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Landkreis Eichsfeld

QUELLE · TAB Landkreis Eichsfeld, Vorbeugender Brandschutz (Landkreis Eichsfeld) – Ausgabestand 2022-10-20
Festlegungen nach Thema
AufschaltungDie Aufschaltung der ÜE erfolgt durch den Vorbeugenden Brandschutz des Landkreises in Anwesenheit des BMA-Errichters. Die Inbetriebnahme der ÜE darf nur durch zertifizierte Fachfirmen in Zusammenarbeit mit dem Vorbeugenden Brandschutz Landkreis Eichsfeld erfolgen. Das BMA-Konzept ist vor der Ausführung mit dem Vorbeugenden Brandschutz abzustimmen.S. 5, 6 · 2022
AlarmempfangsstelleDie Leitstelle Eichsfeld betreibt auf Konzession eine Empfangszentrale für Brandmeldungen; der Konzessionär ist die Siemens AG. Der Antrag zur Teilnahme am konzessionierten Betrieb ist bereits in der Planungsphase schriftlich an den Konzessionär zu stellen und muss Standortanschrift, Anschrift des Antragstellers sowie gewünschten Inbetriebnahmezeitpunkt enthalten. Zur Leitstelle Eichsfeld dürfen ausschließlich Gefahrenmeldungen, keine Störmeldungen, übertragen werden.S. 5, 18 · 2022
ÜbertragungseinrichtungDie ÜE ist nach Vorgaben des Vorbeugenden Brandschutzes Landkreis Eichsfeld zu beschaffen und muss DIN 0833 Teil II Abschn. 3.2 entsprechen. Sie muss mit einer Blindplatte mit aufgedruckter Meldernummer versehen sein; die ÜE-Nummer ist gut lesbar am FBF anzubringen. Die ÜE ist mindestens einmal jährlich bei der Wartung gemeinsam mit dem Konzessionär auf Funktion zu prüfen.S. 6, 7 · 2022
Feuerwehrzugang / Standort BMZDer gewaltfreie Zugang und die Zufahrt zu allen mit Brandmeldern oder selbsttätigen Löschanlagen geschützten Bereichen ist jederzeit sicherzustellen, in der Regel über ein FSD 3 nach DIN 14675 mit gültiger VdS-Zulassung; Schlüsselrohre sind nicht zu verwenden. Alternativ kann der Zugang über eine ständig besetzte Stelle (24/7, inkl. Pausenzeiten) gewährleistet werden, deren Mitarbeiter gute Objektkenntnisse besitzen und Deutsch mindestens auf B2-Niveau beherrschen. Besondere vorgelagerte Zugangsmöglichkeiten (Tore, Poller) sind mit dem Vorbeugenden Brandschutz abzustimmen.S. 15, 16 · 2022
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Feuerwehr-InformationszentraleDie Erstinformationsstelle ist im unmittelbaren Hauptzugang des Sicherungsbereichs, in der Regel im Erdgeschoss, in einem leicht auffindbaren, jederzeit für die Feuerwehr zugänglichen, ausreichend beleuchteten und trockenen Raum zu errichten; der Raum ist mit automatischen Meldern zu überwachen. Sie ist als zweitüriges, abschließbares Stahlblechgehäuse (RAL 3000, feuerrot) auszuführen, wobei die linke Tür die Feuerwehrschließung (Profilhalbzylinder) erhält und die rechte Tür durch Öffnen der linken mitentriegelt. Die Montage erfolgt mit dem Bezugspunkt FBF auf 1,50 m (± 20 cm) über Oberkante Fertigfußboden.S. 6, 7 · 2022
Feuerwehr-Bedienfeld (DIN 14661)Bei Betätigung der Taste 'Brandfallsteuerungen ab' sind zusätzlich alle Meldungen an übergeordnete Leitsysteme (z. B. GLT oder ständig besetzte Stellen) zu unterbinden. Das FSD und die Blitzleuchte dürfen über diese Taste nicht abschaltbar sein.S. 10, 16, 17 · 2022
Feuerwehr-Anzeigetableau (DIN 14662)Das FAT muss über einen Ereignisspeicher verfügen. Jede Meldung ist mit folgenden Informationen zu versehen: Meldergruppe/Meldernummer (arabische Zahlen ohne Zusätze), Melderart (Abkürzungen: HDM, ATM, RAS, GWM, FLA, FSE), Gebäudeteil, Geschoss (OG, EG, KG, ZE mit fortlaufender Nummerierung), Raumbezeichnung (Funktion des Raumes), Melderstandort (bei verdeckten Meldern) und Auslösezeitpunkt. Ein Mustertext ist vom Vorbeugenden Brandschutz genehmigen zu lassen.S. 8, 9 · 2022
Feuerwehr-SchlüsseldepotDas FSD ist nach VdS-Richtlinie 2105 (neueste Ausgabe) einzubauen und über einen VdS-zugelassenen Schlüsseldepotadapter an die BMZ anzuschließen; es wird die Feuerwehrschließung des Landkreises verwendet. In der Regel ist ein Generalschlüsselsatz zu hinterlegen; der Zugang zu allen Bereichen muss mit maximal 3 Schlüsseln möglich sein, bei mehr als 3 erforderlichen Schlüsseln ist ein Feuerwehr-Schlüsselkasten vorzuhalten. Das FSD ist über die ÜE-Rückmeldung zu aktivieren und darf nicht über die Taste 'Brandfallsteuerung ab' abschaltbar sein.S. 15, 16, 17 · 2022
FreischaltelementIn unmittelbarer Nähe des FSD (Handreichweite) ist ein FSE zu montieren; als FSE-Schließung ist das System 'Abloy' zu verwenden. Das FSE ist an eine eigene Meldegruppe der BMA anzuschalten.S. 17 · 2022
BlitzleuchteMindestens am Zugang zur Liegenschaft, sichtbar aus der Anfahrtsrichtung der Feuerwehr, ist eine gelbe Blitzleuchte zu installieren, die bei ÜE-Auslösung aktiviert wird; weitere Gebäudezugänge zur Erstinformationsstelle sind ebenfalls mit einer gelben Blitzleuchte zu kennzeichnen. Die Blitzleuchte ist über die ÜE-Rückmeldung zu aktivieren und darf nicht über die Taste 'Brandfallsteuerung ab' abschaltbar sein. Bei vorhandener Sicherheitsstromversorgung ist die Blitzleuchte daran anzuschließen, die zugehörige Netzsicherung ist auf Ausfall zu überwachen.S. 17 · 2022
MeldergruppenJe Sprinklergruppe ist eine Meldergruppe vorzusehen; erstreckt sich eine Sprinklergruppe über mehrere Geschosse oder Bereiche, sind Strömungswächter zur Selektierung einzubauen. Befinden sich Melderbereiche in unterschiedlichen Raumebenen (Doppelboden, Raum, Zwischendecke), müssen die Melder in den jeweiligen Ebenen eigenen Meldergruppen zugeordnet werden.S. 14 · 2022
MelderkennzeichnungDie Größe der Melderbeschriftung ist der jeweiligen Raumhöhe nach DIN 1450 anzupassen und muss ohne Hilfsmittel leicht ablesbar sein. Automatische Melder sind so zu montieren, dass ihre Beschriftung aus Sicht des Einsatzweges erkennbar ist. Verdeckte Melder in Zwischendecken erhalten vor der Meldernummer den Zusatz 'ZD'; Platten von Doppelböden, unter denen Melder montiert sind, sind durch einen eingelassenen roten Punkt (Ø 50 mm) dauerhaft zu kennzeichnen.S. 13, 14 · 2022
Laufkarten – FormatDie Größe der Feuerwehrlaufkarten richtet sich nach der Gebäudegröße und Komplexität und wird für jede Liegenschaft individuell durch den Vorbeugenden Brandschutz festgelegt. Die Vorderseite zeigt einen vereinfachten Gebäudegrundriss mit Standort der Erstinformationsstelle, dem Zugang zum Überwachungsbereich der Meldergruppe, Melderarten/-anzahl und Raumbezeichnung; die Rückseite enthält einen Teilausschnitt des Meldebereichs mit standortgenauem Eintrag der Brandmelder.S. 11 · 2022
Laufkarten – SymbolikZur Darstellung sind farbige Symbole nach einschlägigen Normen (DIN, BGV usw.) zu verwenden. Verdeckte automatische Melder (z. B. Doppelboden, Zwischendecke) sind mit einem Dreiecksymbol darzustellen. Laufkarten sind nach DIN 14675 Anhang 'K' zu fertigen.S. 11, 12 · 2022
Laufkarten – Anzahl und AblageJe Meldergruppe ist mindestens eine gesonderte Feuerwehr-Laufkarte erforderlich. Ab 100 Meldergruppen ist zusätzlich ein elektronisches Informationssystem mit automatischem Laufkartenausdruck (Duplex-Farblaserdrucker, Papier mind. 100 g/m²) vorzuhalten; im Laufkartendepot ist ein Satz laminierte Laufkarten zu hinterlegen.S. 11, 12 · 2022
Laufkarten – AktualisierungWerden Änderungen an Laufkarten erforderlich (z. B. nach Erweiterung oder Änderung der BMA), sind diese mit dem Vorbeugenden Brandschutz abzustimmen und durch selbigen freizugeben. Bei wesentlichen Änderungen sind die Feuerwehr-Laufkarten kurzfristig zu aktualisieren. Musterlaufkarten sind zur Genehmigung beim Vorbeugenden Brandschutz vorzulegen.S. 5, 12, 21 · 2022
Feuerwehrplan (DIN 14095)Für das Objekt ist ein Feuerwehrplan gemäß DIN 14095 anzufertigen; die grafischen Teile sind im A3-Format auszuführen. Abzuliefern sind: 1 digitale Gesamtdatei im PDF/A-Format (maschinenlesbar) per E-Mail an den Vorbeugenden Brandschutz, 2 Papierfassungen (80 g/m², weiß, geheftet in rotem Hängehefter/Hängeordner A4) an den Vorbeugenden Brandschutz sowie 1 Papierfassung (mind. 100 g/m²) zur Hinterlegung im Objekt (sofern vorhanden im Laufkartendepot). Ein Exemplar der grafischen Teile in A3 ist im LKD zu hinterlegen.S. 11, 13 · 2022
Abnahme und AbstimmungEin Abnahmetermin ist mindestens 10 Arbeitstage im Vorfeld mit dem Vorbeugenden Brandschutz zu vereinbaren; mindestens 3 Werktage vor der Abnahme sind Unterlagen in Kopie zu übermitteln. Zur Abnahme sind im Original vorzulegen: Meldegruppenverzeichnis, Installationsattest der Leitstelle Eichsfeld, Anlagenbeschreibung und Inbetriebsetzungsprotokoll, Prüfbescheinigung des Errichters, Wirkprinzipprüfung, Nachweis der Stör-/Sabotageweiterleitung, Brandmeldematrix, Wartungsvertrag, Einweisungsnachweis sowie ggf. TÜV-Abnahmeprotokolle. Bei erheblichen Mängeln oder Nichterfüllung der Anschlussbedingungen kann die Inbetriebnahme der ÜE verweigert und für Wiederholungsprüfungen können Gebühren erhoben werden.S. 17, 18, 19 · 2022
InstandhaltungWartung und Instandhaltung der BMA sind von einer zertifizierten Fachfirma nach DIN 14675 durchzuführen und im Betriebsbuch zu dokumentieren; das Betriebsbuch ist jederzeit einsehbar an der BMZ zu hinterlegen. In Abständen von maximal drei Jahren ist eine Wirkprinzipprüfung aller Brandfallsteuerungen (gesamte Kette vom auslösenden Melder bis zur angesteuerten Einrichtung) gemeinsam mit allen beteiligten Fachfirmen durchzuführen. Abschaltungen der ÜE für länger als 12 Stunden bedürfen der Genehmigung des Vorbeugenden Brandschutzes.S. 19, 20, 21 · 2022
Kosten und GebührenFehlalarme können nach § 48 Abs. 1 Ziffer 6 ThürBKG zum Kostenersatz durch den Betreiber gegenüber dem Aufgabenträger führen; die Höhe richtet sich nach den jeweils gültigen Gebührensatzungen. Für die erste Abnahme sowie für Wiederholungsprüfungen wegen Nichterfüllung der Anschlussbedingungen können Gebühren erhoben werden. Feuerwehrschließungen gehen bei Demontagen kostenfrei in den Bestand des Landkreises Eichsfeld über; die Bereitstellung der Schließungen geht zu Lasten des BMA-Betreibers.S. 16, 18, 20 · 2022
SonstigesWebbasierte Alarmmeldung: Es ist eine serielle HTTPS-Schnittstelle vorzusehen, über die FAT und FBF grafisch bedient, Laufkarten als PDF angezeigt und IP-Kameras eingebunden werden können; für die Feuerwehr ist eine eigene Benutzergruppe einzurichten, die ausschließlich Feueralarme (keine Abschaltungen, Voralarme, Störungen) empfängt. Sprachalarmanlagen, die Bestandteil der BMA nach DIN VDE 0833-4 sind, können in einem gemeinsamen Raum aufgestellt werden; Einzelheiten sind mit dem Vorbeugenden Brandschutz abzustimmen. Bei mehr als 50 Laufkarten ist das Laufkartendepot mit einer LED-Gruppeneinzelanzeige auszustatten, die bei Alarm die betreffende Laufkarte durch rote Leuchtanzeige markiert.S. 8, 10, 15 · 2022

Angaben aus den Technischen Anschlussbedingungen sind ein Vorschlag zur Prüfung, keine bestätigte Anschlussbedingung: TAB werden örtlich laufend geändert. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der zuständigen Brandschutzdienststelle – Ausgabestand vor der Planung erfragen. PlanWerke liefert keine TAB mit.

Mit PlanWerke planen

Die Festlegungen dieser Dienststelle direkt in ein Projekt übernehmen.

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ZUSTÄNDIGE STELLEN
Landkreis Eichsfeld – untere Bauaufsichtsbehörde (§ 60 Abs. 1 Nr. 1 ThürBO)
Landkreis Eichsfeld – Gefahrenverhütungsschau und vorbeugender Gefahrenschutz (§ 26 ThürBKG)
Vorschlag — abzustimmen

Vorschlag zur Prüfung — jede abgeleitete Zuständigkeit und jeder TAB-Bezug ist mit der Brandschutzdienststelle abzustimmen. PlanWerke gibt Parameter wieder, keine Freigaben.

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Anforderungen kennen — und direkt danach planen.

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