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DIN VDE 0833-2BMA5 Min. Lesezeit · Stand 2026-10

Unterzüge und Deckenfelder: wann ein Balken die Melderplanung verändert

Rauch breitet sich unter der Decke aus – ein tiefer Unterzug wirkt dabei wie eine Wand. Die DIN VDE 0833-2 legt fest, ab welcher Höhe ein Balken die Decke in Felder teilt, wie viele Felder ein Melder noch gemeinsam überwachen darf und wo der Melder dann sitzen muss.

01

Die Schwelle: mehr als 3 % der Raumhöhe und mehr als 0,2 m

Nicht jeder Balken zählt. Ein Unterzug, Lüftungskanal oder eine andere Deckenunterteilung ist nur dann zu berücksichtigen, wenn sie an der Decke ansetzt und ihre Höhe beide Bedingungen erfüllt: mehr als 3 % der Raumhöhe und mehr als 0,2 m. In einem 4 m hohen Raum wären 3 % nur 0,12 m – maßgeblich ist dort die 0,2-m-Grenze. Erst ab 6,7 m Raumhöhe wird die Prozentregel strenger als die Festmaß-Regel.

02

Deckenfelder zusammenfassen: 0,6 × A und 1,2 × A

Teilen relevante Unterzüge die Decke in Felder, gilt mit A als maximaler Überwachungsfläche je Melder (aus der Flächentabelle): Felder bis 0,6 × A dürfen von einem Melder gemeinsam überwacht werden, zusammen aber höchstens 1,2 × A; der Erfassungsradius D_H wird dann für den vergrößerten Bereich ermittelt. Ein Feld größer als 1,2 × A gilt als eigener Raum und wird für sich gerechnet.

A je MelderFeld ≤ 0,6 × Agemeinsam ≤ 1,2 × Aeigener Raum ab
60 m²36 m²72 m²> 72 m²
80 m²48 m²96 m²> 96 m²
120 m²72 m²144 m²> 144 m²

Zusammenfassung von Deckenfeldern – eigene Ableitung aus den Faktoren der DIN VDE 0833-2 (6.2.7.4).

03

Abstände am Unterzug

  • Der Melder sitzt mindestens 0,25 m unterhalb der Unterkante eines relevanten Unterzugs – nicht im „Rauchschatten“ direkt daneben.
  • Seitlich gilt 0,5 m Abstand zu Balken, Kanälen und Unterteilungen, die näher als 0,25 m an die Decke heranreichen (derselbe Abstand wie zu Wänden).
  • Höhere Deckenteile (z. B. ein Oberlicht-Schacht) bleiben unberücksichtigt, wenn sie weniger als 10 % der Deckenfläche ausmachen und je Teil nicht größer als 0,6 × A sind.

PlanWerke rechnet Unterzüge nicht automatisch mit – das Modell kennt die Deckenunterteilung in der Regel nicht. Wer ein Deckenfeld als eigenen Raum behandeln muss, zeichnet es im Viewer als eigenen Raum ein; die Automatik legt es dann für sich aus. Die Prüfung relevanter Unterzüge bleibt Aufgabe der Fachplanung.

Planungsorientierung: Alle Werte folgen den Vorgaben der genannten Normen und dienen der normorientierten Planung. Ergebnisse sind Planungsunterlagen zur fachplanerischen Prüfung – keine Konformitäts- oder Abnahmeaussage.

Häufige Fragen

Ab welcher Höhe muss ein Unterzug berücksichtigt werden?

Wenn er an der Decke ansetzt und höher ist als 3 % der Raumhöhe und zugleich höher als 0,2 m. Bei üblichen Raumhöhen bis 6,7 m ist die 0,2-m-Grenze die maßgebliche.

Darf ein Melder mehrere Deckenfelder überwachen?

Ja, wenn jedes Feld höchstens 0,6 × A groß ist und alle Felder zusammen 1,2 × A nicht überschreiten (A = Überwachungsfläche je Melder aus der Tabelle). Größere Felder sind eigene Räume.

Wie weit muss der Melder vom Balken weg?

Seitlich mindestens 0,5 m, und in der Höhe mindestens 0,25 m unterhalb der Unterkante des Unterzugs.

Diese Regeln, automatisch angewendet — auf Ihrem Plan.

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