Aufbau: eine Karte je Meldergruppe
Je Meldergruppe entsteht eine Karte, üblicherweise im Format A4: Die Vorderseite zeigt die Gebäudeübersicht mit dem Standort der Erstinformationsstelle (BMZ/FAT/FBF) und dem grün markierten Laufweg zum überwachten Bereich; die Rückseite zeigt den Detailplan des Meldebereichs mit den einzelnen Meldern – möglichst mit Meldernummern. Die Karten müssen dauerhaft und griffbereit an der Erstinformationsstelle vorgehalten und bei jeder Änderung der Anlage aktualisiert werden.
Die Pflichtangaben (10.2.2.4 a–k)
- a) Meldergruppe und b) Meldernummer(n)
- c) Melderart und -anzahl
- d) Gebäude, Geschoss und Raum
- e) Standorte von BMZ, Übertragungseinrichtung und FAT/FBF
- f) Laufweg vom Standort zum überwachten Bereich, g) im Laufweg liegende Treppen und Türen
- h) Raumkennzeichnung/Nutzung, i) Bemerkungen (z. B. Ex-Bereich)
- j) Objektname oder Ort und k) Datum der letzten Aktualisierung
Informationsgrundlage und Abgrenzung
Grundlage der Karten sind die aktuellen Ausführungsunterlagen der BMA nach DIN VDE 0833-2 – Installationsplan, Meldergruppenverzeichnis, Blockdiagramm und Anlagenbeschreibung – samt aktueller Grundrisse. Laufkarten ersetzen dabei nicht die Feuerwehrpläne nach DIN 14095; beide Dokumente existieren nebeneinander mit unterschiedlichem Zweck.
Was die TAB zusätzlich regeln
Die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) der örtlichen Brandschutzdienststelle konkretisieren häufig Format (A4 oder A3), Ausfertigungszahl, Symbolik und Aktualisierungspflichten der Laufkarten. Diese Vorgaben unterscheiden sich je Landkreis – im Wissens-Bereich von PlanWerke sind die Festlegungen vieler Dienststellen je Kreis nachgewiesen und der Laufkarten-Entwurf nennt sie als Vorschlagszeile.
Laufkarten aus der Planung sind ein Entwurfsstand zur Abstimmung mit der Brandschutzdienststelle – Form und Symbolik sind vor Abnahme verbindlich mit der Dienststelle festzulegen.
Planungsorientierung: Alle Werte folgen den Vorgaben der genannten Normen und dienen der normorientierten Planung. Ergebnisse sind Planungsunterlagen zur fachplanerischen Prüfung – keine Konformitäts- oder Abnahmeaussage.
Häufige Fragen
Wie viele Laufkarten braucht eine BMA?
Eine je Meldergruppe. Die Ausfertigungszahl (z. B. doppelte Sätze) und das Format legen häufig die TAB der zuständigen Brandschutzdienststelle fest.
Ersetzen Laufkarten den Feuerwehrplan?
Nein. Feuerwehrpläne nach DIN 14095 und Laufkarten nach DIN 14675-1 sind getrennte Dokumente: Der Plan dient der Einsatzvorbereitung fürs Objekt, die Laufkarte führt im Auslösefall zur konkreten Meldergruppe.
Wer aktualisiert die Laufkarten?
Der Betreiber muss die Karten aktuell halten; jede Karte trägt das Datum der letzten Aktualisierung als Pflichtangabe. Änderungen an Meldergruppen oder Raumnutzung machen eine Neuausgabe nötig.