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Kreis Paderborn

QUELLE · TAB Kreis Paderborn – Der Landrat (Kreis Paderborn) – Ausgabestand 2024-03-05
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDie Leitstelle für Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz des Kreises Paderborn in Büren-Ahden betreibt eine Empfangseinrichtung für BMA. Die Aufschaltbedingungen gelten für Neuanlagen, wesentliche Änderungen sowie bestehende Anlagen, wenn die Aufschaltung länger als 3 Monate aufgehoben war. Eine Aufschaltung erfolgt nur bei mängelfreier Sachverständigenprüfung und vollständiger Erfüllung dieser Bedingungen.S. 3, 12 · 2024
AlarmempfangsstelleAlarmempfangsstelle ist die Kreisleitstelle in Büren-Ahden (Flughafenstraße 34, 33142 Büren-Ahden). Bei ausgedehnten Objekten mit mehr als einer Unterzentrale muss der konkrete Anfahrtpunkt differenziert an die Leitstelle gemeldet werden; die Festlegung der differenzierten Brandmeldungen erfolgt objektspezifisch in Abstimmung mit der Feuerwehr.S. 3, 7 · 2024
ÜbertragungseinrichtungDie ÜE wird durch einen der beiden Konzessionäre (Bosch Sicherheitssysteme GmbH oder SIEMENS AG) auf Antrag eingerichtet, betrieben und instandgehalten; der Antrag ist spätestens 8 Wochen vor Inbetriebnahme schriftlich einzureichen. Die ÜE ist im Handbereich der BMZ zu montieren; die Verkabelung (230-V-Netzanschluss, Verbindungsleitungen) ist vom Antragsteller bereitzustellen. Die Nummer der ÜE ist gut lesbar am Gehäuse anzubringen.S. 6, 7 · 2024
Feuerwehrzugang / Standort BMZDer Feuerwehr ist bei Eintreffen der gewaltlose Zugang zur FIZ zu ermöglichen. Der Weg vom FSD zum FIZ ist bis zur Inbetriebnahme fortlaufend mit Hinweisschildern nach DIN 4066 zu kennzeichnen; im Weg liegende Türen sind mit der Aufschrift 'BMZ' zu versehen. In Treppenräumen sind Geschosse und Ebenen im Einvernehmen mit der Brandschutzdienststelle eindeutig zu kennzeichnen und in Laufkarten sowie Feuerwehrpläne zu übernehmen.S. 4, 10 · 2024
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Feuerwehr-InformationszentraleFBF, FAT und Feuerwehrlaufkarten sind gemeinsam in einem roten doppelflügeligen Schrank (FIZ) unterzubringen, der ausschließlich für die Feuerwehr zugänglich und mit dem FBF-Halbzylinder verschlossen ist. Eine Einzelschließung für den Laufkartenbereich ermöglicht dem Betreiber den jederzeitigen Zugriff auf die Laufkarten ohne Mitwirkung der Feuerwehr.S. 9 · 2024
Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Ein FBF nach DIN 14661 ist verpflichtend. Es muss bei Inbetriebnahme mit einem Halbzylinder aus der Schließung der örtlich zuständigen Feuerwehr verschlossen werden; der Einbau erfolgt durch die Feuerwehr, die Kosten trägt der Betreiber.S. 8 · 2024
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Ein FAT nach DIN 14662 ist am Feuerwehranlaufpunkt zu installieren. Im Display muss eindeutig erkennbar sein, welche Meldergruppe und welche Meldernummer ausgelöst haben. Das FAT kann auch in die BMZ integriert werden, sofern Aussehen und Bedienung der DIN 14662 entsprechen.S. 8 · 2024
Feuerwehr-SchlüsseldepotDas FSD ist in der Regel neben dem Feuerwehrzugang an der Anfahrstelle zu platzieren; die Einbauhöhe muss zwischen 1,2 m und 1,5 m über der Erdoberfläche liegen, die Schutzklasse muss mindestens Klasse 3 nach DIN 14675 entsprechen. Die Schließung erfolgt über ein Umstellschloss, das über kommunenspezifische Anbieter (in den meisten Kommunen Fa. Kruse) zu beziehen ist; der Einbau des Umstellschlosses erfolgt bei Inbetriebnahme durch die örtlich zuständige Feuerwehr. An einen überwachten Objektschlüssel dürfen maximal 2 weitere Schlüssel zu einem Satz zusammengefasst werden; bei mehr als 3 Objektschlüsseln ist eine zusätzliche Objektschlüsselüberwachung erforderlich.S. 4, 5, 16, 17 · 2024
FreischaltelementDas FSE ist ober- oder unterhalb des FSD anzubringen (Toleranz max. ± 0,5 m) und als eigene Meldergruppe an die BMA anzuschalten. Die Auslösung über das FSE darf die Brandfallsteuerung nicht beeinflussen; bei angesteuerten sicherheitsrelevanten Anlagen ist eine Brandfallmatrix zu erstellen. Abweichungen können durch die örtlich zuständige Feuerwehr bestimmt werden. Die FSE-Schließung variiert je Kommune (überwiegend Fa. Kruse FSE Typ 2; in Lichtenau und Salzkotten NORM-Halbzylinder; in Hövelhof Kruse-Spezialzylinder).S. 6, 16, 17 · 2024
BlitzleuchteIm Bereich des FSD ist eine grüne Blitzleuchte zu montieren, die von öffentlichen Verkehrsflächen oder Feuerwehrbewegungsflächen aus die Auslösung der BMA optisch erkennbar macht. Ausnahme: In der Gemeinde Hövelhof sind rote Blitzleuchten zu montieren. Befindet sich das FSD nicht am Hauptzugang für die Feuerwehr, sind ggf. weitere grüne Blitzleuchten erforderlich.S. 5 · 2024
MeldergruppenAlle Brandmeldegruppen und Brandmelder sind einer numerischen Ordnung zuzuführen und entsprechend zu kennzeichnen. Je Anlaufpunkt der Feuerwehr bzw. pro zugewiesenem Einsatzabschnitt ist jeweils eine separate Brandmeldung zu übertragen; die Festlegung der Differenzierung erfolgt objektspezifisch in Abstimmung mit der Feuerwehr.S. 7, 9 · 2024
MelderkennzeichnungDie Kennzeichnung aller Brandmelder muss ohne Hilfsmittel lesbar sein; die Schriftgröße richtet sich nach DIN 1450 in Abhängigkeit der Betrachtungsdistanz. Offensichtliche Melder erhalten schwarze Schrift auf weißem Grund; nicht offensichtliche Melder in Zwischendecken, Zwischenböden oder geschlossenen Anlagen benötigen eine Einzelmelderidentifikation per Parallelanzeige oder Hinweisschildern nach DIN 14623 bzw. alternativ kreisrunde rote Plaketten/Klebefolien mit weißer Beschriftung. Einzellösungen sind mit der örtlich zuständigen Feuerwehr abzustimmen.S. 9, 10 · 2024
Laufkarten – FormatFeuerwehrlaufkarten sind in DIN A3 Querformat zu erstellen, laminiert und mit fest angebrachten Reitern zur Kennung der Meldergruppe zu versehen. Die Pläne sind doppelseitig auf Basis von Grundrissplänen zu erstellen; die Vorderseite zeigt die Gesamtübersicht mit FIZ-Standort, die Rückseite ggf. die Detaildarstellung.S. 8, 9 · 2024
Laufkarten – SymbolikLaufkarten müssen mindestens folgende Informationen enthalten: Lage des FIZ, Standort, Laufweg als grüne Linie, Lage der Melder, Melderart und Kennzeichnung, Meldergruppe rot unterlegt, Löschbereiche stationärer Löschanlagen blau schraffiert mit Angabe des Löschmittels sowie Legende und Nordpfeil. Die Gestaltungsanforderungen ergeben sich aus DIN 14675 Ziffer 10.2 mit Anhang K.S. 9 · 2024
Laufkarten – Anzahl und AblagePro Meldergruppe ist mindestens eine Feuerwehrlaufkarte erforderlich; die Feuerwehr kann abhängig vom Objekt auch mehrere Laufkarten fordern. Bei mehr als 30 Laufkarten in einem Schrank ist eine gestaffelte Hinterlegung je 30 Laufkarten vorzusehen.S. 8 · 2024
Laufkarten – AktualisierungLaufkarten sind stets auf aktuellem Stand zu halten und vor endgültiger Fertigstellung der Brandschutzdienststelle zur Prüfung und Freigabe vorzulegen. Aktualisierungen bei Änderungen erfolgen auf Kosten des Betreibers.S. 9 · 2024
Feuerwehrplan (DIN 14095)Feuerwehrpläne nach DIN 14095 sind der örtlich zuständigen Feuerwehr spätestens bis zur Inbetriebnahme in endgültiger Fassung vorzulegen; ohne freigegebene Pläne kann keine Inbetriebnahme erfolgen. Die Freigabe erfolgt durch die zuständige Brandschutzdienststelle. Der Betreiber hat die Pläne mindestens alle 2 Jahre durch eine sachkundige Person prüfen zu lassen; bei baulichen oder nutzungsbedingten Änderungen sind aktualisierte Pläne unaufgefordert erneut zur Freigabe vorzulegen. Die Anzahl der Plansätze sowie das Format (A3, laminiert oder wasserfestes Papier) variieren je Kommune und sind Anlage 3 zu entnehmen.S. 8, 16, 17 · 2024
Abnahme und AbstimmungVor Anschaltung an die ÜE erfolgt eine Abnahme durch die örtliche Feuerwehr; der Termin ist der Feuerwehr und dem Konzessionär mit einem Vorlauf von mindestens 20 Werktagen mitzuteilen. Die Aufschaltung zur Kreisleitstelle erfolgt nur, wenn ein von Konzessionär, Errichter und Feuerwehr unterzeichnetes Abnahmeprotokoll vorliegt. Bei jeder wesentlichen Änderung der BMA ist erneut eine Abnahme erforderlich; Kreisleitstelle und Brandschutzdienststelle sind über den Termin zu unterrichten und berechtigt, sich zu beteiligen.S. 11, 12 · 2024
InstandhaltungEs ist ein Wartungsvertrag mit einer nach DIN 14675 von einer akkreditierten Stelle zertifizierten Fachfirma abzuschließen; der Zertifizierungsnachweis ist Bestandteil der Abnahme. Die vorgeschriebenen Wartungen sind fortlaufend in einem Betriebsbuch zu dokumentieren, das für die Feuerwehr jederzeit einsehbar bei den Laufkarten zu hinterlegen ist. Bei erhöhter Falschalarmquote durch mangelhafte Wartung ist die Feuerwehr ermächtigt, die BMA zu überprüfen.S. 11 · 2024
Kosten und GebührenAlle Kosten für Aufschaltung, Wartung und Betrieb der BMA trägt der Betreiber der baulichen Anlage. Einsatzkosten bei Fehlalarmen infolge nicht vereinbarter Revisionen oder nach Ablauf des Revisionszeitraums werden dem Betreiber in Rechnung gestellt. Nach Beseitigung von Abnahmemängeln ist eine kostenpflichtige Wiederholungsprüfung erforderlich; alle Schließungskosten werden dem Betreiber in Rechnung gestellt.S. 11, 12, 17 · 2024
SonstigesRevisionsschaltung (Abmelden der ÜE): Wartungs- und Revisionsarbeiten, die ein Abmelden oder Probeauslösen der ÜE erfordern, sind dem Konzessionär vorab zu melden und dürfen erst nach Bestätigung der Revisionsschaltung durchgeführt werden. Während der Revision muss der Betreiber die BMZ-Anzeige ständig beobachten und einen Feueralarm unverzüglich auf anderem Weg an die Feuerwehr melden. Der Konzessionär nimmt die ÜE spätestens nach Ablauf der angemeldeten Revisionsdauer wieder in Betrieb.S. 10, 11 · 2024

Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.

Mit PlanWerke planen

Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.

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ZUSTÄNDIGE STELLEN
Kreis Paderborn – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 57 Abs. 1 Nr. 3 BauO NRW)
Brandschutzdienststelle: Kreis Paderborn – oder die Gemeinde, deren Feuerwehr über geeignete hauptamtliche Kräfte verfügt (§ 25 BHKG)
Vorschlag — abzustimmen

Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.

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Anforderungen kennen — und direkt danach planen.

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