Was die Norm verlangt – und was nicht
Normanforderung ist die Eindeutigkeit: Jeder Melder trägt Gruppen- und Meldernummer dauerhaft und vom Boden aus ohne Hilfsmittel lesbar, und der Detailplan der Feuerwehr-Laufkarte ordnet die Einzelmelder der Gruppe möglichst mit Meldernummern zu. Nicht genormt ist dagegen das Nummernschema – Blockbreiten, Blockanfänge, die Reihenfolge der Blöcke. Das sind Planungspraxis und häufig Vorgaben der örtlichen Technischen Anschlussbedingungen.
Die Schreibweise: Meldergruppe/Meldernummer
Bewährt und in vielen Anschlussbedingungen so verlangt ist die Form Gruppe/Melder, etwa 100/1 für den ersten Melder der Gruppe 100. Die Meldernummer zählt je Gruppe wieder ab 1; eindeutig ist erst das Paar. Zwischendeckenmelder tragen ihr Präfix „ZD“ vor der ganzen Kennzeichnung (ZD 3001/1), weil sie ohnehin eigene Gruppen bilden; ein Anlagen- oder Zentralenpräfix steht ganz vorn (BMZ1-100/1).
Geschossblöcke: die Gruppennummer trägt das Geschoss
| Meldergruppen von … | Nummernblock |
|---|---|
| Handfeuermeldern (anlagenweit) | 1 – 99 |
| automatischen Meldern im EG | hinter den Handmelder-Gruppen, bis 99 |
| automatischen Meldern im 1. OG | 100 – 199 |
| automatischen Meldern im 2. OG | 200 – 299 |
| automatischen Meldern im 1. UG | 2000 – 2099 |
| ohne erkennbares Geschoss | ab 3000 |
Voreinstellung „geschossweise“ in PlanWerke – Planungskonvention, keine Normvorgabe; alternativ fortlaufende Nummerierung.
Der Nutzen ist praktisch: An der Hunderterstelle liest die Feuerwehr das Geschoss ab, an der kurzen Gruppennummer erkennt sie den Handfeuermelder-Alarm. Diese Blockbildung – Löschanlagen, dann Handfeuermelder, dann automatische Melder, dann technische Meldungen – findet sich in vielen Anschlussbedingungen; wer anlagenweit fortlaufend nummerieren will, kann das ebenso, solange die Eindeutigkeit gewahrt bleibt.
Hand vergeben, automatisch prüfen
- Ein von Hand umgehängter Melder muss innerhalb seiner Gruppe eine freie Meldernummer bekommen – gelöschte Nummern werden wieder aufgefüllt, statt hinter der Gerätezahl weiterzuzählen.
- Verstöße gegen Gruppenregeln (Geräteart, Hohlraum, Obergrenzen 32/10, Raumregeln) erscheinen in PlanWerke als Hinweis am Melder – entschieden wird von der Fachplanung.
- Doppelte Bezeichnungen sind ein Fehler, keine Warnung: zwei bleibende Geräte mit derselben Nummer blockieren die Eindeutigkeit, die Laufkarte und Tableau voraussetzen.
Vor der Nummernvergabe lohnt der Blick in die Anschlussbedingungen der zuständigen Brandschutzdienststelle: Viele legen Schreibweise, Blockreihenfolge und Startnummern fest. Die Ortsseiten im Wissens-Bereich nennen die Festlegungen je Kreis als Vorschlag zur Prüfung.
Planungsorientierung: Alle Werte folgen den Vorgaben der genannten Normen und dienen der normorientierten Planung. Ergebnisse sind Planungsunterlagen zur fachplanerischen Prüfung – keine Konformitäts- oder Abnahmeaussage.
Häufige Fragen
Schreibt die Norm ein bestimmtes Nummernschema vor?
Nein. Genormt sind die eindeutige, dauerhaft lesbare Kennzeichnung und die Gruppenbildung. Blockbreiten und Reihenfolge sind Planungspraxis bzw. Vorgabe der örtlichen Anschlussbedingungen.
Warum stehen Handfeuermelder-Gruppen vorn?
Damit der Handalarm an der kurzen Gruppennummer sofort erkennbar ist. Das ist eine in vielen TAB verlangte Konvention – keine Normvorgabe, aber bewährte Praxis.
Was passiert, wenn ein Geschoss mehr als 99 Gruppen hat?
Die Nummerierung läuft in die nächste freie Nummer weiter und der Fall wird als Hinweis ausgewiesen; nichts wird abgeschnitten oder doppelt vergeben.