Kreis Plön
QUELLE · TAB Brandschutzdienststelle des Kreises Plön (Kreis Plön) – Ausgabestand 2013-04
Festlegungen nach Thema
AufschaltungBMA sind nach den jeweils gültigen Fassungen der einschlägigen Normen (DIN VDE 0833, DIN 14661, DIN 14662, DIN 14675, DIN EN 54) auszuführen. Der Planungsauftrag sowie jede nachträgliche Änderung ist vor der Ausführung mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. Die errichtende Fachfirma muss nach DIN 14675 durch eine akkreditierte Stelle zertifiziert sein.S. 2 · 2013
AlarmempfangsstelleDie Integrierte Regionalleitstelle Mitte in Kiel (IRLS Mitte) ist die Feuerwehreinsatzleitstelle für den Kreis Plön. Alarmmeldungen sind als Sammelanzeige (akustisch und optisch) an eine ständig besetzte Stelle im Betrieb zu übermitteln. Störmeldungen sind an eine ständig besetzte autorisierte Stelle weiterzuleiten, sofern die BMZ nicht in einem ständig besetzten Raum eingewiesener Personen steht.S. 1, 4 · 2013
ÜbertragungseinrichtungDie Aufschaltung der ÜE an die Übertragungsanlage für Gefahren-Brandmeldungen (ÜAG) erfolgt auf schriftlichen Antrag beim Konzessionär (zum Zeitpunkt der Ausstellung: Siemens AG). Der vollständig ausgefüllte Antrag muss mindestens 8 Wochen vor der geplanten Aufschaltung vorliegen. Die ÜE-Nummer ist gut lesbar am Gehäuse der ÜE anzubringen.S. 3, 4 · 2013
Feuerwehrzugang / Standort BMZDer Feuerwehr muss im Alarmfall der gewaltlose Zugang zur BMZ, zum FAT, zum FBF und allen Gebäudebereichen ermöglicht werden. Der Weg zur BMZ bzw. Parallelanzeige ist mit Hinweisschildern nach DIN 4066 fortlaufend zu kennzeichnen.S. 3, 4 · 2013
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Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Die BMA muss mit einem einheitlichen Feuerwehrbedienfeld (FBF) nach DIN 14661 ausgestattet sein. Das FBF ist räumlich als Einheit mit ÜE, BMZ und Feuerwehrlaufkarten in unmittelbarer Nähe des Feuerwehrzugangs zu installieren. Für das FBF ist ein Profilhalbzylinder mit der Feuerwehrschließung erforderlich (DIN 18252).S. 3, 5, 8 · 2013
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Ein Feuerwehranzeigetableau (FAT) nach DIN 14662 ist ggf. bei vorhandener Parallelanzeige vorzusehen. Für das FAT ist ein Profilhalbzylinder mit der Feuerwehrschließung erforderlich.S. 5, 8 · 2013
Feuerwehr-SchlüsseldepotIn unmittelbarer Nähe des Feuerwehrzugangs ist ein Feuerwehr-Schlüssel-Depot (FSD) zu installieren. Das Umstellschloss für das FSD ist in Absprache mit der Brandschutzdienststelle zu beziehen und wird auf Kosten des Betreibers bestellt. Die Freigabe der Schließung ist mindestens 8 Wochen vor der geplanten Inbetriebnahme über die Brandschutzdienststelle zu beantragen. Für den Betrieb des FSD gilt eine besondere Vereinbarung (Anhang A).S. 3, 8, 9, 12, 13 · 2013
FreischaltelementEin Freischaltelement (FSE) ist in der Nähe des FSD zu installieren, damit die äußere Tür des FSD auch ohne BMA-Alarm manuell geöffnet werden kann. Für das FSE ist ein Profilhalbzylinder mit der örtlichen Feuerwehrschließung erforderlich.S. 3, 8 · 2013
BlitzleuchteDer Zugang zur Anzeige- und Bedieneinrichtung der BMZ ist außen am Zugang mit einer Blitzleuchte zu kennzeichnen. Wenn diese von der Hauptzufahrt nicht erkennbar ist, können weitere Blitzleuchten gefordert werden.S. 3 · 2013
MeldergruppenDie Nummerierung der Meldergruppen muss eindeutig sein (vgl. DIN 14675 Anhang K). Bei Sprinkleranlagen ist je Sprinklergruppe eine Meldergruppe vorzusehen; Strömungswächter-Signale sind als separate Meldergruppen zu schalten und dürfen die ÜE nicht auslösen.S. 6, 7 · 2013
MelderkennzeichnungAlle Brandmelder (automatisch und nicht automatisch) sind dauerhaft mit Meldergruppe und Meldernummer zu kennzeichnen (z. B. '5/7'). Die Schriftgröße richtet sich nach der Raumhöhe: bis 3 m mindestens 10 mm, 3–6 m mindestens 20 mm, 6–9 m mindestens 30 mm, 9–12 m mindestens 40 mm, über 12 m nach Abstimmung. Verdeckte Melder in abgehängten Decken oder Doppelböden sind mit rotem Punkt (Mindestdurchmesser 50 mm) zu markieren.S. 5, 6 · 2013
Laufkarten – FormatAuf jeder Feuerwehrlaufkarte ist vorderseitig das Ausgangsgeschoss und rückseitig der Detailausschnitt des Melderbereichs darzustellen; dafür sind farbige Symbole zu verwenden. Ein explizites DIN-Format (z. B. A3 oder A4) wird für die Laufkarten selbst nicht genannt.S. 7 · 2013
Laufkarten – Anzahl und AblageEin kompletter Satz der Feuerwehrlaufkarten ist an der BMZ vorzuhalten; ggf. zusätzlich in einfacher Ausfertigung an einer vorhandenen Parallelanzeige. Die Unterbringung muss sofortigen Zugriff auf die Karte der alarmgebenden Meldergruppe ermöglichen und gegen unberechtigten Zugriff gesichert sein.S. 7 · 2013
Laufkarten – AktualisierungDie Feuerwehrlaufkarten sind auf Grundlage aktueller Grundrisspläne zu erstellen und ständig fortzuschreiben. Alle Pläne sind mindestens 14 Tage vor der geplanten Aufschaltung vorzulegen; bei fehlenden Plänen kann die Aufschaltung versagt werden.S. 7 · 2013
Feuerwehrplan (DIN 14095)Feuerwehrpläne sind gemäß DIN 14095 im Format DIN A3 zu erstellen. Sie sind vor Übergabe an den Betreiber mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen und der Brandschutzdienststelle dreifach zu übergeben (zwei Exemplare für die örtlich zuständige Feuerwehr, eines für die Akte der Brandschutzdienststelle). Der Betreiber muss die Pläne aktuell halten; eine sachkundige Person hat sie in Abständen von höchstens zwei Jahren auf Übereinstimmung und Aktualität zu prüfen.S. 7 · 2013
Abnahme und AbstimmungVor Anschaltung der BMA an die ÜE muss eine Prüfung durch einen Prüfsachverständigen für Brandmeldeanlagen erfolgen; der örtlich zuständigen Feuerwehr und der Brandschutzdienststelle ist Gelegenheit zur Teilnahme zu geben. Der Abnahmetermin ist mit mindestens 14 Tagen Vorlaufzeit mitzuteilen. Zum Abnahmetermin sind u. a. Errichterbescheinigung, Inbetriebsetzungsprotokoll, Brandschutzkonzept (falls Bestandteil der Baugenehmigung), Wartungsvertragskopie, Feuerwehrpläne nach DIN 14095 und Generalschlüssel bereitzuhalten.S. 9, 10 · 2013
InstandhaltungWartungs- und Instandhaltungsarbeiten sind durch eine nach DIN 14675 zertifizierte Fachfirma durchzuführen; zwischen Betreiber und Fachfirma ist ein Wartungsvertrag abzuschließen. Alle Maßnahmen sind im Betriebsbuch zu dokumentieren. Arbeiten, die ein Abschalten der ÜE erfordern, sind der Service-Leitstelle (zum Zeitpunkt der Ausstellung: Siemens) rechtzeitig schriftlich anzuzeigen. Bei erhöhter Falschalarmrate durch mangelhafte Wartung kann die Brandschutzdienststelle die BMA überprüfen und ggf. die Abschaltung von der ÜE veranlassen.S. 8 · 2013
Kosten und GebührenDie Erstabnahme durch die Brandschutzdienststelle im Rahmen der Bauzustandsbesichtigung ist kostenfrei. Wiederholungsabnahmen aufgrund von Mängeln sowie turnusmäßige Überprüfungen sind ggf. kostenpflichtig. Kosten durch Feuerwehreinsätze infolge von Falschalarmen werden dem Betreiber ggf. in Rechnung gestellt; die Kostenpflicht gilt unabhängig davon, ob Dritte den Alarm vorsätzlich oder fahrlässig ausgelöst haben. Die Höhe richtet sich nach der jeweils gültigen Gebührensatzung der örtlich zuständigen Feuerwehr gemäß Brandschutzgesetz Schleswig-Holstein.S. 10 · 2013
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Landrätin oder Landrat des Kreises Plön – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 57 Abs. 1 Nr. 2 LBO SH)
Kreis Plön – vorbeugender Brandschutz (§ 3 Abs. 3 BrSchG SH)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
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