Kreis Segeberg
QUELLE · TAB Brandschutzdienststelle des Kreises Segeberg (Kreis Segeberg) – Ausgabestand 2005-01, Ausgabe 8. ueberarbeitete Fassung
Festlegungen nach Thema
AlarmempfangsstelleEmpfangseinrichtung ist die Rettungsleitstelle des Kreises Segeberg in Norderstedt. Probealarme sind vorab fernmuendlich bei der Rettungsleitstelle anzumelden; waehrend Wartungsarbeiten duerfen keine Brandmeldungen bei der Rettungsleitstelle einlaufen.S. 1, 6, 7 · 2005
ÜbertragungseinrichtungDer Kreis Segeberg betreibt eine konzessionierte Empfangseinrichtung. Die Uebertragungseinrichtung ist beim Konzessionaer (Fa. Siemens Building Technologies, Hamburg) schriftlich zu beantragen; Einrichtung und Wartung erfolgen durch den Konzessionaer auf Kosten des Betreibers. Die BMZ muss ein Steuersignal gemaess DIN 14675 Anhang B bereitstellen, das bei Abschaltung der UE aktiviert und an die Rettungsleitstelle uebertragen wird.S. 1 · 2005
Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Ein Feuerwehrbedienfeld nach DIN 14661 ist im Handbereich der BMZ zu installieren. Die Schliessung (B-Schliessung fuer den jeweiligen Amtsbereich bzw. Gemeinde/Stadt) wird von der oertlichen Feuerwehr vorgegeben; der Halbzylinder ist vom Betreiber auf eigene Kosten zu bestellen und wird von der Feuerwehr bei der Abnahme eingesetzt. Fuer die Bestellung ist eine Freigabeerklarung der oertlichen Feuerwehr erforderlich.S. 2 · 2005
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Der Einbau eines FAT nach DIN 14662 kann von der Feuerwehr als Erstinformationssystem gefordert werden. Der Uebertragungsweg zwischen BMZ und FAT muss redundant ausgelegt sein. Die Schliessung (B-Schliessung) wird von der oertlichen Feuerwehr vorgegeben; Kosten traegt der Betreiber.S. 3 · 2005
12 weitere Themen aufklappen →
Feuerwehr-SchlüsseldepotEin VdS-zugelassenes Feuerwehrschlüsseldepot ist einzubauen; die Schliessung ist A-Schliessung der oertlichen Feuerwehr bzw. des Amtswehrbereiches. Schloss ist beim Betreiber auf eigene Kosten zu bestellen; Einbau erfolgt durch die oertliche Feuerwehr bei der Abnahme. Betrieb und Instandhaltung gemaess VdS-Richtlinie 2105. Ist das FSD nicht frei zugaenglich, ist die Zugaenglichkeit in Absprache mit der oertlichen Feuerwehr herzustellen.S. 2 · 2005
FreischaltelementEin FSE mit VdS-Zulassung ist zur manuellen Ausloesung der Aussentuertsicherung des FSD erforderlich. Es ist oberhalb des FSD in ca. 3 m Hoehe ueber der Verkehrsflaeche zu installieren und als eigenstaendiger Nebenmelder zu schalten. Die Schliessung (C-Schliessung der oertlichen Feuerwehr) wird von der Feuerwehr vorgegeben; Zylinder ist vom Betreiber auf eigene Kosten zu bestellen.S. 2 · 2005
BlitzleuchteDer aeussere Zugang zur BMZ ist durch eine gruene Blitz- oder Rundumkennleuchte kenntlich zu machen, die bei Brandmeldung automatisch durch die BMZ angesteuert wird. Der Weg von aussen bis zur BMZ ist mit Hinweisschildern nach DIN 4066 mit Aufschrift 'BMZ' fortlaufend zu kennzeichnen.S. 1, 8 · 2005
MeldergruppenNichtautomatische Melder sind in eigenen Meldergruppen mit maximal 10 Meldern je Gruppe zusammenzufassen. In Treppenraeumen mit mehr als zwei Untergeschossen sind Melder in getrennten Gruppen zu fuehren (maximal 5 Obergeschosse pro Gruppe). Melder in Deckenhohlraeumen und aufgestelzten Fussboden muessen jeweils eigene Meldergruppen bilden. Massnahmen zur Vermeidung von Fehlalarmen sind mit der Feuerwehr abzustimmen.S. 3, 4 · 2005
MelderkennzeichnungBrandmelder sind dauerhaft mit weissen Schildern und schwarzer Schrift mit Gruppen- und Meldernummern gut sichtbar zu versehen. Die Schriftgroesse richtet sich nach der Formel: Schriftgroesse (mm) = Leseentfernung (m) / 0,3 gemaess DIN 825 und DIN 1450. Fuer nichtautomatische Melder sind Schilder mit Aufschrift 'Ausser Betrieb' vorzuhalten.S. 3 · 2005
Laufkarten – FormatPro Meldergruppe ist ein eigener Plan (Mindestgroesse DIN A4) an der BMZ gut sichtbar und stets griffbereit zu hinterlegen. Die Plaene sind in Klarsichthuellen mit unverlierbaren Reitern und Meldergruppenkennzeichnung zu versehen. Als Alternative ist ein Lagekartendrucker zulaessig, jedoch ist stets ein schriftlicher Satz der Plaene zu hinterlegen.S. 4 · 2005
Laufkarten – SymbolikDie Plaene sind auf Basis von Grundrissplaenen zu erstellen und muessen Standort der BMZ, Laufweg als gruene Linie, Lage der Meldergruppe, Gefahrenhinweise und ggf. Lage der Wandhydranten enthalten. Fuer Brandschutzeinrichtungen sind die Symbole der DIN 14034 zu verwenden.S. 4 · 2005
Laufkarten – AktualisierungDie Plaene sind bei Veraenderungen zu aktualisieren.S. 5 · 2005
Feuerwehrplan (DIN 14095)Ein Feuerwehrplan gemaess DIN 14095 ist an der BMZ zu hinterlegen. Im Standardfall sind drei weitere Ausfertigungen der Feuerwehr zu uebersenden; die Anzahl richtet sich nach dem Objekt und wird im Einzelfall vorgegeben. Alternativ ist die Ausfertigung auf einmal beschreibbaren CD- oder DVD-Datentraegern in den Formaten JPEG und PDF zulaessig.S. 4, 5, 8 · 2005
Abnahme und AbstimmungZur Inbetriebnahme und bei jeder Aenderung ist eine Abnahme durch die oertliche Feuerwehr erforderlich. Bei Anlagen vor dem 02.01.2005 oder ohne lueckenlose zertifizierte Wartung ist zwei Wochen vor Abnahme ein Pruefbericht eines anerkannten Sachverstaendigen beim Konzessionaer einzureichen. Zur Abnahme sind Antragsteller, Beauftragter und Errichter anwesend; vorzulegende Unterlagen umfassen u.a. Sachverstaendigen-Pruefbericht, Wartungsvertrag, Errichterzertifizierung, Inbetriebsetzungsprotokoll, Meldergruppenpläne und Feuerwehrplan. Vor Inbetriebnahme hat eine Begehung mit der oertlichen Feuerwehr stattzufinden.S. 5, 6, 8 · 2005
InstandhaltungEin Wartungsvertrag mit einer zertifizierten Fachfirma ist abzuschliessen; vierteljährliche Wartungen und Inspektionen sind in einem Betriebsbuch zu dokumentieren, das fuer die Feuerwehr jederzeit einsehbar an der BMZ hinterlegt sein muss. Bei erhöhter Fehlalamanzahl durch mangelhafte Wartung kann die Feuerwehr die Anlage ueberpruefen und bei schweren Maengeln die Abschaltung der UE veranlassen.S. 6 · 2005
Kosten und GebührenFeuerwehreinsaetze infolge mangelhafter Wartung, wiederholter technischer Fehlalarme oder nicht angemeldeter Arbeiten werden gemaess der jeweils geltenden Gebuehrensatzung des Amtsbereichs bzw. der Gemeinde oder Stadt dem Verursacher bzw. Betreiber in Rechnung gestellt.S. 7 · 2005
Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.
Mit PlanWerke planen
Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.
Projekt anlegenZUSTÄNDIGE STELLEN
Landrätin oder Landrat des Kreises Segeberg – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 57 Abs. 1 Nr. 2 LBO SH)
Kreis Segeberg – vorbeugender Brandschutz (§ 3 Abs. 3 BrSchG SH)
Vorschlag — abzustimmen
Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.
Anforderungen kennen — und direkt danach planen.
Kein Account erforderlich · läuft komplett lokal im Browser