Kreis Minden-Lübbecke
QUELLE · TAB Feuerwehren im Kreis Minden-Lübbecke (Kreis Minden-Lübbecke) – Ausgabestand 2003-02
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDie Aufschaltung erfolgt auf die Feuerwehr-Einsatz-Leitstelle (FEL) des Kreises Minden-Lübbecke bei der Berufsfeuerwehr Minden. Vor Errichtung, Änderung oder Erweiterung ist das Konzept gemäß DIN 14675 Ziffer 5.1–5.5 mit der Abteilung Vorbeugender Brandschutz (VB) der Feuerwehr Porta Westfalica abzustimmen. Störmeldungen und Sabotage-Alarm des FSK werden nicht bei der FEL aufgeschaltet, sondern bei einem Bewachungsinstitut oder gleichwertiger Servicestelle.S. 1, 3 · 2003
AlarmempfangsstelleDie Alarmempfangsstelle ist die Feuerwehr-Einsatz-Leitstelle (FEL) des Kreises Minden-Lübbecke bei der Berufsfeuerwehr Minden.S. 1 · 2003
ÜbertragungseinrichtungDie Empfangseinrichtung wird auf Konzessionsbasis betrieben; Konzessionär ist die Firma Siemens. Die Alarmübertragung hat grundsätzlich über eine Alarmübertragungsanlage mit stehender Verbindung zu erfolgen. Zwei Alternativen stehen zur Verfügung: Standardfestverbindung (Primärleitung) gemäß DIN 14675, Anhang A1, Tabelle A.1, Zeile 1, oder virtuelle Standleitung (X.25/X.31) über den D-Kanal des ISDN mit zweitem Übertragungsweg über den B-Kanal.S. 2, 3 · 2003
Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Ein Feuerwehrbedienfeld (FBF) gemäß DIN 14661 ist in unmittelbarer Nähe der BMZ zu installieren; Montagehöhe Mitte FBF 1600 +/- 100 mm über Fußboden. Für jede BMZ und Unterzentrale ist ein eigenes FBF vorzusehen. Als Schließzylinder ist ein Halbzylinder mit der Schließung der örtlichen Feuerwehr einzubauen; Schlüssel verbleiben ausschließlich bei der Feuerwehr.S. 3 · 2003
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Feuerwehr-SchlüsseldepotEin Feuerwehrschlüsselkasten (FSK) ist im Außenbereich des Gebäudes anzubringen, sofern keine 24 h besetzte eingewiesene Stelle vorhanden ist. Der FSK muss VdS-Anerkennung besitzen und DIN 14675 A2 Anhang C Klasse 3 (FSD 3) entsprechen; Ausführung in Edelstahl mit Witterungsschutz. Die Montagehöhe der Unterkante beträgt mindestens 1200 mm, maximal 1600 mm über Bodenniveau; der Standort ist mit der Abteilung VB der Feuerwehr Porta Westfalica festzulegen.S. 3 · 2003
FreischaltelementEin Freischaltelement (Rohrdepot mit Microschalter) ist bei ausschließlich nicht-automatisch bestückten Anlagen grundsätzlich vorgeschrieben; bei anderen Anlagen nach Absprache mit der Abteilung VB der Feuerwehr Porta Westfalica. Die Montage soll oberhalb des FSK in einer Außenwand in mindestens 2,50 m Höhe erfolgen; Einzelheiten sind mit der Feuerwehr Porta Westfalica abzustimmen.S. 3 · 2003
BlitzleuchteOberhalb des FSK ist eine rote Blitzleuchte zu montieren, die bei Alarmauslösung aktiviert wird.S. 3 · 2003
MeldergruppenDie Anzeige der Meldergruppen an der BMZ muss mindestens die Gruppen-Nummer darstellen; optional können Raum- oder Gebäudeteilangabe sowie Art und Anzahl der Melder ergänzt werden. BMZ mit nur einzeiligem Display müssen ein Meldergruppen-Display nachrüsten.S. 2 · 2003
MelderkennzeichnungSämtliche Melder sind mit der Liniennummer und einer fortlaufenden Ziffer je Linie eindeutig zu beschriften. Die Kennzeichnung von Meldern in Deckenhohlräumen oder Abluftschächten hat zusätzlich an der jeweiligen Zugangsstelle bzw. Parallelanzeige zu erfolgen.S. 1, 2 · 2003
Laufkarten – FormatLaufkarten sollen als einzelne Karten in geschützter Form (Klarsichtfolie, laminiert oder ähnliches) vorliegen; soweit möglich sind beide Seiten der Karten zu nutzen. Ein spezifisches Papierformat (z. B. DIN A3) wird nicht genannt.S. 4 · 2003
Laufkarten – SymbolikDie in den Laufkarten verwendeten Symbole müssen den jeweils geltenden Normen für Zeichen im Feuerwehrwesen entsprechen.S. 4 · 2003
Laufkarten – Anzahl und AblageFür jede Meldergruppe ist eine eigene Laufkarte zu erstellen; für Sprinkleranlagen ist zusätzlich eine separate Feuerwehr-Laufkarte für den Weg von der BMZ zur Sprinklerzentrale anzufertigen.S. 4 · 2003
Laufkarten – AktualisierungLaufkarten sind vor Inbetriebnahme der BMA der Abteilung VB der Feuerwehr Porta Westfalica zur Prüfung und Freigabe vorzulegen. Eine explizite Regelung zu Aktualisierungsfristen im laufenden Betrieb ist nicht enthalten.S. 4 · 2003
Feuerwehrplan (DIN 14095)Für alle bei der FEL aufgeschalteten Objekte sind Feuerwehrpläne nach DIN 14095 anzufertigen und vor Inbetriebnahme der BMA der Abteilung VB der Feuerwehr Porta Westfalica zur Prüfung und Freigabe vorzulegen.S. 4 · 2003
Abnahme und AbstimmungDie Feuerwehr Porta Westfalica führt nach Eingang aller Unterlagen auf Antrag der Betreiberin in Absprache mit dem Konzessionär und der Errichterfirma eine Abnahme vor Ort durch; über die Abnahme wird ein Protokoll erstellt. Die Nummer der Übertragungseinrichtung ist mindestens zwei Wochen vor Inbetriebnahme mit der FEL abzustimmen; der Termin für die Installation der ÜE ist dem Konzessionär mindestens sechs Wochen vorher mitzuteilen.S. 4, 5 · 2003
InstandhaltungDie BMA muss durch Fachpersonal gewartet und instandgehalten werden; eine Störungsbeseitigung rund um die Uhr in angemessenem Zeitraum ist sicherzustellen. Der Nachweis ist z. B. durch Vorlage eines Wartungsvertrages zu erbringen.S. 5 · 2003
Kosten und GebührenFSK, Adapter und Schloss für das Freischaltelement sind vom Betreiber auf eigene Kosten zu beschaffen. Konkrete Gebührenregelungen für die Aufschaltung oder Abnahme durch die Feuerwehr werden nicht genannt.S. 3 · 2003
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Kreis Minden-Lübbecke – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 57 Abs. 1 Nr. 3 BauO NRW)
Brandschutzdienststelle: Kreis Minden-Lübbecke – oder die Gemeinde, deren Feuerwehr über geeignete hauptamtliche Kräfte verfügt (§ 25 BHKG)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
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