Rheinisch-Bergischer Kreis
QUELLE · TAB Kreisleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises (Rheinisch-Bergischer Kreis) – Ausgabestand 2022-05-01
Festlegungen nach Thema
AufschaltungBMA sind normkonform direkt zur Kreisleitstelle des RBK als hilfeleistende Stelle nach DIN 14675 aufzuschalten. Die Aufschaltung erfolgt auf schriftlichen Antrag beim Konzessionär. Abweichungen von den Aufschaltbedingungen bedürfen der Zustimmung der zuständigen Brandschutzdienststelle und sind im Brandmeldekonzept schriftlich festzuhalten.S. 3, 5 · 2022
AlarmempfangsstelleDie Alarmempfangsstelle ist die einheitliche Leitstelle für Brandschutz, Hilfeleistung, Katastrophenschutz und Rettungsdienst des Rheinisch-Bergischen Kreises (Kreisleitstelle RBK). Die Kreisleitstelle nimmt keine Sabotagemeldungen des FSD entgegen.S. 3, 20 · 2022
ÜbertragungseinrichtungDie Übertragungseinrichtung wird vom Konzessionär (Bosch Sicherheitssysteme GmbH) oder zugelassenen Fachunternehmen (Siemens AG) eingerichtet und instandgehalten. Sie ist im gesicherten Funktionsbereich der BMA im Nahbereich der BMZ zu installieren. Bei weitläufigen Objekten ist eine Campuslösung anzustreben, bei der je Anlaufpunkt eine separate Brandmeldung übertragen wird.S. 4, 5 · 2022
Feuerwehrzugang / Standort BMZDer Standort des Feuerwehr-Anlaufpunkts einschließlich FSD und Aufbewahrungsschrank für Bedienelemente ist in der Planungsphase in Abstimmung mit der zuständigen Brandschutzdienststelle festzulegen. Der Laufweg vom FSD zum FIZ ist eindeutig zu kennzeichnen; im Laufweg liegende Türen müssen Hinweisschilder nach DIN 4066 mit der Aufschrift 'FIZ' tragen.S. 4, 8 · 2022
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Feuerwehr-InformationszentraleFBF, FAT sowie Laufkarten und Feuerwehrplan sind im Regelfall in einem roten doppelflügeligen Schrank (FIZ) unterzubringen. Der für die Feuerwehr vorbehaltene Bereich ist mit einem Halbzylinder der kommunalen Feuerwehrschließung zu verschließen; der Betreiber erhält hierzu keinen Schlüssel. Das FIZ muss 2 Sätze Laufkarten und Feuerwehrpläne im Format DIN A3 aufnehmen können.S. 9 · 2022
Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Am Feuerwehr-Anlaufpunkt ist ein FBF nach DIN 14661 erforderlich. Falls das FBF ausnahmsweise nicht im FIZ eingebaut wird, ist es bei Inbetriebnahme mit einem Halbzylinder der kommunalen Feuerwehrschließung zu verschließen; die Kosten für den Halbzylinder trägt der Betreiber.S. 9 · 2022
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)In unmittelbarer Nähe zum FBF ist ein FAT nach DIN 14662 zu installieren. Das FAT soll eine Möglichkeit zur Datenweiterleitung an mobile Endgeräte vorhalten; falls diese nicht von Anfang an vorhanden ist, muss sie einfach nachrüstbar sein. Details für Bergisch Gladbach sind dem Anhang FW GL zu entnehmen.S. 9, 10 · 2022
Feuerwehr-SchlüsseldepotEs ist ein VdS-anerkanntes FSD der Schutzklasse 3 nach DIN 14675 zu verwenden. Die Einbauhöhe beträgt 1,20 m bis 1,50 m über der Erdoberfläche. Bei Inbetriebnahme sind mindestens 2 Generalschlüssel zu hinterlegen; die genaue Anzahl wird objektabhängig im Brandmeldekonzept in Abstimmung mit der zuständigen Brandschutzdienststelle festgelegt. Je Generalschlüssel ist ein überwachter Steckplatz vorzusehen; ein Schlüsselsatz darf maximal 3 Schlüssel/Schließmedien umfassen.S. 5, 6, 19, 20 · 2022
FreischaltelementIm unmittelbaren Bereich des FSD ist ein FSE mit Feuerwehrschließung zu installieren. Es ist ober- oder unterhalb des FSD in einem Toleranzbereich von maximal ±0,5 m anzubringen. Die Einbaubedingungen und Vorgaben des VdS sind einzuhalten.S. 8, 20 · 2022
BlitzleuchteIm Bereich des Hauptzugangs der Feuerwehr, an dem das FSD angebracht ist, ist eine Blitzleuchte anzubringen, die die BMA-Auslösung optisch von der öffentlichen Verkehrsfläche aus erkennen lässt. Die Einbauhöhe beträgt 2,00 m bis 2,50 m über Oberkante Gelände. Für den RBK-Bereich (ohne Bergisch Gladbach) ist die Blitzleuchte in Rot auszuführen; die Farbe für Bergisch Gladbach ist dem Anhang FW GL zu entnehmen.S. 6, 14, 20 · 2022
MeldergruppenAlle Brandmeldegruppen und Brandmelder sind einer numerischen Ordnung zuzuführen und entsprechend zu kennzeichnen. Das Laufkartensystem besteht aus einem Laufkartendepot und einzelnen Laufkarten, die entsprechend der Meldergruppe gekennzeichnet sind; zur Schnellauffindung sind versetzt angeordnete Reiter an der längeren Blattkante vorgesehen.S. 8, 10 · 2022
MelderkennzeichnungDie Kennzeichnung aller Brandmelder muss ohne Hilfsmittel lesbar sein und der DIN 1450 entsprechen. Offensichtliche Melder sind mit weißer Schrift auf rotem Grund oder roter Schrift auf weißem Grund zu kennzeichnen, die Kennzeichnung ist neben dem Melder (nicht auf dem Sockel) anzubringen. Verdeckte Melder erhalten zusätzlich eine Einzelmelderidentifikation außerhalb des verdeckten Bereichs, alternativ durch kreisrunde rote Plaketten/Klebefolien mit weißer Beschriftung nach DIN 1450. Handfeuermelder sind gut sichtbar innerhalb des Gehäuses zu kennzeichnen.S. 8, 9 · 2022
Laufkarten – FormatLaufkarten sind im Format DIN A4 quer zu erstellen. Andere Formate sind mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. Die Laufkarten sind zu laminieren.S. 23 · 2022
Laufkarten – SymbolikEs ist das Layout des RBK (Anlage zum Merkblatt) zu verwenden. Automatische Melder sind durch einen roten Punkt darzustellen; begangene Treppenräume sind mit einem grünen Ring zu hinterlegen. Eckige Symbole haben ein Innenmaß von 10 mm und ein Außenmaß von 12 mm. Der Laufweg beginnt am FBF/FAT; die Darstellung ist lagerichtig so zu gestalten, dass der Feuerwehrangehörige das Bedienfeld ansieht. Abweichungen sind in Abstimmung mit der zuständigen Brandschutzdienststelle vorzunehmen.S. 23 · 2022
Laufkarten – Anzahl und AblageEs sind 2 Sätze Laufkarten vorzuhalten, wobei die Reiter der beiden Sätze unterschiedliche Farben aufweisen müssen. Für die Feuerwehr Kürten ist zusätzlich ein Satz Laufkarten digital im Format PDF bereitzustellen.S. 10, 16 · 2022
Laufkarten – AktualisierungDie Laufkarten sind stets auf dem aktuellen Stand zu halten. Bei baulichen Veränderungen oder Nutzungsänderungen, die einen veränderten Laufweg erfordern, sind die Laufkarten unaufgefordert nach Abstimmung mit der zuständigen Brandschutzdienststelle auszutauschen. Die Laufkarten sind vor Auslieferung der Brandschutzdienststelle zur Freigabe vorzulegen (im Regelfall als PDF).S. 11, 23 · 2022
Feuerwehrplan (DIN 14095)Feuerwehrpläne gemäß DIN 14095 sind spätestens bis zur Inbetriebnahme in Papierform und digital als PDF bereitzustellen. Im RBK-Bereich (ohne Bergisch Gladbach) sind in der Regel 3 Papierexemplare erforderlich (Ausnahme Feuerwehr Odenthal: 5 Exemplare; Ausnahme Feuerwehr Wermelskirchen: nur digitale Version). Die Pläne sind durch die zuständige Brandschutzdienststelle freizugeben; eine Bearbeitungszeit von ca. 6 Wochen ist einzuplanen. Eine Inbetriebnahme ohne freigegebene Feuerwehrpläne ist nicht möglich. Mindestens alle 2 Jahre ist der Plan durch eine sachkundige Person zu prüfen.S. 10, 16 · 2022
Abnahme und AbstimmungEine Aufschaltung zur Kreisleitstelle erfolgt nur nach Sachverständigenprüfung nach PrüfVO NRW, bei Vorliegen eines mängelfreien Prüfberichts und eines Inbetriebsetzungsprotokolls sowie nach abschließender Abnahme durch die zuständige Feuerwehr/Brandschutzdienststelle. Im RBK-Bereich ist der Prüfbericht der Brandschutzdienststelle spätestens eine Woche vor Aufschaltung vorzulegen; der Aufschalttermin ist spätestens 10 Tage vorher mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen.S. 11, 16 · 2022
InstandhaltungPlanung, Einbau, Betrieb, Wartung und Prüfung der BMA sind nach den jeweils gültigen Vorschriften durch Fachfirmen oder eigene Fachdienste des Betreibers unter Beachtung der DIN 14675 durchzuführen. Das FSD ist nach VdS-Richtlinien und Herstellerangaben zu warten; Wartungsarbeiten erfordern eine rechtzeitige Terminabsprache mit der örtlichen Feuerwehr. Aktive Schlüssel mit integrierter Batterie im FSD sind jährlich auf Funktion zu prüfen und die Batterie oder der Schlüssel ist auszutauschen.S. 3, 4, 7, 21 · 2022
Kosten und GebührenSämtliche Kosten für Aufschaltung, Wartung und Betrieb der BMA trägt der Betreiber. Feuerwehreinsätze durch nicht ordnungsgemäße BMA-Auslösung (Falschalarme) werden dem Betreiber in Rechnung gestellt, unabhängig davon ob Dritte den Alarm verursacht haben. Die Feuerwehr-Abnahme sowie Einbau von Schließungen und Hinterlegen/Austauschen von Objektschlüsseln im FSD können kostenpflichtig gemacht werden; die Gebühren richten sich nach der jeweiligen kommunalen Satzung.S. 12 · 2022
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Rheinisch-Bergischer Kreis – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 57 Abs. 1 Nr. 3 BauO NRW)
Brandschutzdienststelle: Rheinisch-Bergischer Kreis – oder die Gemeinde, deren Feuerwehr über geeignete hauptamtliche Kräfte verfügt (§ 25 BHKG)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
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