Stadt Mülheim an der Ruhr (kreisfrei)
QUELLE · TAB Berufsfeuerwehr Mülheim an der Ruhr (Mülheim an der Ruhr) – Ausgabestand 2021-08-05
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDie Aufschaltung auf die Alarmübertragungsanlage (AÜA) erfolgt schriftlich beim Konzessionär (Siemens AG) und bei der Berufsfeuerwehr Mülheim an der Ruhr. Die Regelbearbeitungszeit beträgt 8 Wochen ab Antragseingang beim Konzessionär. Vor Umsetzung ist ein Brandmelde- und Alarmierungskonzept nach DIN 14675 zwingend in Abstimmung mit der Feuerwehr zu erstellen und von Ersteller, Bauherrn/Betreiber zu unterzeichnen.S. 5, 6 · 2021
AlarmempfangsstelleDie Stadt Mülheim an der Ruhr betreibt in ihrer Einsatzleitstelle eine Alarmübertragungsanlage für Gefahrenmeldungen (AÜA); der Betrieb ist dem Konzessionär Siemens AG übertragen. Die Aufschaltung erfolgt über eine vom Konzessionär gestellte Übertragungseinrichtung (ÜE).S. 4, 9 · 2021
ÜbertragungseinrichtungDie ÜE wird vom Konzessionär Siemens AG gestellt. Der Betreiber muss 230-V-Stromversorgung (bei Neuanlagen separater Stromkreis gegenüber der BMZ), Fernmeldekabel zum Übergabepunkt des Netzbetreibers und zur BMZ sowie eine Funkantenne (bereitgestellt durch Konzessionär nach Feldmessung) bereitstellen. Je Anlaufpunkt der Feuerwehr ist eine separate Brandmeldung zu übertragen; die Festlegung differenzierter Brandmeldungen erfolgt objektspezifisch in Abstimmung mit der Feuerwehr.S. 9 · 2021
Feuerwehrzugang / Standort BMZIm Brandfall müssen sämtliche Fluchtwegterminals, Sperrelemente und sonstige Einrichtungen zum Zuhalten von Türen und Toren automatisch durch die BMA angesteuert und freigeschaltet werden. Der Zugang zur Anlaufstelle ist mit Hinweisschildern 'BMZ' nach DIN 4066 fortlaufend zu kennzeichnen. Eine Generalschließanlage ist erforderlich; Details zu Schlüsselanzahl und elektronischen Schließsystemen sind im Planungsgespräch abzustimmen.S. 8, 9 · 2021
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Feuerwehr-InformationszentraleDas Feuerwehr-Informations- und Bediensystem (FIBS) beinhaltet mindestens FBF, FAT, ein ausreichend dimensioniertes Laufkartendepot im DIN-A3-Querformat, Feuerwehrpläne, das Meldergruppenverzeichnis und ein Betriebsbuch-Behältnis. Das FIBS ist an der Feuerwehrzufahrt oder im Eingangsbereich einzuplanen; Standort und Ausführung sind im Planungsgespräch mit der Feuerwehr abzustimmen. Eine Ablagemöglichkeit (z. B. Klapptisch) ist unterhalb oder in unmittelbarer Nähe vorzusehen.S. 9, 10 · 2021
Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Das FBF nach DIN 14661 (mit Taste 'Brandfallsteuerung') ist unmittelbar neben der BMZ zu installieren; bei Neuaufschaltungen ist es Bestandteil des FIBS. Die Objekt-Nr. ist gut lesbar am FBF anzubringen. Die Schließung für das FBF liefert und baut die Feuerwehr auf Kosten des Betreibers ein.S. 10 · 2021
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Das FAT nach DIN 14662 ist unmittelbar neben der BMZ zu installieren und bei Neuaufschaltungen Bestandteil des FIBS. Es muss eine Alarm-Historie mit Datum und Uhrzeit aufweisen, Melderanzeigen im Klartext darstellen und über eine ESPA-Schnittstelle V4.4.4 verfügen. Störmeldungen dürfen am FAT nicht angezeigt werden.S. 10 · 2021
Feuerwehr-SchlüsseldepotEs ist ein FSD 3 in Verbindung mit einem Freischaltelement (FSE) zu installieren. Die Innentür muss ein VdS-anerkanntes Doppelbart-Umstellschloss mit Schließung 'Feuerwehr Mülheim' haben. Das FSD 3 ist grundsätzlich mit mindestens einer Doppelschließung auszuführen; Mehrfachschließungen sind im Einzelfall in Absprache mit der Feuerwehr Mülheim an der Ruhr erforderlich. FSD und Anlageteile sind quartalsweise zu inspizieren und mindestens einmal jährlich zu warten, wobei die Wartung kostenpflichtig ist.S. 7, 8 · 2021
FreischaltelementDas FSE muss VdS-zugelassen und mit einer Aufnahme für einen Profil-Halbzylinder versehen sein. Es ist einer eigenen Meldergruppe zuzuordnen und innerhalb des Handbereichs unterhalb des FSD oder alternativ zusammen mit dem FSD in einer Standsäule zu installieren. Der Profil-Halbzylinder wird von der Feuerwehr beschafft und dem Betreiber in Rechnung gestellt; der Betreiber erhält keinen Schlüssel.S. 7 · 2021
BlitzleuchteDer Anlaufpunkt der Feuerwehr ist am Außenzugang, von der öffentlichen Straße aus sichtbar, mit einer grünen Rundum-Kennleuchte/Blitzleuchte zu kennzeichnen, die im Brandfall automatisch durch die BMZ angesteuert werden muss. Die Konzeption ist vorab mit der Feuerwehr abzustimmen.S. 7 · 2021
MeldergruppenDie Anordnung und Aufteilung der Meldergruppen ist stets in Absprache mit der Brandschutzdienststelle festzulegen. Automatische und nichtautomatische Brandmelder sind separaten, unabhängig abschaltbaren Meldergruppen zuzuordnen. Handfeuermelder in Treppenräumen dürfen maximal 5 übereinanderliegende Geschosse pro Gruppe umfassen.S. 11 · 2021
MelderkennzeichnungBrandmelder sind dauerhaft mit Gruppen- und Meldernummern nach DIN 14675/VDE 0833 Teil 2 zu kennzeichnen. Die Melderkennzeichnung ist als rechteckige Ronde mit weißer Schrift auf rotem Grund auszuführen. P-Touch-Beschriftungen oder Ähnliches sind unzulässig.S. 11, 12, 13 · 2021
Laufkarten – FormatFeuerwehr-Laufkarten sind im Format DIN A3 quer zu erstellen, laminiert oder aus Synthetik-Material (mind. 150 Mikron) mit integriertem Reiter. Vorder- und Rückseite müssen so einlaminiert sein, dass das Lesen der Rückseite durch Drehen über die Längsachse möglich ist.S. 16 · 2021
Laufkarten – SymbolikLöschwassereinrichtungen sind mit einheitlichen Symbolen nach DIN 14034-6 einzuzeichnen. Besondere brandschutztechnisch relevante Anlagen sind im Einzelfall in Absprache mit der Brandschutzdienststelle als grafische Symbole aufzunehmen. Raum- und Geschossbezeichnungen müssen mit den tatsächlichen Bezeichnungen vor Ort übereinstimmen.S. 16 · 2021
Laufkarten – Anzahl und AblageJe Meldergruppe ist eine Laufkarte im Laufkartenbehälter an der BMZ bzw. im FIBS zu hinterlegen. Zusätzlich ist ein vollständiger Satz auf CD-ROM im PDF-Format der Feuerwehr zu übergeben.S. 16, 17 · 2021
Laufkarten – AktualisierungAlle Planunterlagen sind vom Betreiber ständig aktuell zu halten und der Feuerwehr nach Änderungen unaufgefordert zuzuleiten. Die Laufkarten sind in der Planungsphase zwingend durch das Planungsbüro mit dem zuständigen Sachbearbeiter der Feuerwehr abzustimmen.S. 6, 17 · 2021
Feuerwehrplan (DIN 14095)Feuerwehrpläne nach DIN 14095 sind in 4-facher Ausfertigung für die Einsatzakten der Feuerwehr erforderlich und gemäß den gesonderten Gestaltungsrichtlinien der Berufsfeuerwehr Mülheim an der Ruhr zu erstellen. Sämtliche Planunterlagen sind gesammelt auf CD-ROM in zweifacher Ausfertigung zu übergeben.S. 16, 17 · 2021
Abnahme und AbstimmungVor Inbetriebnahme und bei jeder wesentlichen Änderung ist eine Abnahme durch die Feuerwehr im Beisein von Konzessionär, Betreiber und Errichter erforderlich. Der Abnahmetermin ist mindestens 2 Wochen vorher abzustimmen. Alle geforderten Unterlagen müssen spätestens 2 Wochen vor der geplanten Abnahme in abgestimmter/genehmigter Form vorliegen; fehlen Pläne, erfolgt keine Terminabstimmung zur Aufschaltung.S. 17, 18 · 2021
InstandhaltungEin Instandhaltungsvertrag gemäß DIN 14675 Teil 1 mit einer zertifizierten Fachfirma ist abzuschließen; eine Kopie ist der Feuerwehr auszuhändigen. Alle Instandhaltungen und Inspektionen sind fortlaufend im Betriebsbuch zu dokumentieren, das an der Anlaufstelle der Feuerwehr zu hinterlegen ist. Wiederkehrende Prüfungen durch Prüfsachverständige sind in Abständen von maximal 3 Jahren durchzuführen.S. 7, 18 · 2021
Kosten und GebührenEntgelte und Kostenersatz richten sich nach drei Satzungen der Stadt Mülheim an der Ruhr: der Satzung über die Benutzung der Empfangszentrale für Brandmeldungen, der BMA-Fehlalarmierungssatzung sowie der Satzung über Entgelte für Brandsicherheitswachen und freiwillige Leistungen der Berufsfeuerwehr. Fehlalarme außerhalb vereinbarter Revisionen werden dem Betreiber in Rechnung gestellt.S. 19, 20 · 2021
SonstigesZur Vermeidung von Falschalarmen ist bei automatischen Brandmeldern (ohne Brandkenngrößenmustervergleich oder Mehrfachsensormelder) eine Zweimeldungsabhängigkeit Typ B vorgeschrieben; Typ A und die Betriebsart PM sind ausdrücklich unzulässig. Linienförmige Rauchmelder nach dem Durchlichtprinzip dürfen die ÜE ebenfalls nur in Zweimeldungsabhängigkeit Typ B ansteuern.S. 11, 13 · 2021
Alle elektrischen Leitungen der BMA müssen im Brandfall mindestens 30 Minuten funktionsfähig bleiben (Funktionserhalt gemäß MLAR und DIN VDE 0833-2). Dies gilt auch für Leitungen zwischen BMZ, Adapter und FSD sowie zwischen BMZ und FIBS.S. 14 · 2021
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Stadt Mülheim an der Ruhr – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 57 Abs. 1 Nr. 3 BauO NRW)
Stadt Mülheim an der Ruhr – Brandschutzdienststelle (Feuerwehr, § 25 BHKG)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
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