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VdS 2311EMA5 Min. Lesezeit · Stand 2026-10

Magnetkontakte richtig setzen: Öffnungsüberwachung nach VdS 2311

Der Magnetkontakt ist das einfachste Bauteil einer Einbruchmeldeanlage – und eines der am häufigsten falsch gesetzten. Die VdS 2311 legt genau fest, wo er an Tür und Fenster sitzt, wann ein zweiter nötig ist und was ihn von der Verschlussüberwachung unterscheidet.

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Öffnen und Verschluss sind zwei Aufgaben

Die Öffnungsüberwachung meldet, dass eine Tür oder ein Fenster geöffnet wird – das ist die Aufgabe des Magnetkontakts. Die Verschlussüberwachung prüft, ob Tür oder Fenster verriegelt sind – sie ist Voraussetzung fürs Scharfschalten (Zwangsläufigkeit) und erfolgt über Riegel- bzw. Schließblechkontakte, die erst bei vollständiger Verriegelung ansprechen. Welche Öffnungen welche Überwachung brauchen, legen die Tabellen je Grad bzw. Sicherungsklasse fest; bei Grad 2 etwa gilt: Werden Fenster auf Öffnen überwacht, dann auch auf Verschluss – oder es sorgt eine mechanische Zwangsläufigkeit (z. B. Aufdruckbolzen) dafür, dass sie geschlossen sind.

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Montageregeln für Öffnungsmelder

  • Montage so, dass der Melder von außerhalb des Sicherungsbereichs nicht einfach manipulierbar ist.
  • Jede bestimmungsgemäße Öffnungsart muss melden – spätestens, sobald eine durchstiegsfähige Öffnung entsteht.
  • Abstand zur Schlossseite höchstens 60 cm; eine Montage ausschließlich auf der Bandseite ist unzulässig. Bei außenliegenden Bändern zusätzlich höchstens 60 cm zur Bandseite.
  • Bei mehrflügeligen Türen, Toren und Fenstern je Flügel mindestens ein Öffnungsmelder.
  • Bewegungen unter 10 mm dürfen nicht melden – sonst löst der Wind am Fensterflügel die Anlage aus.
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Tore, Rollläden, Schiebetüren

Rollläden, Roll- und Schiebetore haben Spiel: Sie müssen arretierbar sein, der arretierte Zustand gehört in die Zwangsläufigkeit, und der Melder sitzt im unteren Bereich, damit einseitiges Anheben erkannt wird. Bei Toren und Fensterfronten mit vielen Flügeln entstehen schnell mehrere Kontakte je Öffnung – sie gehören in dieselbe Meldergruppe.

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Verschlussüberwachung und Zwangsläufigkeit

Die Zwangsläufigkeit verhindert, dass eine Anlage scharfgeschaltet wird, obwohl ein Fenster offen steht – sie ist der wirksamste Schutz gegen Falschalarme. Dafür laufen Verschlussüberwachungs-Kontakte auf separaten Stromkreisen; bei mehrflügeligen Türen ohne mechanische Schließfolge sind alle Flügelverschlüsse zu überwachen. Mit geeigneten Verriegelungselementen darf ein einziger Öffnungsmelder Öffnen und Verschluss kombiniert überwachen.

PlanWerke setzt je Perimeter-Öffnung einen Kontakt je Flügel. Die Flügelzahl kommt aus der Vorgabe oder wird aus der Öffnungsbreite abgeleitet – mit 1,3 m je Türflügel und 1,6 m je Fensterflügel als Planungs-Voreinstellungen, keine Normwerte. Schlossseite, Montageabstände und Verschlussüberwachung bleiben Ausführungsdetails am Bauteil.

Planungsorientierung: Alle Werte folgen den Vorgaben der genannten Normen und dienen der normorientierten Planung. Ergebnisse sind Planungsunterlagen zur fachplanerischen Prüfung – keine Konformitäts- oder Abnahmeaussage.

Häufige Fragen

Wo wird ein Magnetkontakt an der Tür montiert?

Auf der Schlossseite oder höchstens 60 cm davon entfernt – nie ausschließlich auf der Bandseite. Bei außenliegenden Bändern gilt zusätzlich höchstens 60 cm zur Bandseite.

Wie viele Magnetkontakte braucht eine zweiflügelige Tür?

Mindestens einen je Flügel, also zwei. Beide bleiben in derselben Meldergruppe; bei fehlender mechanischer Schließfolge ist zusätzlich jeder Flügelverschluss zu überwachen.

Ersetzt der Magnetkontakt die Verschlussüberwachung?

Nur mit geeigneten Verriegelungselementen in kombinierter Ausführung. Sonst ist die Verschlussüberwachung eine eigene Aufgabe mit Riegelkontakten auf separaten Stromkreisen – oder eine mechanische Zwangsläufigkeit übernimmt sie.

Diese Regeln, automatisch angewendet — auf Ihrem Plan.

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