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DIN VDE 0833-2BMA6 Min. Lesezeit · Stand 2026-10

Handfeuermelder planen: Standort, Meldergruppen und Kennzeichnung

Handfeuermelder sind der manuelle Weg, einen Brand zu melden: ein Taster im Rettungsweg, den jede Person betätigen kann. Ihre Planung folgt anderen Regeln als die der Rauchmelder – statt Überwachungsflächen zählen Ausgänge, Laufwege und die saubere Trennung in eigene Meldergruppen.

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Wo Handfeuermelder sitzen

Ein Handfeuermelder gehört dorthin, wo Menschen im Alarmfall ohnehin hinlaufen: an die Ausgänge ins Freie, an die Zugänge zu notwendigen Treppenräumen und entlang der Rettungswege. Er muss gut sichtbar, frei zugänglich und auf dem Weg nach draußen ohne Umweg erreichbar sein. Die Räume selbst werden nicht flächig „abgedeckt“ – maßgeblich ist der Laufweg bis zum nächsten Melder, nicht eine Überwachungsfläche.

PlanWerke leitet die Vorschläge aus dem erkannten Rettungsweg-Graphen ab: je Ausgang ins Freie ein Melder neben der Tür, auf langen Rettungsweg-Ketten zusätzliche Zwischenmelder. Die dabei verwendeten Werte – 40 m Laufweg zwischen zwei Meldern und 1,4 m Montagehöhe – sind praxisübliche Planungs-Voreinstellungen, keine Normwerte; verbindlich ist, was Brandschutzkonzept, Herstellerangaben und die örtlichen Anschlussbedingungen fordern.

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Eigene Meldergruppen: höchstens 10 je Gruppe

  • Automatische Melder und Handfeuermelder liegen nie in derselben Meldergruppe – so bleibt am Tableau sofort erkennbar, ob ein Mensch oder ein Rauchmelder ausgelöst hat.
  • Je Meldergruppe höchstens 10 Handfeuermelder (bei automatischen Meldern sind es 32).
  • Eine Gruppe enthält nur Melder eines Meldebereichs – also in der Regel eines Geschosses.
  • Planungspraxis aus vielen Anschlussbedingungen: Die Handfeuermelder-Gruppen stehen vorn im Nummernkreis (Gruppe 1, 2, 3 …), damit die Feuerwehr den Handalarm an der kurzen Gruppennummer erkennt. Das ist keine Normvorgabe, sondern TAB-Konvention.

In Treppenräumen, die über mehr als zwei Untergeschosse reichen, verlangen manche Brandschutzdienststellen getrennte Gruppen für den Bereich oberhalb und unterhalb des Feuerwehrzugangs – auch das ist eine örtliche Vorgabe, keine Festlegung der Norm. PlanWerke bildet die Teilung als abschaltbare Voreinstellung ab.

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Typ A und Typ B nach EN 54-11

Die Produktnorm EN 54-11 unterscheidet zwei Auslösearten: Beim Typ A löst der Melder in einem Schritt aus – das Eindrücken oder Einschlagen der Scheibe ist zugleich die Alarmauslösung. Beim Typ B sind zwei Handlungen nötig, etwa Scheibe und anschließend Taste. Welcher Typ eingesetzt wird, ist eine Entscheidung des Alarmierungskonzepts; auf Standort und Gruppenbildung hat sie keinen Einfluss.

  • Im Installationsplan trägt der Handfeuermelder das Sinnbild Nr. 90 „NAM“ der VdS 2135.
  • Auf der Feuerwehr-Laufkarte gilt die eigene Zeichenwelt der DIN 14675-1 (Bild 2): ein Kasten mit schwarzem Punkt in rotem Rahmen. Beide Zeichensätze dürfen nicht vermischt werden.
  • In Melderliste und Stückliste erscheint der Handfeuermelder als eigene Geräteklasse – ohne Überwachungsfläche, aber mit Meldergruppe und Meldernummer.

Rettungsweglängen, Mindestbreiten und zweite Rettungswege regeln Landesbauordnung und Arbeitsstättenregeln – nicht die Brandmeldenormen. Der Handmelder-Vorschlag aus dem Plan ist deshalb eine Lage-Empfehlung zur fachplanerischen Prüfung, keine Bewertung der Rettungswege.

Planungsorientierung: Alle Werte folgen den Vorgaben der genannten Normen und dienen der normorientierten Planung. Ergebnisse sind Planungsunterlagen zur fachplanerischen Prüfung – keine Konformitäts- oder Abnahmeaussage.

Häufige Fragen

Wie viele Handfeuermelder dürfen in eine Meldergruppe?

Höchstens 10 – und ausschließlich Handfeuermelder. Automatische Melder bilden eigene Gruppen mit bis zu 32 Meldern; beide Gerätearten werden nie gemischt.

In welcher Höhe wird ein Handfeuermelder montiert?

Üblich ist eine Bedienhöhe um 1,4 m – PlanWerke führt diesen Wert als Planungs-Voreinstellung. Verbindlich sind die Angaben aus Brandschutzkonzept, Herstellerdatenblatt und den Anschlussbedingungen der Feuerwehr.

Was ist der Unterschied zwischen Typ A und Typ B?

Typ A löst mit einer Handlung aus (Scheibe eindrücken oder einschlagen), Typ B verlangt zwei Schritte, etwa Scheibe und zusätzliche Taste. Die Auslöseart steht im Datenblatt nach EN 54-11.

Diese Regeln, automatisch angewendet — auf Ihrem Plan.

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