Die Schwelle: mehr als 3 % der Raumhöhe und mehr als 0,2 m
Nicht jeder Balken zählt. Ein Unterzug, Lüftungskanal oder eine andere Deckenunterteilung ist nur dann zu berücksichtigen, wenn sie an der Decke ansetzt und ihre Höhe beide Bedingungen erfüllt: mehr als 3 % der Raumhöhe und mehr als 0,2 m. In einem 4 m hohen Raum wären 3 % nur 0,12 m – maßgeblich ist dort die 0,2-m-Grenze. Erst ab 6,7 m Raumhöhe wird die Prozentregel strenger als die Festmaß-Regel.
Deckenfelder zusammenfassen: 0,6 × A und 1,2 × A
Teilen relevante Unterzüge die Decke in Felder, gilt mit A als maximaler Überwachungsfläche je Melder (aus der Flächentabelle): Felder bis 0,6 × A dürfen von einem Melder gemeinsam überwacht werden, zusammen aber höchstens 1,2 × A; der Erfassungsradius D_H wird dann für den vergrößerten Bereich ermittelt. Ein Feld größer als 1,2 × A gilt als eigener Raum und wird für sich gerechnet.
| A je Melder | Feld ≤ 0,6 × A | gemeinsam ≤ 1,2 × A | eigener Raum ab |
|---|---|---|---|
| 60 m² | 36 m² | 72 m² | > 72 m² |
| 80 m² | 48 m² | 96 m² | > 96 m² |
| 120 m² | 72 m² | 144 m² | > 144 m² |
Zusammenfassung von Deckenfeldern – eigene Ableitung aus den Faktoren der DIN VDE 0833-2 (6.2.7.4).
Abstände am Unterzug
- Der Melder sitzt mindestens 0,25 m unterhalb der Unterkante eines relevanten Unterzugs – nicht im „Rauchschatten“ direkt daneben.
- Seitlich gilt 0,5 m Abstand zu Balken, Kanälen und Unterteilungen, die näher als 0,25 m an die Decke heranreichen (derselbe Abstand wie zu Wänden).
- Höhere Deckenteile (z. B. ein Oberlicht-Schacht) bleiben unberücksichtigt, wenn sie weniger als 10 % der Deckenfläche ausmachen und je Teil nicht größer als 0,6 × A sind.
PlanWerke rechnet Unterzüge nicht automatisch mit – das Modell kennt die Deckenunterteilung in der Regel nicht. Wer ein Deckenfeld als eigenen Raum behandeln muss, zeichnet es im Viewer als eigenen Raum ein; die Automatik legt es dann für sich aus. Die Prüfung relevanter Unterzüge bleibt Aufgabe der Fachplanung.
Planungsorientierung: Alle Werte folgen den Vorgaben der genannten Normen und dienen der normorientierten Planung. Ergebnisse sind Planungsunterlagen zur fachplanerischen Prüfung – keine Konformitäts- oder Abnahmeaussage.
Häufige Fragen
Ab welcher Höhe muss ein Unterzug berücksichtigt werden?
Wenn er an der Decke ansetzt und höher ist als 3 % der Raumhöhe und zugleich höher als 0,2 m. Bei üblichen Raumhöhen bis 6,7 m ist die 0,2-m-Grenze die maßgebliche.
Darf ein Melder mehrere Deckenfelder überwachen?
Ja, wenn jedes Feld höchstens 0,6 × A groß ist und alle Felder zusammen 1,2 × A nicht überschreiten (A = Überwachungsfläche je Melder aus der Tabelle). Größere Felder sind eigene Räume.
Wie weit muss der Melder vom Balken weg?
Seitlich mindestens 0,5 m, und in der Höhe mindestens 0,25 m unterhalb der Unterkante des Unterzugs.