Stadt Krefeld (kreisfrei)
QUELLE · TAB Feuerwehr Krefeld (Krefeld) – Ausgabestand 2024-02
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDie Aufschaltung einer privaten BMA auf die AEA der Feuerwehr Krefeld ist schriftlich und formgebunden zu beantragen. Zugestimmt wird, wenn die BMA bauaufsichtlich gefordert ist, die Feuerwehr sie fuer zwingend erforderlich haelt oder ein ausreichendes oeffentlich-rechtliches Schutzinteresse vorliegt. Vor Aufschaltung muss eine maengelfreie Feuerwehr-Abnahme sowie ein rechtsverbindlicher Anschlussvertrag mit der Stadt Krefeld vorliegen; eine Einrichtungskostenpauschale gemaess geltendem Entgelttarif ist faellig.S. 47, 48 · 2024
AlarmempfangsstelleDie Alarmempfangsanlage der Feuerwehr Krefeld befindet sich bei der Leitstelle und Kommunikation (Team 373.2). Abstimmung der BMA-Konzeption und -Planung ist mit diesem Team zwingend erforderlich. Sabotagemeldungen aus FSD und Adapter sind ueber die BMA-ÜE zur Feuerwehr weiterzuleiten.S. 9, 39 · 2024
ÜbertragungseinrichtungAls Standarduebertragungsweg wird ein automatisches Waehlgeraet (TSN) ueber einen All-IP-Data-Anschluss der Deutschen Telekom AG mit redundantem GSM-Funkweg gemaess EN 50136 eingesetzt. Die ÜE-Komponenten werden von der Fa. Bosch Sicherheitssysteme GmbH im Auftrag der Stadt Krefeld installiert; der Anschluss an die BMA erfolgt in Zusammenarbeit mit dem BMA-Errichter. Die Netzstromversorgung der ÜE muss durch einen separat abgesicherten Stromkreis (10 A, 3x1,5 mm²) mit Kennzeichnung 'Hauptmelder Feuerwehr' sichergestellt werden.S. 26, 48, 49, 50 · 2024
Feuerwehrzugang / Standort BMZAlle Tueren und Tore auf dem Weg von der Anfahrstelle bis zur BMZ sowie alle Raeume mit automatischen/nichtautomatischen Meldern oder Loeschanlagen muessen nach Ausloesung der BMA gewaltlos fuer die Feuerwehr oeffentlich sein. Im Regelfall sind mechanisch wirkende Schliessungen vorzusehen; in Ausnahmefaellen sind elektrisch betriebene Anlagen nur mit Zustimmung der Feuerwehr und entsprechenden Notstrom- und Notentriegelungsloesungen zulaessig (Notstromversorgung min. 90 Minuten gemaess VDE 0108). Toranlagen in Grundstueckszufahrten muessen in der Regel innerhalb von 15 Sekunden in 3,00 m Breite auffahren koennen.S. 11, 54, 55, 56, 57, 60, 61 · 2024
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Feuerwehr-InformationszentraleDer Anlaufpunkt der Feuerwehr (FIBS/FIZ) mit FAT, FBF, FSD, Laufkarten und sonstigen Bedieneinrichtungen wird allgemein als BMZ bezeichnet; alle TAB-Anforderungen an die BMZ gelten sinngemaeß auch fuer FIBS/FIZ. Eine Aufstellung ausserhalb fester, verschlossener Gebaeude ist nicht zulaessig.S. 9, 10 · 2024
Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Ein nach DIN 14661 genormtes FBF ist anzuschliessen; der genaue Anbringungsort ist mit der Feuerwehr abzustimmen (Wandabwicklung). Die Montagehöhe betraegt ca. 1,60 m (+0,10 / -0,20 m); eine Montage im FIBS ist sinnvoll. Das Kastenschloss muss mit einem GMA-Profilhalbzylinder nach DIN 18252 ausgefuehrt werden, der von der Feuerwehr Krefeld auf Rechnung des BMA-Betreibers beschafft wird.S. 17, 18 · 2024
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Die BMZ muss ein FAT mit Meldereinzelanzeige nach DIN 14662 besitzen, das jedoch in modifizierter Form angeschaltet werden muss: Die Taste 'Anzeigeebene' ist zu deaktivieren (Ausnahme: Historiefunktion und FSD-Sabotage-Meldung), die LEDs 'Stoerung' und 'Abschaltung' sind zu deaktivieren. Die Montagehöhe betraegt ca. 170 cm (Mitte Anzeigedisplay, +10/-20 cm); das FAT muss mit einem GMA-Profilhalbzylinder gesichert werden, der durch die Feuerwehr zu Lasten des Betreibers beschafft wird. Alle Aenderungen am FAT sind in Abstimmung mit der Feuerwehr Krefeld vorzunehmen.S. 12, 22, 23, 24 · 2024
Feuerwehr-SchlüsseldepotEin FSD der Klasse 3 gemaess DIN 14675 ist einzubauen, wenn keine staendig anwesende beauftragte Person mit Schluesseln und Rueckkehrmöglichkeit zur Anfahrstelle innerhalb von 2 Minuten sichergestellt ist. Das FSD muss eine VdS-Anerkennung besitzen und ein VdS-zertifiziertes Umstellschloss mit der Schliessbarkeit fuer die Feuerwehr Krefeld aufnehmen. Die Einbauhöhe betraegt 1,20 m ±20 cm (Unterkante); der Installationsort ist in Abstimmung mit der Feuerwehr abzustimmen, im Umkreis von ca. 5 m vom Feuerwehrzugang.S. 37, 38, 39, 40 · 2024
FreischaltelementEin FSE mit gueltiger VdS-Zulassung ist gemaess DIN 14675 anzuschliessen; es muss fuer einen Profilhalbzylinder DIN 18252 / 30 mm vorbereitet sein. Der Schliesszylinder mit der Schliessung 'Feuerwehr Krefeld' wird von der Feuerwehr Krefeld beschafft und zum Einbau uebergeben. Das FSE ist in unmittelbarer Naehe des FSD zwischen 80 cm und 160 cm Montagehöhe zu installieren; der genaue Montageort ist in Abstimmung mit der Feuerwehr festzulegen.S. 40, 41 · 2024
BlitzleuchteOberhalb des Feuerwehrzugangs zum Gebaeudeeingang ist eine rote Rundumkennleuchte oder Blitzleuchte anzubringen, die bei Brandalarm durch die BMZ angesteuert wird; sie muss von der Grundstueckseinfahrt aus gut sichtbar sein. Unterhalb der Leuchte ist ein Hinweisschild nach DIN 4066 mit dem Text 'BMA XXXX' (2-zeilig, mit ÜE-Nummer) anzubringen. Der Anbringungsort ist in Abstimmung mit der Feuerwehr festzulegen.S. 11 · 2024
MeldergruppenMelder in abgehaengten Decken oder sonstigen Hohlraeumen muessen in einer eigenen Meldergruppe geschaltet sein. Brandmelder verschiedener Nutzungseinheiten sind in jeweils eigenen Meldergruppen zu schalten. Bei Stoerung eines BMA-Bestandteils duerfen gemaess DIN EN 54 / VDE 0833-2 gleichzeitig nicht mehr als 32 automatische Brandmelder oder 10 Handfeuermelder ausser Betrieb gesetzt werden.S. 24, 30, 51 · 2024
MelderkennzeichnungAlle Melder sind mit Plaketten zu kennzeichnen (Meldernummer, z.B. '3/7' gemaess DIN VDE 0833-2; schwarze arabische Ziffern auf weissem Grund, >5 mm hoch). Schrifttypen muessen serifenfrei sein (z.B. Arial, Helvetica). Bei zu grossen Montagehöhen und Rasterdecken sind abgehaengte Schilder anzubringen. Revisionsöffnungen im Bereich von Zwischendeckenmeldern sind mit einer Melderplakette mit Zusatz 'ZD' zu kennzeichnen.S. 29, 30, 31 · 2024
Laufkarten – FormatLaufkarten sind in DIN A3, farbig, doppelseitig in Kunststofffolie einzuschweissen; alternativ ist Druck auf Kunststoff moeglich. Der Steckreiter muss mindestens 15 mm hoch und 30 mm breit, undurchsichtig und unverwechselbar sein. Ein zweiter vollwertiger Satz wird standardmaessig gefordert; der zweite Satz kann nach Ruecksprache mit der Feuerwehr auch ueber einen Laufkartendrucker (automatischer Druck innerhalb von 1 Minute nach Ausloesung, DIN A3, mit Notstromversorgung) realisiert werden.S. 19, 20 · 2024
Laufkarten – SymbolikRaumbezeichnungen (wie an Raumzugaengen vorhanden) sind in der Kopfzeile und bei besonderen Raeumen auch im Grundriss einzutragen. Zwischendeckenmelder sind in der Kopfzeile der Laufkarte als solche besonders zu kennzeichnen; bei Bodenmeldern entsprechend als 'Bodenmelder'. Loeschbereiche bei Wasserloeschanlagen sind blau unterlegt, bei Gasloeschanlagen gelb unterlegt darzustellen.S. 20, 30, 31, 33 · 2024
Laufkarten – Anzahl und AblageFuer jede Meldergruppe (einschl. Pruefmeldergruppe und FSE-Gruppe) sowie SPZ ist eine Laufkarte anzufertigen. Es werden standardmaessig zwei vollwertige Saetze gefordert: Satz 1 im FIBS, Satz 2 in einem separaten Laufkartenkasten mit GMA-Zylinder. Fuer jeden Loeschbereich und den Weg zur Loeschanlagenzentrale sind separate Laufkarten vorzuhalten.S. 18, 19, 33 · 2024
Laufkarten – AktualisierungBei Erweiterungen bestehender BMA koennen neue Laufkarten in der bestehenden Ausfuehrung erstellt werden, wenn die Zahl der neuen Karten weniger als ein Drittel des neuen Gesamtbestandes betraegt; ueberschreitet die Anzahl neues Drittel, sind alle Laufkarten gemaess aktueller DIN 14675 und Anlage 3 TAB zu erneuern. Abstimmung mit der Feuerwehr ist vorab erforderlich. Der Entwurf der Laufkarten ist der Feuerwehr zur Pruefung vorzulegen.S. 20, 18 · 2024
Feuerwehrplan (DIN 14095)Im Bereich der BMZ ist ein Orientierungsplan mit seitenrichtigem und lagerichtigem Grundriss des Objektes anzubringen; ab bestimmten Kriterien (mehr als ein Gebaeude oder mehr als ein Geschoss, Brutto-Gesamtgeschossflaeche > 5.000 m²) ist ein Brandmeldetableau mit LED-Anzeigen erforderlich. Groeße in der Regel DIN A2 (Plangroesse), Abstimmung mit der Feuerwehr; der Entwurf im Masstab 1:1 ist der Feuerwehr zur Genehmigung vorzulegen. Als Alternative koennen dynamische Bildschirmanzeigen/Alarmmanagementsysteme unter Einzelfallzustimmung der Feuerwehr eingesetzt werden (Mindest-Bildschirmdiagonale 40 Zoll, Bildschirmmitte 160-170 cm).S. 20, 21, 22 · 2024
Abnahme und AbstimmungDie Konzeption und Planung der BMA ist mit der Feuerwehr Krefeld, Team 373.2 Leitstelle und Kommunikation, abzustimmen. Eine Feuerwehr-Abnahme ist 4 Wochen im Voraus zu beantragen (Vordruck Anlage 6 TAB); Abnahmeprüfung nach DIN 14675 durch zertifizierte Fachfirma muss vorab erfolgt sein. Die Abnahme ist kostenpflichtig gemaess geltendem Entgelttarif der Stadt Krefeld; bei Maengeln im ersten Termin ist eine kostenpflichtige Wiederholungspruefung erforderlich.S. 9, 44, 45 · 2024
InstandhaltungDer Betreiber muss mit einem nach DIN 14675 zugelassenen Instandhalter einen Wartungsvertrag abschliessen; die Wartungsfirma hat diesen der Feuerwehr schriftlich zu bestaetigen und Kuendigungen ebenfalls schriftlich mitzuteilen. Inspektionen, Wartungen und Begehungen sind gemaess VDE 0833 Teil 1 Ziffer 5 durch eingewiesene bzw. sachkundige Personen regelmaessig durchzufuehren. Bei Erweiterungen ist nachzuweisen, dass der bestehende Wartungsvertrag entsprechend erweitert wurde.S. 43, 44 · 2024
Kosten und GebührenDie Abnahmeprüfung ist kostenpflichtig gemaess dem am Abnahmetag gueltigen Entgelttarif der Stadt Krefeld. Wiederholte Falschalarme sind gemaess Entgeltordnung der Stadt Krefeld kostenpflichtig; die Feuerwehr ist berechtigt, die BMA von der ÜE zu trennen bis entsprechende Aenderungen erfolgt sind. Eine einmalige Einrichtungskostenpauschale fuer Installation und Inbetriebnahme der ÜE ist vor Aufschaltung einzuzahlen.S. 29, 45, 48 · 2024
SonstigesFuer bestimmte Objekte (z.B. Hochhaeuser, grosse Logistikbetriebe, Krankenhaueser, Pflegeheime, Stoerfallbetriebe) ist ein 'mobiles FAT'-System zur Datenuebermittlung und mobilen Visualisierung an Feuerwehr-Endgeraete erforderlich; der Datenserver ist spaetestens eine Woche vor Abnahmetermin betriebsbereit zu installieren und zu testen.S. 27, 28 · 2024
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Stadt Krefeld – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 57 Abs. 1 Nr. 3 BauO NRW)
Stadt Krefeld – Brandschutzdienststelle (Feuerwehr, § 25 BHKG)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
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