienststelle ist gemäß DIN 14675 zwingend vor Baubeginn zu führen.S. 8, 31, 32 · 2018
InstandhaltungEs ist ein Instandhaltungsvertrag gemäß DIN VDE 0833-1, DIN VDE 0833-2 und DIN 14675 mit einer zertifizierten Fachfirma abzuschließen; Nachweis ist Bestandteil der Abnahme. FSD, FSE und BMA-Bedienelemente sind jährlich durch die Feuerwehr Köln zu überprüfen; der Betreiber hat sich rechtzeitig und unaufgefordert um einen Termin zu bemühen. Bei erhöhter Falschalarmrate ist die Feuerwehr ermächtigt, die BMA außerplanmäßig zu überprüfen und bei schweren Mängeln die Anlage von der ÜE zu trennen.S. 32, 33, 34 · 2018
Kosten und GebührenAbnahme, Beratungen, jährliche FSD-Prüfungen und alle weiteren feuerwehrseitigen Aufwendungen sind kostenpflichtig nach der jeweils gültigen Feuerwehrgebührensatzung der Stadt Köln; die Kostenanerkennung (Anhang F) ist vor Leistungserbringung ausgefüllt vorzulegen. Kosten von Feuerwehreinsätzen aufgrund von Falschalarmen werden dem Betreiber in Rechnung gestellt, unabhängig davon, ob Dritte den Alarm verursacht haben. Die Inbetriebnahme des FSD sowie die Anwesenheit des Schlüsselträgers bei der FSD-Wartung sind gebührenpflichtig.S. 35, 36, 45 · 2018
SonstigesGebäudefunkanlagen: Bei Gebäuden, in denen direkter Funkverkehr im 2-m-Band bei 1 W Sendeleistung nicht möglich ist, ist eine Feuerwehr-Gebäudefunkanlage nach den BOS-Richtlinien mit Stromversorgung für 12 Stunden Überbrückungszeit zu errichten. Die Anlage schaltet automatisch bei BMA-Auslösung ein und nach 24 Stunden automatisch wieder aus. Die Abnahme durch die Feuerwehr Köln, Abteilung Informationssysteme, ist erforderlich; sachverständige Prüfung alle 3 Jahre, jährliche Wartung Pflicht.S. 36, 57, 58, 59, 60, 61, 62, 63 · 2018
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Stadt Köln – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 57 Abs. 1 Nr. 3 BauO NRW)
Stadt Köln – Brandschutzdienststelle (Feuerwehr, § 25 BHKG)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
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