Landkreis Jerichower Land
QUELLE · TAB Landkreis Jerichower Land (Jerichower Land) – Ausgabestand 2022-01
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDie Aufschaltung setzt eine mängelfreie Montage und Inbetriebnahme sowie ein mängelfreies Prüfprotokoll eines nach TAnlVO anerkannten Prüfsachverständigen voraus. Der Aufschalttermin ist mindestens zwei Wochen vorher in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle festzulegen. Die Aufschaltung zur Leitstelle erfolgt nur nach ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung der Brandschutzdienststelle.S. 7 · 2022
AlarmempfangsstelleDie Einsatzleitstelle des Landkreises Jerichower Land betreibt eine Alarmempfangsstelle (AES) auf Konzessionsbasis in der Kategorie DP3 mit Erstnetz- und Ersatzschnittstelle. An die AES werden ausschließlich Übertragungseinrichtungen von Brandmeldeanlagen angeschlossen; ein Anschluss über die Telefonanlage der Leitstelle ist nicht gestattet.S. 4, 8 · 2022
ÜbertragungseinrichtungDie Übertragungseinrichtung (ÜE) wird ausschließlich vom Konzessionär (Siemens AG) eingerichtet und gewartet; sie bleibt dessen Eigentum. Die ÜE inkl. Hauptmelder/Testmelder ist im selben Raum wie die BMZ unterzubringen und mit Erst- sowie Ersatz-Netzschnittstelle (DP3) zu betreiben. Die Aufschaltung hat über eine gesicherte, verschlüsselte Datenprozedur im VdS-Datenprotokoll VdS 2465 zu erfolgen.S. 8, 9 · 2022
Feuerwehrzugang / Standort BMZObjekte mit einer Brandmeldeanlage mit Alarmweiterleitung müssen für die Feuerwehr jederzeit gewaltfrei zugänglich sein. FSD und FSE sind direkt am Feuerwehrzugang des Objektes zu errichten; der Standort ist in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle festzulegen.S. 5, 10 · 2022
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Feuerwehr-InformationszentraleEine Feuerwehrinformationszentrale (FIZ) darf FAT, FBF und das Feuerwehrlaufkartendepot in einer gemeinsamen Vorrichtung zusammenfassen. Die genaue Ausführung sowie der Standort sind in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle festzulegen.S. 9 · 2022
Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Bei Brandmeldeanlagen mit Alarmweiterleitung an die Feuerwehr ist ein Feuerwehrbedienfeld (FBF) nach DIN 14661 vorzusehen. Der ausgelöste Zustand einer automatischen Löschanlage ist im FBF optisch anzuzeigen.S. 6, 9 · 2022
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Bei Brandmeldeanlagen mit Alarmweiterleitung an die Feuerwehr ist ein Feuerwehranzeigetableau (FAT) nach DIN 14662 vorzusehen. Die Anzeigen des FAT müssen schnell, leicht und eindeutig mit der Position des ausgelösten Melders in Verbindung zu bringen sein.S. 9, 10 · 2022
Feuerwehr-SchlüsseldepotDer gewaltfreie Zugang ist durch ein Feuerwehrschlüsseldepot (FSD) sicherzustellen. Im FSD ist ein Generalschlüssel zu hinterlegen; aus einsatztaktischen Gründen sind nicht mehr als drei Schlüssel zu hinterlegen. Das FSD 3 ist nur in Verbindung mit einer ÜE mit angeschalteter BMA zulässig; der genaue Standort ist in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle festzulegen.S. 10 · 2022
FreischaltelementEin Freischaltelement (FSE) ist zu installieren, das sich in unmittelbarer Nähe des FSD, oberhalb des FSD in maximal 3 m Höhe befindet und gegen Vandalismus zu schützen ist. Das FSE muss an eine eigene Meldergruppe der BMA angeschaltet sein. Der genaue Standort ist in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle festzulegen.S. 10 · 2022
BlitzleuchteÜber dem FSD ist eine Blitzleuchte in der Farbe Gelb bzw. Orange zu errichten, um der Feuerwehr die Orientierung zu ermöglichen.S. 10 · 2022
MeldergruppenNichtautomatische Melder sind grundsätzlich in Flucht- und Rettungswegen anzubringen. Mehrere Melder können in einer Gruppe zusammengefasst werden, wenn alle Melder der Gruppe von jedem Standort einsehbar sind oder sich in übersichtlichen Fluren oder Treppenhäusern befinden. Das FSE muss an eine eigene Meldergruppe angeschaltet sein.S. 6, 10 · 2022
MelderkennzeichnungAutomatische Brandmelder in Hohlräumen oder schwer einsehbaren Bereichen sind mit Melderparallelanzeigen nach DIN 14623 und Brandmelderkennzeichnung zu versehen. Platten von Doppelböden oder abgehängten Unterdecken mit dahinter liegenden Meldern sind durch eine rote Markierung mit Gruppen- und Meldernummer dauerhaft in Laufrichtung und gut lesbar zu kennzeichnen.S. 6 · 2022
Laufkarten – FormatFeuerwehrlaufkarten sind nach DIN 14675 bereitzuhalten; Beispiele finden sich in DIN 14675 Anhang I. Befinden sich Laufkarten in allgemein zugänglichen Bereichen, sind diese unter Verschluss zu halten.S. 10, 11 · 2022
Laufkarten – AktualisierungFeuerwehrlaufkarten sind grundsätzlich vor der Inbetriebnahme der BMA in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. Jede Änderung an der BMA oder am Objekt, die eine Überarbeitung der Laufkarten erfordert, ist vom Betreiber unverzüglich der Brandschutzdienststelle mitzuteilen.S. 10, 11 · 2022
Feuerwehrplan (DIN 14095)Für Objekte mit aufgeschalteter BMA ist ein Feuerwehrplan nach DIN 14095 zu erstellen, der in Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen ist. Der Plan ist der Brandschutzdienststelle in gedruckter Form, der Leitstelle in digitaler Form (Gesamt-PDF auf Datenträger) und der jeweiligen Feuerwehr auf wetter- und reißfestem Papier bzw. Folie zu übergeben; laminierte Feuerwehrpläne sind nicht zulässig. Feuerwehrpläne sind spätestens alle zwei Jahre zu überprüfen und bei Bedarf zu überarbeiten.S. 11 · 2022
Abnahme und AbstimmungVor Inbetriebnahme und bei jeder Änderung an der BMA ist die Brandschutzdienststelle zu beteiligen und schriftlich zu informieren. Das Brandmeldekonzept ist vor dem Einbau oder einer Änderung mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. Zur Abnahme müssen Betreiber, Errichterfirma, Brandschutzdienststelle und Konzessionär anwesend sein.S. 5, 7 · 2022
InstandhaltungFür aufgeschaltete BMA ist ein Wartungsvertrag mit einer akkreditierten Fachfirma abzuschließen. Eine Funktionsprüfung mit Fernalarmauslösung darf nur nach vorheriger Abstimmung mit dem Konzessionär vorgenommen werden; die Abmeldezeit soll normalerweise zwei Stunden nicht überschreiten, in begründeten Ausnahmefällen sind maximal 12 Stunden zulässig. Mindestens zwei Wochen vor Beginn von Wartungsarbeiten oder Abschaltungen ist die Einsatzleitstelle zu benachrichtigen.S. 11, 12 · 2022
Kosten und GebührenDie durch die Abnahme entstandenen Kosten trägt der Betreiber der BMA. Kosten für Änderungen an der Schließanlage durch Sachbeschädigung oder Auswahl einer neuen Schließung obliegen ebenfalls dem Betreiber. Falls ein anderer als der vorgesehene Konzessionär gewünscht wird, gehen alle anfallenden Kosten zu Lasten des Antragstellers.S. 5, 7, 8 · 2022
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Landkreis Jerichower Land – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 56 Abs. 1 Nr. 1 BauO LSA)
Landkreis Jerichower Land – Brandsicherheitsschau als Aufgabe des übertragenen Wirkungskreises (§ 3 Abs. 4 BrSchG LSA)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
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